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  3. IFA 2014: Qualcomm und das Internet of Everything

Auch im Kinderzimmer wird die Elektronik Einzug haltenBildquelle: notebookinfo.de | rk
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Qualcomm: Konsumenten werden mehr als 50 Connected Devices zuhause haben

Beim entspannten Pressefrühstück erläuterte der Chiphersteller Qualcomm seine Strategien für das "Internet of Everything". In naher Zukunft wird ein großer Teil von alltäglichen technischen Geräten vernetzt und “Konsumenten werden mehr als 50 Connected Devices zuhause haben”, prophezeit Qualcomm.

Liat Ben-Zur, Senior Director of Product Management und Vorsitzende der AllSeen Alliance, betonte die Bedeutung von Standards bei dieser Entwicklung. „Wir brauchen eine einheitliche Sprache für das Internet der Dinge, dafür haben wir vor einem Jahr genau hier in Berlin die AllSeen Alliance ins Leben gerufen". Mittlerweile hat der Zusammenschluss 70 Mitglieder und mit Sony erst kürzlich ein sehr gewichtiges Mitglied gewonnen. Der Erfolg der Initiative lässt sich leicht erklären: „Wenn 10 Geräte zu Hause miteinander kommunizieren, dann will kein Unternehmen das Produkt anbieten, welches isoliert nur mit seiner eigenen Cloud spricht“, so Ben-Zur. Besonderes Augenmerkt legt Qualcomm auch auf die Praxisnähe der Anstrengungen. „Alle Mitglieder tragen aktiv mit der Einreichung von Code bei, das ist unser Schlüssel zum Sieg. Es gibt viele andere Zusammenschlüsse in dieser Richtung aber wir bringen nicht nur Pressemeldungen, sondern tatsächliche Produkte“.

Sy Choudhury, der Chef von Qualcomms Produktmanagement Abteilung stellte uns dafür die Zusammenarbeit mit dem Audiohersteller Monster vor. „Geräte müssen miteinander opieren können“ – die AllPlay Initiative dient als Media Streaming Platform mit Fokus auf Audio. „Die Initiative soll die Zusammenarbeit der Devices gewährleisten. Wir haben AllPlay vor einem Jahr gegründet, heute werden die ersten Geräte von den OEMs ausgeliefert“. Vern Smith, Director of Business Developement bei Monster, kündigte beispielhaft die Vorstellung einer Reihe von Lautsprechern mit Allplay Unterstützung auf der IFA an: „Diese eine Plattform, welche die Verbindung von Küche zu Wohnzimmer zum Auto schafft, die macht Sinn für uns. Mit Soundstage Monster soll ein unkompliziertes Wireless Music Streaming Erlebnis geschaffen werden“ Zudem arbeitet Qualcomm auch eng mit den Content-Diensten wie TuneIn, Spotify und sehr vielen kleinen Anbietern zusammen. "Kleine Unternehmen in diesem Bereich sind sehr wichtig, wir sehen Vielfalt und Spezialisierung anstelle von Konzentration.

Wie die Interoperabilität von Geräten konkret aussehen kann, hat Qualcomm auch eindrucksvoll demonstriert. Schließt man beispielsweise mit einem Smartphone-Wink die Haustür auf, können bestimmte programmierte Events ablaufen. Qualcomm startete beispielsweise eine verbundene Klimaanlage von Haier, änderte mit intelligenten Lampen die Lichtstimmung und begrüßte den Heimkehrer über einen Lautsprecher von Monster. "Diese Geräte hatten vorher nichts miteinander zu tun, nun funktionieren sie als auf den Nutzer zugeschnittene Einheit". Das Unternehmen erwartet die Entstehung eines ganzen Ökosystems: "Als die Smartphones auftauchten, war es ähnlich. Auf einmal gab es eine Explosion an Möglichkeiten mit Millionen an Apps".

Das Internet der Dinge, über das auch Konkurrent Intel immer wieder spricht, steht auf jeden Fall vor der Tür und scheint endlich angekommen zu sein. Qualcomm hat uns noch einmal verdeutlicht, dass mehr als nur schnelle Mobile Chipsätze vom Unternehmen erwartet werden dürfen.

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