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HTC, LG, Motorola & Samsung: Keine CPU-Drosselung bei älteren Geräten (Bild 1 von 1)Bildquelle: notebookinfo.de
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Apple in der Schusslinie: Anders als Konkurrenten wie Samsung, LG oder HTC reduziert der iPhone-Hersteller die Leistung bei Modellen mit altersschwachem Akku, um die Geräte vor Fehlfunktionen zu schützen.

Als Reaktion auf Apples Eingeständnis, bei älteren iPhones mit schwächelndem Akku die maximale Prozessorleistung zu reduzieren, um die Geräte so mitunter vor unerwartetem Abschalten zu schützen, empörten sich Nutzer weltweit lautstark im Netz. Außerdem stellten sich viele die Frage, wie andere Hersteller denn das Problem altersschwacher Batterien bei ihren Smartphones angehen. Inzwischen gibt es offizielle Stellungnahmen von HTC, LG, Motorola und Samsung zu dem Thema.

LG und Samsung machten ihr jeweiliges Statement gegenüber der Webseite PhoneArena, HTC und Motorola hingegen jeweils gegenüber The Verge. Bei allen vier Unternehmen fällt die zentrale Aussage identisch aus: Keiner der Hersteller nimmt durch Software-Anpassungen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit seiner Geräte, auch dann nicht, wenn der Akku bereits zahlreiche Ladezyklen überstehen musste.

Die Angaben von HTC und Motorola beschränken sich darauf, deutlich zu machen, dass keinerlei Performance-Regulierungen an Geräten vorgenommen würden. Ein LG-Sprecher stellte darüber hinaus klar, dass man solche Regulierungen niemals auch nur in Erwägung ziehen würde, da es dem Unternehmen sehr wichtig sei, was Kunden denken. Samsung schließlich gab das längste Statement zu dem Thema ab. Ein Verantwortlicher der Südkoreaner führten dabei an, dass die Produktqualität seit jeher oberste Priorität für Samsung Mobile habe. Die Lebensdauer eines Akkus beispielsweise werde durch mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen verlängert, zu denen unter anderem Software- Algorithmen gehörten, die die Stärke des Ladestroms sowie die Ladedauer einer Batterie überwachen und regulieren können. Die CPU-Performance werde jedoch über den Lebenszyklus eines Smartphones hinweg niemals durch Software-Updates reduziert.

Die Hersteller Google und Sony wurden ebenfalls von den beiden Publikationen um ein Statement zu dem Thema gebeten, haben sich bislang aber noch nicht konkret dazu geäußert.

Apple sieht sich in Folge des Bekanntwerdens seines Vorgehens bei älteren iPhones mittlerweile mit zahlreichen Verbraucherklagen konfrontiert. Das Unternehmen versucht nun, Kunden durch eine vergünstigte Akku-Tausch-Aktion zu besänftigen, und Anfang 2018 wird es außerdem ein iOS-Update geben, das Nutzer genauer über den Zustand des Akkus eines iOS-Geräts informieren soll. An der grundlegenden Vorgehensweise, bei iPhones mit altersschwachem Akku die Performance in bestimmten Anwendungsszenarios aus Sicherheitsgründen zu reduzieren, will Apple jedoch festhalten.

Quelle: The Verge, PhoneArena

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