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HTC Smartphones in der Krise: Kein Einsteiger-Modell in 2017 (Bild 1 von 1)Bildquelle: HTC
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U Play und Ultra: Die ersten beiden von HTCs insgesamt sieben geplanten neuen Smartphone-Modellen des Jahres 2017 werden Ende Februar in den Handel kommen.

Das taiwanische Unternehmen HTC steckt weiterhin tief in der Krise, was die aktuellen Geschäftszahlen eindringlich verdeutlichen. Als Reaktion darauf will der für Smartphones und das Virtual-Reality-(VR)-Headset Vive bekannte Hersteller im laufenden Geschäftsjahr anders agieren und sich im Smartphone-Geschäft auf höherpreisige Geräte fokussieren.

Die Abkehr HTCs von günstigeren Smartphones der Einsteiger- und unteren Mittelklasse ist direkt auf das schlechte Geschäftsergebnis im 4. Quartal 2016 sowie über das gesamte Jahr 2016 zurückzuführen. Durch die Konzentration auf Geräte der Oberklasse, die - vorausgesetzt ein gewisser Verkaufserfolg stellt sich ein - höhere Gewinnmargen abwerfen, will der Hersteller möglichst zügig wieder aus den roten Zahlen kommen. Ganz konkret plant HTC eigenen Angaben nach, in diesem Jahr maximal sieben Smartphones auf den Markt zu bringen. Zwei davon, das HTC U Play und U Ultra, wurden bereits angekündigt.

Die anhaltende finanzielle Misere von HTC drückt sich mit Blick auf das vergangene Jahr folgendermaßen in Zahlen aus: 2016 mussten die Taiwaner einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 121,7 auf 78,2 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet rund 2,39 Milliarden Euro) in den Geschäftsbüchern notieren. Die Höhe des Verlustes wurde mit 10,58 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 323,4 Millionen Euro) ausgewiesen.

Trotz aller Bemühungen und Maßnahmen dürfte es für HTC auch in diesem Jahr sehr schwer werden, Boden auf dem so hart umkämpften Smartphone-Markt gut zu machen. Dem taiwanischen Hersteller setzt insbesondere die immer stärker werdende Konkurrenz aus China, darunter Unternehmen wie Huawei oder Oppo, zu. Etwas kompensieren kann HTC die anstehenden Herausforderungen als Smartphones-Hersteller aber eventuell als Auftragsfertiger, wie bei der Zusammenarbeit mit Google für deren Pixel-Phones gesehen. Außerdem hoffen die Taiwaner natürlich, dass sich die Initiativem im Bereich Virtual Reality letztendlich gewinnbringend auszahlen werden. Über das PC-Headset Vive hinaus, arbeitet HTC laut CNET derzeit an einem VR-Produkt, das mit Smartphones kompatibel ist und Ende 2017 auf den Markt kommen könnte.

Quelle: HTC, Phonescoop, CNET

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