1. Startseite
  2. News
  3. Fluent Design: Microsoft zeigt neue Design-Sprache für Windows & mehr

Fluent Design: Microsoft zeigt neue Design-Sprache für Windows & mehr (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
Fotogalerie (1)
Design-Evolution: Microsoft beschreibt sein neues Fluent Design als ein kühnes, skalierbares System für die Nutzerinteraktion mit künftigen Computing-Erfahrung.

Microsoft hat gestern Abend auf seiner Entwicklerkonferenz Build in Seattle, USA die nächste Hauptversion von Windows 10, das Fall Creators Update, angekündigt. Teil dieses Aktualisierung wird auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche sein, deren Design-Basis Microsoft als „Fluent Design System“ bezeichnet. Mittelfristig soll dieses Fluent- das mit Windows Phone und Windows 8 eingeführte „Metro“-Design ablösen.

Erste Hinweise auf die geplanten visuellen Änderungen für Windows 10 geisterten bereits im Vorfeld der Build unter dem Codenamen „Project Neon“ durchs Netz. Vorneweg muss allerdings gleich konstatiert werden, dass sich das Aussehen von Windows 10 mit dem Fall Creators Update noch nicht allzu drastisch ändern wird. Microsoft will sein neues Fluent Design System nämlich sukzessive einpflegen, in Zukunft weitere Anpassungen vornehmen beziehungsweise auf Nutzer- und Entwickler-Feedback reagieren und die Design-Sprache nach und nach über sämtlichen Plattformen und Projekte hinweg, also von Windows 10 über Mobile-Apps bis zu HoloLens und Mixed Reality, auszurollen.

Das wesentliche Grundprinzip hinter dem Fluent Design System ist laut Microsoft die Anpassungsfähigkeit diverser Benutzeroberflächenelemente basierend auf der genutzten Plattform und den Anwendereingaben. Das vom Softwareriesen zur neuen Design-Sprache veröffentlichte Konzeptvideo gibt einen ersten Eindruck von den wichtigsten Ideen dahinter und deren visueller Umsetzung.


In dem Video von Microsoft werden fünf Schlagworte genannt, die gewissermaßen die Eckpfeiler bei der Entwicklung des Fluent Design Systems darstellten. Diese lauten „Light“, „Depth", „Motion“, „Material“ und „Scale“.

Light (zu Deutsch: Licht): Einzelne Oberflächenelemente lassen sich beleuchten, um den Nutzer etwa auf anwählbare Schaltflächen hinzuweisen, was besonders in einem Mixed Reality beziehungsweise Virtual Reality Szenario sehr nützlich sein soll. Aber auch unter dem ganz gewöhnlichen Desktop Windows 10 wird es diese durch Illumination erzeugten Hervorhebungen zu sehen geben.
Depth (Tiefe): Microsoft fügt der Benutzeroberfläche Tiefeninformationen hinzu, wodurch sich etwa ein Parallax Effekt für Elemente erzeugen lässt. Das soll ebenfalls insbesondere für Mixed Reality beziehungsweise Virtual Reality Erfahrungen sinnvoll sein, kann aber auch zu hübscheren Animationen beitragen.
Motion (Bewegung): Dieser Aspekt bezieht sich auf alle Animationen der Betriebssystemoberfläche sowie innerhalb von Apps. Microsoft will in diesem Bereich an allen Ecken und Enden kleine und größere Modifikationen vornehmen, um das Nutzererlebnis aufzupeppen.
Material (Material): Oberflächenelemente erhalten neue Texturen, die bestimmten Materialien nachempfunden sind, darunter beispielsweise ein halbtransparenter Glas-Look für einige Apps. Außerdem experimentiert Microsoft hier mit der „Verformbarkeit“ von bestimmten Elementen bei Nutzerinteraktion.
Scale (Skala): Hiermit schließlich ist im Wesentlichen die Skalierbarkeit von Apps für unterschiedliche Plattformen gemeint.

Den offiziellen Angaben nach befindet sich Microsoft mit dem Einpflegen des Fluent Design Systems in die eigenen Plattformen aktuell noch in einem recht frühen Stadium. Zudem will sich das Unternehmen kontinuierlich mit Entwicklern austauschen, um ein besseres Gespür dafür zu bekommen, was bei der Erstellung neuer Apps für verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Formfaktoren und Eingabemöglichkeiten jeweils am besten geeignet ist und was nicht so gut funktioniert.

Für die Desktop-Fassung von Windows 10 bedeutet all das nun erst einmal, dass bei Erscheinen des Fall Creators Updates (aller Voraussicht nach) im kommenden September die Einflüsse des Fluent Design Systems an diversen Stellen und in einigen Microsoft-Apps deutlich erkennbar sein werden. Der kommende Look der Betriebssystemoberfläche wird sich aber nicht radikal von dem bekannten unterscheiden. Für ein stimmiges Gesamtbild wird es zudem wichtig sein, dass auch Apps von Drittanbietern möglichst rasch im Sinne von Microsofts neuer Design-Sprache angepasst werden.

Quelle: Microsoft

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.