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  3. iFixit zerlegt die Apple Watch: Akku-Tausch ist einfach, Chipsatz-Wechsel praktisch unmöglich

Die Apple Watch Sport wird in ihre Einzelteile zerlegt.Bildquelle: Apple
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Apple Watch Sport: iFixit nahm das günstigste Apple-Watch-Modell auseinander und machte interessante Entdeckungen.

Die Reparaturprofis von iFixit haben zum heutigen Marktstart der Apple Watch die günstigste Modellvariante, eine Apple Watch Sport mit 38 Millimetern, in alle Einzelteile zerlegt. Dabei zeigte sich zum einen, dass Apple sehr viel Technik auf engsten Raum gepackt hat, zum anderen aber auch, dass das Auseinanderbauen teils äußerst schwierig und eine Reparatur damit sehr aufwändig bis hin zu unmöglich ist. Am unkompliziertesten ist noch das Öffnen des Wearable-Geräts, da sich das Display relativ einfach herausnehmen lässt. Darunter befindet sich gleich der Akku, der ebenfalls leicht entfernt werden kann. Laut den Angaben von iFixit bietet der Energiespeicher der inspizierten Apple Watch Sport eine Kapazität von 205 mAh, was im Vergleich zu vielen Android-Wear-Smartwatches mit ihren 300- bis 400-mAh-Akkus gering ausfällt. Dennoch soll die das Gerät einen Tag lang mit einer Aufladung durchhalten. Ein Watch-Modell mit 42 Millimetern hat Apples Angaben nach zudem einen etwas größeren Akku, die exakte Kapazität ist aber noch nicht bekannt.

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Eine wichtige Komponente der Apple Watch, an die iFixit nur mit größter Mühe herankommen konnte, ist allerdings das S1 genannte "System in Package (SiP)“, also der Chipsatz. Das S1 ist eingebettet in unzähligen fest verklebten Kabeln, was laut den Reparaturprofis einen Austausch ohne Beschädigung praktisch unmöglich macht. Die in den vergangenen Monaten kursierenden Spekulationen, wonach das SiP der Watch eventuell in Zukunft gegen eine stärkere Version ausgewechselt werden könne, dürften damit endgültig vom Tisch sein.


Außerdem noch beachtenswert an dem iFixit-Teardown ist eine Erkenntnis bezüglich des Herzfrequenzmesser der Apple Watch. Dieser bringt anscheinend die technischen Voraussetzungen mit, um auch die Sauerstoffsättigung des Blutes messen zu können, obwohl Apple selbst das nirgendwo bewirbt. Aktuell bietet die Watch diese Funktion nicht, vielleicht könnte sie aber zu einem späteren Zeitpunkt via Softwareupdate aktiviert werden.

Alles in allem gibt iFixit der Apple Watch 5 von 10 möglichen Punkten, wenn es um die Reparierbarkeit geht. Damit schneidet das Wearable-Gerät schlechter ab als das iPhone 6 (7 von 10 Punkten), aber besser als beispielsweise das neue MacBook (1 von 10). Relativ einfach zu ersetzen seien bei der Watch das Armband, das Display und der Akku, praktisch alle anderen Bestandteile jedoch nur sehr schwierig oder gar unmöglich zu tauschen.

Quelle: iFixit

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