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Google stoppt Auswertung privater Gmail-Postfächer für Werbezwecke (Bild 1 von 1)Bildquelle: Google
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Gmail: In den iOS- und Android-Apps sowie im Web-Client seines Dienstes wird Google später in diesem Jahr zwar weiterhin Werbung einblenden, diese jedoch nicht mehr direkt auf E-Mail-Inhalten basieren.

In einer durchaus als Überraschung zu beschreibenden Wendung hat Google angekündigt, künftig darauf zu verzichten, die Gmail-Postfächer von Privatkunden nach Inhalten zu scannen, um dann entsprechend personalisierte Werbung zu schalten. Diese für den Internetkonzern, dessen gesamtes Geschäftsmodell nach wie vor so sehr auf Werbeeinnahmen basiert, bemerkenswerte Entscheidung soll später in diesem Jahr in die Tat umgesetzt werden.

Google sieht bei Geschäftskunden beziehungsweise Unternehmen, die für die G Suite Dienste bezahlen, seit jeher von der Auswertung von Gmail-Konten ab. Bei Privatnutzern werden allerdings bislang Postfächer regelmäßig durchforstet, um innerhalb Gmails (Mobile-Apps oder Web-Client) gezielte Werbeeinblendungen schalten zu können. Darüber hinaus werden die so erfassten Informationen verwendet, um zusammen mit anderen von den Nutzern über die diversen Google-Dienste bereitwillig zur Verfügung gestellten Daten umfassende Werbeprofile für jeden einzelnen zu erstellen.

Google wird selbstverständlich auch nach Umsetzung des überraschenden Beschlusses nicht aufhören, in Gmail Werbung anzuzeigen. Diese basiert dann aber eben nicht mehr auf den aus E-Mails herausgefilterten Informationen. Es ist davon abgesehen zudem gar nicht mal so abwegig, zu vermuten, dass Google ohnehin bereits so viele Informationen über seine Nutzer gesammelt hat, dass es die Scans von Privat-E-Mails gar nicht mehr benötigt, um wo auch immer personalisierte Werbung schalten zu können.

Letzteres sagt Google aber freilich keineswegs so öffentlich. Vielmehr ist die offizielle Begründung für die beschriebene Entscheidung des Unternehmens, dass Gmail für Privatnutzer und Gmail als Teil der kostenpflichtigen G Suite deutlich angeglichen werden sollen, und es daher keine so grundlegenden Unterschiede mehr zwischen den beiden Angeboten geben werde.

Quelle: Google

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