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Google I/O 2017: Google Assistant wird schlauer und kommt für iOS (Bild 1 von 1)Bildquelle: Google
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Siri-Schreck: Google bringt seinen Assistant in Form einer eigenständigen App erstmals auch auf Apples iPhone, kann dort aber freilich nicht die Systemintegration von Siri bieten.

Google hat im Rahmen der heutigen I/O Keynote Neuigkeiten zu seinem virtuellen Helfer Googles Assistant verraten. Laut offiziellen Angaben läuft die von einer künstlichen Intelligenz angetriebene Software inzwischen auf 100 Millionen Geräten. Geht es nach dem Internetriesen ist dies allerdings nur die Aufwärmrunde. Um in Zukunft noch deutlich mehr Nutzer für den Assistant begeistern zu können, wird ihn Google auf diverse weitere Geräte bringen, wozu auch Apples iPhone gehört.

Der Google Assistant für iOS ist ab sofort als eigenständige App in der US-Ausgabe von Apples App Store verfügbar. Unter anderem deutsche iPhone-Nutzer müssen sich also noch etwas gedulden. Es gibt dafür aber noch andere gute Nachrichten für Technikenthusiasten hierzulande. Google hat nämlich auch angekündigt, dass der Assistant ab Sommer auf Deutsch, Französisch, Japanisch und Portugiesisch (Brasilien) verfügbar sein und sich dann auch durch Tastatureingaben mit Fragen füttern lassen wird.

Eine weitere Verbreitung des Assistant deutlich über die Grenzen des Smartphone-Ökosystems beziehungsweise der eigenen Produkt-Line-up - darunter etwa der Lautsprecher Google Home - hinaus erhofft sich Google durch das passende Software Development Kit (SDK) für den digitalen Helfer. Dieses bietet Herstellern ganz unterschiedlicher Geräteklassen die Möglichkeit, die Funktionalität des Assistant in das eigene Produkt zu integrieren. Das Spektrum reicht hier offenbar von Audiogeräten bis hin zu Kühlschränken und anderen Smart-Home-Lösungen.

Um den Assistant auf jedem Gerät nützlicher und damit interessanter für den Anwender zu machen, spendiert Google der Software auch neue Features. So kann der Assistant demnächst auch Dienste von Drittanbietern steuern respektive mit diesen interagieren. Beispiele dafür sind etwa die Steuerung von Smart-Home-Geräten oder der Zugriff der Software auf einen Bezahldienst.

Ein anderes sehr wichtiges Thema ist, dass der Assistant zunehmend intelligenter wird und dadurch den Kontext von mehr und mehr Inhalten auswerten kann. Während der heutigen Keynote wurde das etwa mit der Translate-App demonstriert. Nach Abruf der Übersetzung für eine bestimmte japanischen Speise wurde der Assistant danach gefragt, wie dieses Gericht aussieht, und zeigte darauf mehrere passende Fotos. Anzumerken ist aber, dass sich Google zeitlich nicht exakt festlegt, wann diese Assistant-Neuerungen für Nutzer weltweit ausgerollt werden.

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