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  3. Game-Streaming für YouTube: Google kauft Twitch für 1 Milliarde US-Dollar

Ausbau des Angebots: twitch wird Teil von Google und YouTube.Bildquelle: YouTube
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Ausbau des Angebots: Twitch wird Teil von Google und YouTube.

Zwar ist der Deal noch nicht offiziell bekannt gegeben und auch Google sowie Twitch selbst wollen die Gerüchte nicht kommentieren, aber VentureBeat will aus dem Umfeld beider Unternehmen die entsprechenden Informationen erhalten haben. Es steht zwar eine Kaufsumme von 1 Milliarde US-Dollar im Raum – was sich mit früheren Gerüchten deckt – zur genauen Höhe des Deals ist aber nichts Genaues bekannt. Auch wenn Google die finanzielle Seite der Übernahme regelt, wird YouTube als der offizielle Käufer gehandelt.

Wie Google das Streaming-Angebot von Twitch in die YouTube-Plattform integrieren will ist bisher nicht bekannt. Vermutlich wird die Plattform selbst bis auf weiteres koexistieren, was Google beispielsweise mit YouTube auch schon macht. Nach der Übernahme YouTubes im Jahr 2006 ist die Video-Plattform größtenteils selbstständig geblieben, wenn man mal vom Google+ basierenden Kommentarsystem absieht.

Dass sich die Übernahme von Twitch für Google lohnt zeigt der Blick auf die Statistiken der Streaming-Plattform. Hatte Twitch 2011 noch lediglich 3,2 Millionen monatlich aktive Nutzer, so sind es dieses Jahr bereits über 50 Millionen. Tendenz weiter steigend. Davon stellen alleine 1,1 Millionen Mitglieder jeden Monat ihre Spiele-Streams online, was über 13 Milliarden gestreamte Minuten bedeutet. Und noch etwas spricht für die Wichtigkeit der Twitch-Übernahme: Im März war die Video-Plattform für ganze 1,35 Prozent des gesamten Internetverkehrs verantwortlich. Insofern ist die Übernahme von Twitch für Google beziehungsweise YouTube von großer Wichtigkeit, um verlorenen Boden wieder gut zu machen. Ob allerdings der Zusammenschluss dieser beiden führenden Plattformen wirklich von Vorteil für das Netz als solches ist, ist eine gänzlich andere Frage.

Über Twitch bieten zahlreiche Nutzer kostenlos Streams von Videospielen an, welche entweder bei Bedarf abgerufen werden können oder als Livestream bereitgestellt werden. Neben Desktop-Systemen und Konsolen werden auch zunehmend Spiele von mobilen Geräten mit iOS und Android übertragen. Die Konsolen PlayStation 4 und Xbox One unterstützen sogar von haus aus bereits das Streamen zu Twitch.

Quelle: VentureBeat

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