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Alles neu mit Lollipop: Google nimmt viele Veränderungen mit Android 5.0 Lollipop vor.Bildquelle: Google
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Alles neu mit Lollipop: Google nimmt viele Veränderungen mit Android 5.0 Lollipop vor.

Auch wenn es gestern endlich richtig vorgestellt wurde, erfolgt der offizielle Start erst am 3. November mit der Auslieferung des Motorola Nexus 6 und HTC Nexus 9. Als erstes wird die Nexus-Familie versorgt bis einschließlich Nexus 4, Nexus 7 (2012) und Nexus 10, bevor Motorola seine Modelle ab dem ersten Motorola Moto X mit einem Update beglückt. Selbst das Einsteiger-Smartphone Motorola Moto E bekommt die Aktualisierung. Immerhin hat Android 5.0 Lollipop etliche Neuerungen erhalten.

Material Design

Die erste Veränderung ist direkt nach dem Einschalten eines mit Android 5.0 Lollipop ausgerüsteten Gerätes zu sehen. Mit Material Design führt der Google-Konzern eine neue Design-Sprache ein die sich über Smartphones und Tablets hinaus erstreckt. Die Merkmale will Google selbst in seinen Web-Apps einfließen lassen. Was das Material Design allerdings auszeichnet sind einfachere Elemente, mehr Farben und auch mehr sowie flüssigere Animationen im Übergang einzelner Funktionen. Für Entwickler kommt zudem eine dritte Koordinate zum Einsatz, womit Oberflächen dreidimensionaler gestaltet werden können. Die aktuellen Google-Apps im Google Play Store geben bereits einen ersten Ausblick auf die Design-Offensive.

Benachrichtigungen und der Sperrbildschirm

Das System der Benachrichtigungen hat Google etwas überarbeitet. So wird Android 5.0 Lollipop in der Lage sein, Benachrichtigungen aller Art nach ihrer Relevanz sortieren zu können. Das was wichtig ist oder häufiger genutzt wird, landet ganz oben in der Liste. Neu ist das System der Heads-Up Benachrichtigungen, womit einzelne Benachrichtigungen als kleines Fenster über der aktuellen App oder dem gerade betrachteten Inhalt erscheinen. Damit ermöglicht Google die Interaktion mit der jeweiligen App von welcher die Benachrichtigung stammt, ohne das die aktuell genutzte App verlassen werden muss.

Außerdem werden Benachrichtigungen unter Android 5.0 Lollipop auch auf dem Sperrbildschirm selbst aufgelistet, sodass man direkt mit dem Einschalten des Gerätes sieht was los ist. Bisher musste dazu noch zusätzlich die Benachrichtigungsleiste herunter gezogen werden. Das entfällt mit Android 5.0 Lollipop. Mit einer Wischgeste von links nach rechts lässt sich die Telefon-App direkt aufrufen und in entgegengesetzter Richtung die bisher auch die Kamera.

Kamera und Multimedia

Das Nokia Lumia 1020 war das erste Smartphone, das OnePlus One folgte mit Hilfe des jüngsten Updates und mit Android 5.0 Lollipop kann es jedes Smartphone: Fotos im RAW-Format aufnehmen. Dabei handelt es sich quasi um das digitale Negativ eines Fotos, noch bevor die Kamera-Software die Rohdaten in irgendeiner Form bearbeitet hat. Profi-Fotografen können aus solchen Fotos deutlich mehr herausholen als die Software-Automatik. Des Weiteren kann die Kamera nun bis zu 30 Fotos in voller Auflösung pro Sekunde verarbeiten, was insbesondere dem Burst-Modus zugutekommt.

Auf Seiten der Multimedia-Fähigkeiten legt Android 5.0 Lollipop ebenfalls kräftig zuSo unterstützt das Betriebssystem die Grafikschnittstelle OpenGL ES 3.1, was grafisch noch anspruchsvollere Spiele ermöglicht. Weitere Möglichkeiten wie zusätzliche Shader, Tessellation, Geometrie-Shader oder Textur-Kompression ermöglich das für Spiele-Entwickler gedachte Android Extension Pack. Die Unreal 4 Engine wurde bereits für Android 5.0 Lollipop portiert.

Stark überabreitet hat Google zusätzlich das Audio-System von Android, welches mit Lollipop eine noch niedrigere Latenz aufweist. Mit Hilfe des neuen Audiomixer nimmt die Sound-Qualität allgemein zu, sodass eine native Audioausgabe für 5.1 und 7.1 Soundsysteme möglich ist. Zusätzlich können über den USB-Anschluss diverse Audio-Geräte angesprochen und genutzt werden.

Laufzeitumgebung ART und 64-Bit

Mit Android 5.0 Lollipop löst Google die in die Jahre gekommene Laufzeitumgebung Dalvik VM ab. Ab sofort wird ART – Android Runtime – deren Aufgaben übernehmen, womit die allgemeine Performance stark zunimmt. Zudem ist ART komplett zur 64-Bit Hardware-Architektur kompatibel. Apps profitieren von einer schnelleren Ausführbarkeit, einem besseren Ressourcen-Management und im Umkehrschluss das Smartphone oder Tablet von einer längeren Ausdauer.

Multitasking und Multiuser

Optisch aufgebohrt hat Google in Android 5.0 Lollipop das Multitasking. Apps erscheinen nun in Form einer Karteikarte, durch welche sich mit einem Fingerwisch durchblättern lässt. Dadurch verbessert sich unter anderem die Vorschau der jeweiligen App.

Was seit Android 4.2 Jelly Bean ausschließlich Tablets vorbehalten blieb, wird nun auch auf Smartphones ausgedehnt: Mehrere Nutzer an einem Gerät. Android 5.0 Lollipop bringt offiziell die Multiuser-Funktion für alle Android-Geräte.

Quelle: Google Android, Google Blog

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