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Intel bringt 7. Core Prozessor Generation (Kaby Lake) auf den Markt (Bild 1 von 3)Bildquelle: Intel
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Kaby Lake: Intel hebt bei seinen neuen 14 Nanometer CPUs insbesondere die verbesserte integrierte Grafikeinheit und höhere Effizienz hervor.

Intel hat heute, kurz vor dem offiziellen Beginn der IFA 2016 in Berlin, den Marktstart der 7. Core Prozessor Generation ausgerufen. Die neuen 14 Nanometer CPUs, welche unter Enthusiasten besser unter dem Codenamen "Kaby Lake" bekannt sind, sollen unter anderem dazu beitragen, 4K-Videoinhalten im Massenmarkt zu etablieren sowie noch dünnere, leichtere und zugleich leistungsfähigere Notebook-Designs zu ermöglichen.

Genau wie es die jüngsten Leaks vorhersagten bringt Intel zunächst nur eine Handvoll Kaby Lake Chips auf den den Markt, die für flache Notebooks, handliche Convertibles und ultra-mobile Tablets geeignet sind. Insgesamt sind es sechs Dual-Core-Modelle – drei der Y- und drei der U-Serie –, die mit den bekannten Markenbezeichnungen Core m3, Core i3, Core i5 and Core i7 aufwarten.

U-Serie CPUs mit 15 Watt TDP:
Core i7-7500U: 2 Kerne/4 Threads; 2,7 GHz Basistakt/3,5 GHz Turbo; HD 620 GPU
Core i5-7200U: 2 Kerne/4 Threads; 2,5 GHz Basistakt/3,1 GHz Turbo; HD 620 GPU
Core i3-7100U: 2 Kerne/4 Threads; 2,4 GHz Basistakt/ - ; HD 620 GPU

Y-Serie CPUs mit 4,5 Watt TDP:
Core i7-7Y75: 2 Kerne/4 Threads; 1,3 GHz Basistakt/3,6 GHz Turbo; HD 615 GPU
Core i5-7Y54: 2 Kerne/4 Threads; 1,2 GHz Basistakt/3,2 GHz Turbo; HD 615 GPU
Core m3-7Y30: 2 Kerne/4 Threads; 1,0 GHz Basistakt/2,6 GHz Turbo; HD 615 GPU

Hinsichtlich der Modellbezeichnungen ist erwähnenswert, dass Intel bei den 4,5 Watt CPUs offenbar die erst mit der Vorgängergeneration Skylake eingeführten Namen Core m5 und m7 aus dem Aufgebot gestrichen hat. Entsprechende Gerüchte kursierten schon im Vorfeld. Stattdessen verwendet der Hersteller neben Core m3 nun auch in der Y-Serie die bislang den leistungsfähigeren und aktiv gekühlten Core i Varianten vorbehaltenen Bezeichnungen Core i5 und Core i7. Ohne Frage besteht hier also großes Verwirrungspotential für Endkunden und es wird spannend sein, zu beobachten, wie sich die neuen „kleinen“ Core i5 und i7 Chips im Alltagseinsatz schlagen.

Ganz allgemein betrachtet stellen die die Kaby Lake Modelle im direkten Vergleich zu den Skylake-Chips keinen revolutionären, aber immerhin einen evolutionären Schritt dar. Intel hat den 14 Nanometer Herstellungsprozess weiter optimiert und ist somit in der Lage die neuen CPUs mit höherem Basis- sowie Turbo-Takt zu betreiben. Der Chipriese verspricht dadurch bis zu 12 Prozent mehr Leistung.

Des Weiteren hat die 7. Core-Generation den Vorgängern eine neue integrierte Grafikeinheit voraus. Intel hat den Kaby Lake Chips eine iGPU spendiert, die 4K-Videos in HEVC oder VP9 ohne nennenswerte CPU-Belastung abspielen kann, was sich positiv auf die Akkulaufzeit von Mobilgeräten bei Filmwiedergabe auswirken dürfte. Darüber hinaus unterstützen die neuen Prozessoren das Kopierschutzsystem PlayReady 3.0 SL3000, welches unter anderem Netflix für 4K-Streaming voraussetzt.

Was diese ersten Kaby Lake Chips der U- und Y-Serie hingegen weiterhin nicht zu bieten haben, ist die Unterstützung von HDMI 2.0und USB 3.1 . Für Geräte, die mit super-schnellen USB-Ports ausgestattet sein sollen, müssen Hersteller also nach wie vor einen Zusatz-Controller implementieren, und HDMI 2.0 soll der Gerüchteküche nach mit einem zweiten Stepping der Prozessoren gegen Ende des Jahres nachgereicht werden.

Kaby Lake ist mit Skylake pinkompatibel und aufgrund der großen Ähnlichkeit zwischen 7. und 6. Core Prozessor Generation können PC-Hersteller die neuen Chips einfach für bestehende Geräte-Designs verwenden. Viele Notebooks, 2-in-1s und Tablets mit Kaby Lake Prozessoren dürften somit bereits im Laufe der nächsten Tage zur IFA 2016 angekündigt werden. Bis zum Jahresende erwartet Intel etwa 100 verschiedene Mobilgeräte mit Intel Core Prozessoren der 7. Generation, darunter auch Vertreter die sogar noch dünner als ein Smartphone sein sollen.

Abschließend noch ein kleiner Ausblick auf die nächsten Monate: Intel hat im Zuge der heutigen Ankündigung offiziell bestätigt, dass weitere Kaby Lake Modellvarianten, also solche mit vier Rechenkernen für leistungsfähige Notebooks und Desktop-Systeme, Dual-Cores mit potenterer Iris Grafikeinheit oder Celerons und Pentiums, erst zum Jahreswechsel beziehungsweise im Januar 2017 erhältlich sein werden.

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