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Ice Lake: Intel kündigt vorsichtshalber schon mal 10nm+ CPUs an (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Core-Prozessoren: Dank des wiedererstarkten Konkurrenten AMD sieht sich Intel erstmals seit Jahren genötigt, bei der Entwicklung neuer CPUs wieder aufs Gaspedal zu treten.

Es sieht ganz so aus als nehme sich Intel das Wiedererstarken von AMD auf dem Markt für x86-CPUs sehr zu Herzen. Der US-Chipgigant lässt die Welt jedenfalls in durchaus untypischer Manier bereits jetzt, also zu einem sehr frühen Zeitpunkt, von der über-übernächsten Generation seiner Core-Prozessoren wissen. Diese trägt bei Intel intern den Codenamen „Ice Lake“ und wird irgendwann in den nächsten Jahren den ebenfalls noch nicht im Detail offiziell enthüllten Coffee Lake und Cannon Lake CPUs nachfolgen.

Die Ankündigung von Ice Lake, welche Intel jüngst auf seiner Webseite machte, beinhaltet kaum nennenswerte Informationen. Der Marktstart dieser CPUs dürfte also noch in weiter Ferne liegen. Der wichtigste technische Hinweis, den das Unternehmen gibt, ist, dass Ice Lake Chips im sogenannten 10nm+ Prozess gefertigt werden sollen. Das bedeutet nach Intels eigener Definition, dass es sich hierbei um ein bereits verfeinertes und weiter optimiertes 10 nm Herstellungsverfahren handeln wird. Die ersten in diesem Prozess entstehenden CPUs nennt Intel Cannon Lake, mit deren Markteinführung im Laufe der kommenden Monate beziehungsweise wohl spätestens im Frühjahr 2018 gerechnet werden darf.

Vor den 10 nm Cannon Lake Chips wird Intel allerdings am 21. August erst einmal die 8. Core Prozessor Generation offiziell enthüllen, deren Codename Coffee Lake lautet. Diese wird wie zuvor Sky Lake und Kaby Lake weiter in 14 nm Strukturbreite gefertigt, aber laut Intel natürlich ebenfalls in einem optimierten Verfahren. Die bedeutendste Neuerung dieser demnächst erscheinenden CPUs wird jedoch sein, dass Intel – sicherlich angespornt durch AMDs Zen-CPU-Architektur und die daraus resultierenden Ryzen-Chips mit bis zu 16 Kernen – laut unzähliger Leaks erstmals Hexa-Core-Prozessoren für das Mainstream-Segment des Marktes sowie Quad-Core-Prozessoren für flache Notebooks und Convertibles anbieten wird.

Zur Cannon Lake Familie liegen im Augenblick leider kaum mehr Einzelheiten vor als zu den neu angekündigten Ice Lake Prozessoren. Intel dürfte allerdings schon sehr bald auch hierzu mehr preisgeben. Davon abgesehen sind keine großen technischen Sprünge im Vergleich zu Kaby Lake und Coffee Lake bei den ersten 10 nm Prozessoren zu erwarten, da der Wechsel auf den fortschrittlicheren Herstellungsprozess dem Unternehmen in den letzten Jahren ohnehin genug Probleme bereitete. In Anbetracht der bisherigen Strategie des Chipgiganten und den Entwicklungen am PC-Markt insgesamt erscheint es immerhin äußerst wahrscheinlich, dass sowohl von Coffee Lake als auch später von Ice Lake zunächst Mobil-Prozessoren verfügbar sein werden, denen dann nach und nach Chips für andere Marktsegmente nachfolgen.

Quelle: Intel

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