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iFixit: Apples MacBook Pro mit Touch Bar sehr schwer zu reparieren (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
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MacBook Pro 2016: Beim aktuellen 13 Zoll Modell mit Touch Bar lötet Apple die SSD, RAM-Bausteine und den Prozessor direkt aufs Logic Board.

Nun da auch erste mit Touch Bar ausgestattete Exemplare der neuen MacBook Pro Generation in Verbraucherhände gelangt sind, kommen auch zu diesen Notebooks ein paar bislang unbekannte Details ans Licht. Die Reparaturspezialisten von iFixit haben sich ein entsprechendes 13 Zoll Modell geschnappt, es zerlegt und berichten auf ihrer Webseite über die Entdeckungen.

Die Zeiten von Apple-Laptops, deren Gehäuse relativ unkompliziert geöffnet und einige Komponenten wie Arbeitsspeicher oder Datenlaufwerk ausgetauscht werden konnten, sind für Ottonormalverbraucher bereits seit ein paar Jahren vorüber. Spezialisten konnten allerdings mit Hilfe von Angeboten von Drittanbietern immerhin noch die proprietäre PCIe-SSD von Apple tauschen. Wie iFixit nun belegt, ist auch das beim 13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar nicht mehr möglich.

iFixit bezeichnet das neue MacBook Pro als extrem schwer beziehungsweise fast unmöglich zu reparieren und vergibt entsprechend nur 1 Punkt seiner Wertungsskala (1 bis 10, wobei 10 den Bestwert in Sachen Reparierbarkeit eines Produkts darstellt). Dies beruht unter anderem auf der Tatsache, dass Apple überwiegend proprietäre Pentalob-Schrauben im Chassisinneren verwendet und zudem wichtige Komponenten wie die Akkuzellen fest im Gehäuse verklebt.

Des Weiteren merken die Reparaturspezialisten an, dass Apple sowohl Prozessor und RAM als auch den Flash-Speicher (SSD) fest auf dem Logic Board verlötet. Ein Austausch dieser Komponenten ist also bei dem neuen Premium-Laptop genauso wenig möglich wie der des Akkus, zumindest nicht von jemandem der nicht Apples Service-Team angehört. Im Hinblick auf die Reparierbarkeit sieht iFixit auch die Touch Bar etwas problematisch, da diese zum einen ein zusätzliches, im Schadensfall schwer auszutauschendes Display darstellt und zum anderen den Touch ID Sensor integriert, der mit dem T1-Chip verbunden ist und zugleich als Ein/Aus-Schalter dient. Letzteres dürfte zu einem erheblich erschwerten Reparaturprozess führen, sollte es einmal zu einer Fehlfunktion des Touch ID Sensors kommen.

In dem aktuellen Teardown vergleicht iFixit das Innenleben des 13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar auch mit dem des neuen 13 Zoll Modells ohne Touch Bar (unseren Test findet ihr hier). Dabei sofort auf, dass das Gerät mit Touch Bar ein anderes internes Layout aufweist. Unter anderem ist der Akku offenbar kleiner, es sind zwei anstelle von einem Lüfter verbaut und die Flash-Speicher-Chips sitzen einzeln und fest verlötet auf dem Logic Board. Beim 13 Zoll Laptop ohne Touch Bar handelt es sich immerhin um eine PCIeSSD herausnehmbare SSD im Steckkartenformat.

Vom 15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar hat iFixit noch keinen Teardown-Artikel veröffentlich. Dieser dürfte demnächst folgen. Wir vermuten aber, dass die Entdeckungen dort denen bei der 13 Zoll Variante stark ähneln werden.

Quelle: iFixit

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