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HTC stellt sein neues Flaggschiff-Smartphone U12+ vor (Bild 1 von 6)Bildquelle: HTC
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U12+: HTCs neuestes High-End-Smartphone wird in drei Farbvarianten erhältlich sein, von denen die dunkelblaue eine dezent durchsichtige Rückseite aufweist.

HTC hat heute sein neues Flaggschiff-Smartphone U12+ offiziell vorgestellt. Das Gerät ist mit Hardware der 2018er Premiumklasse ausgestattet, verfügt ähnlich wie das U11(+) aus dem Vorjahr über einen berührungssensitiven Gehäuserahmen - diesmal allerdings in deutlich verbesserter Form - und kommt in drei ungewöhnlichen Farbvarianten daher.

Technikbegeisterte, die sich rein für die technischen Daten des U12+ interessieren, werden diese aufgrund der zahlreichen Leaks in den vergangenen Wochen bereits kennen. Das Smartphone bietet allerdings ein paar Ausstattungshighlights, die so im Vorfeld noch nicht bekannt waren, wozu etwa die Kamera-Features und die Edge Sense 2 genannte Sensortechnologie im Chassis gehören. Aber erst einmal der Reihe nach.

High-End-Specs kombiniert mit Chrom-Look
Das U12+ besitzt einen 6 Zoll großen Super LCD 6 Bildschirm im 18:9 Format mit QHD+ Auflösung (2880 x 1440 Pixel), der zwar ohne „Notch“ auskommt, dafür aber sowohl ober- als auch unterhalb einen wahrnehmbaren Rahmen aufweist. Das Panel kann laut Datenblatt die Farbräume DCI-P3 oder sRGB abdecken und unterstützt HDR 10. Angetrieben wird das neue HTC-Flaggschiff von dem High-End-SoC Qualcomm Snapdragon 845, dem 6 Gigabyte RAM und 64 Flash-Speicher zur Seite stehen. Hinzu kommen ein microSD-Kartenslot und ein 3500 mAh Akku.

Komplettiert wird das Innenleben von HTCs Neuvorstellung durch ein LTE Cat. 18 Modem, ein Funkmodul für schnelles WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac mit MU-MIMO und Bluetooth 5.0, zwei Lautsprecher und einen USB Typ-C Port mit Unterstützung für Quick Charge 3.0.

Das U12+ bringt 188 Gramm auf die Waage und besitzt Gehäuseabmessungen von 156,6 x 73,9 x 8,7 - 9,7 (inkl. Kamerahöhe) Millimeter. Das Chassis ist nach IP68 Norm gegen Wasser und Staub geschützt und wird von HTC in drei Farbvarianten produziert, nämlich Schwarz, Rot und Blau, wobei alle eine Rückseite mit spiegelnder - und Fingerabdrücke anziehender - Chromoberfläche bieten, nur aber die dunkelblaue Version weist dort auch einen leichten Transparenzeffekt auf, sodass hier einige der Komponenten im Inneren sichtbar sind.

Dual-Kamera auf Rück- und Vorderseite
Auf der Rückseite des Smartphones befindet sich ein Fingerabdrucksensor und direkt darüber ein Dual-Kamera-System mit Dual-LED-Blitzlicht. Die Hauptkamera des U12+ setzt sich aus einem 12 Megapixel Weitwinkelobjektiv mit 1,4 μm großen Pixeln und f/1.75 Blende sowie einem 16 Megapixel Teleobjektiv mit 1,0 μm großen Pixeln und f/2.6 Blende zusammen, von denen lediglich das 12 Megapixel Modul über optische Bildstabilisierung verfügt. Dank der zwei Sensoren ermöglich HTC unter anderem Fotoaufnahmen mit bis zu zweifachem optischem Zoom oder mit Tiefenunschärfeeffekt. Videoaufzeichnungen lassen sich mit dem Gerät in bis zu 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde bewerkstelligen.

Von anderen High-End-Smartphones unterscheidet sich das U12+ hinsichtlich der Frontkamera. Hier setzt HTC ebenfalls auf die Kombination aus zwei Modulen, die jeweils mit demselben 8 Megapixel Sensor (1,12 μm Pixel, f/2.0 Blende, 84 Grad Blickwinkel) bestückt sind und schicke Selfies mit Bokeh-Effekt erlauben. Videos zeichnet die Frontkamera maximal in Full HD auf. Zusätzlich erfüllt die Dual-Cam noch einen weiteren Zweck: HTC nutzt beide Module, um vom Kopf des Nutzers ein 3D-Bild zu erfassen, das wiederum die Entsperrung des Geräts durch Gesichtserkennung zulässt. Laut Herstellerangaben ist diese Methode sicherer als die zweidimensionale Gesichtserkennung, die aktuell bei vielen anderen Geräten des Android-Lagers zu finden ist.

Interessant sind außerdem die Bedienelemente des Smartphones. HTC verzichtet zum einen auf der Frontseite komplett auf Hardware-Tasten und verwendet an der Seite zum anderen keine gewöhnliche Lautstärkewippe und und auch keinen gewöhnlichen An/Aus-Kopf. Vielmehr handelt es sich bei diesen Bauteilen um Sensortasten, die auf Druck reagieren und mit haptischem Feedback bestätigen.

Android Oreo und Edge Sense 2
Software-seitig liefert HTC zunächst einmal gewohnte Kost mit dem neuen U12+. Als Betriebssystem kommt Android 8.0 Oreo mit der HTC Sense Oberfläche zum Einsatz. Verbessert hat HTC aber die Edge Sense Funktionen. Edge Sense 2 erlaubt nun durch doppelten Fingertipp entweder auf die linke oder rechte Seite des Gehäuses die Aktivierung des sogenannten Edge Launchers (Standardeinstellung). Dieser ist jederzeit aufrufbar, legt sich als Overlay über jegliche Bildschirminhalte und bietet Schnellzugriff auf Apps oder verschiedene Features. Alternativ können Nutzer aber auch ganz nach individuellen Präferenzen Aktionen festlegen, die durch Doppeltippen auf den Gehäuserahmen ausgelöst werden sollen. Ein netter Zusatzeffekt, den die Sensoren im Rahmen des U12+ haben, ist, dass das Smartphone erkennt, ob die Bildschirmausrichtung vom Nutzer durch Umgreifen von vertikal auf horizontal geändert wird oder aber der Nutzer das Gerät nur in einem anderer Neigungswinkel hält (etwa beim Lesen einer Webseite im Liegen). Im zweiten Fall sperrt das System die automatische Drehung des Bildschirms.

Verfügbarkeit und Preis
Das HTC U12+ wird laut Hersteller Mitte Juni 2018 in den drei genannten Farbvarianten auf dem deutschen Markt erhältlich sein und eine Preisempfehlung von 799 Euro tragen. HTC betont im Übrigen, dass es kein U12 oder sonstige Abwandlungen des heute gezeigten Smartphones geben soll. Das U12+ stellt also tatsächlich ohne Einschränkung oder Fußnote das HTC-Flaggschiff für den weiteren Verlauf dieses Jahres dar.