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  3. Evolve Notebook Gamecheck - So viel Leistung braucht der Multiplayer-Shooter im Benchmark

In Evolve jagen 4 Menschen ein MonsterBildquelle: Turtle Rock Studios
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Evolve: Vier gegen einen - nur mit Teamplay erfolgreich

Mit Evolve steht der neueste Multiplayer-Shooter von den Turtle Rock Studios in den Läden. Die Entwickler dürften dabei den meisten Spielern durch den Kulttitel Left4Dead bekannt sein. In Evolve geht es allerdings um die Jagd auf ein Monster und nicht um den Überlebenskampf einer Gruppe gegen Unmengen an Zombies.

Die Besonderheit des 4 vs. 1 Multiplayer Titels ist dabei klar das Monster, welches von einem Spieler gesteuert wird. Als Monster muss man dabei nicht nur die vier Jäger bekämpfen, sondern ist auch auf Jagd der Tierwelt aus. Durch das Töten und Fressen entwickelt sich das Monster erst weiter. Dadurch wird das Spielermonster aber nicht nur größer, sondern auch stärker und erhält neue Fertigkeiten.

Im Kampf gegen die von Menschen gesteuerten Jäger kann man als Monster dann auch allerhand fiese Extras zum Einsatz bringen. Dazu zählt etwa die Option die Jäger mit Felsbrocken zu bewerfen, Blitze oder Feueratem einzusetzen oder sich je nach Monstertyp sogar zu teleportieren oder zu tarnen. Während die Jäger dann auf einen Klon einschießen, kann man sich als Monster aus dem Schatten heraus auf die ahnungslose Beute stürzen.

Die vier Jägerklassen sind dabei aber keine wirklich wehrlose Beute. Der Unterstützer kann mit temporären Schilden aushelfen, während der Fallensteller Minen legt oder Harpunen zum Festhalten des Monsters nutzt. Der Schütze kämpft an vorderster Front und der Sanitäter hält sich im Hintergrund, um die eigenen Jäger am Leben zu erhalten. Im Verlauf des Spiels schaltet man neue Monster und Charaktere im Spiel frei und kann sich in insgesamt vier Spielmodi auf 16 Karten austoben. Die Jagd ist dabei der simpelste Modus, hier geht es in erster Linie darum als Monster alle Jäger endgültig zu töten oder aber als Jäger das Monster zu erledigen. In anderen Modi geht es etwa darum primär als Jäger einige vermisste Menschen ausfinden zu machen und diese zu retten.

Wer sich nicht direkt in die Onlinekämpfe wagen möchte, der kann auch im Singleplayer-Modus zuvor einige Missionen mit Bots erledigen. Dabei lernt man die Grundlagen und einzelnen Klassen gut kennen. Eine echte Geschichte beziehungsweise Kampagne bietet Evolve allerdings nicht. Neben dem PC ist Evolve auch für die PlayStation 4 und die Xbox One erhältlich. Wer mit dem Notebook auf Monster- oder Menschenjagd gehen möchte, erfährt in unserem Gamecheck, welche Hardware für welche Settings gebraucht wird.

Obwohl Evolve ein Titel der Nvidia Partnerschaft "How it's meant to be played" ist, finden wir keine Einstellungen für Physx Effekte oder Nvidia Gameworks. Laut geforce.com werden die Gameworks Effekte mit einem kommenden Update ergänzt. Nichts desto trotz sieht Evolve mit der Cry Engine schon jetzt sehr gut aus. Auch wenn die Texturen hier und da Schärfe vermissen lassen, erzeugt Tesselation einen sehr plastischen Eindruck und die abwechslungsreichen Levels und Wettereffekte schaffen eine dichte Atmosphäre. Insgesamt darf man die Stimmung fast schon als gruselig beschreiben. Für unsere Benchmarks haben wir den aktuellen, eigens mit Optimierungen für Evolve ausgestatteten, Nvidia Game Ready Treiber 347.52 verwendet.

Detaileinstellungen und Benchmarkszenario

Niedrig: 1.366 x 768 Pixel, Anti-Aliasing: deaktiviert,Globale Detailstufe: Niedrig
Mittel: 1.600 x 900, Anti-Aliasing: deaktiviert, Globale Detailstufe: Mittel
Sehr hoch: 1.920 x 1.080, Anti-Aliasing: TXAA, Globale Detailstufe: Sehr Hoch

Wir haben uns fünf Leistungsklassen herausgepickt und jeweils 3 Settings gebencht. Im Video sieht man die knapp einminütige Benchmarksequenz aus dem Tutorial mit dem Monster "Goliath". In niedriger Stufe lief das Spiel mit 1.366 x 768 Pixel Auflösung, allen Reglern auf Niedrig und ohne Antialiasing. Für die mittlere Detailstufe haben wir die Auflösung auf 1.600 x 900 Pixel erhöht und die Regler für Shaderdetails, Texturdetails und Schattendetails auf die Stufe Mittel angehoben. Für das höchste Setting haben wir nicht nur die FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel genutzt und alle Regler auf höchster Stufe, sondern zusätzlich Nvidias Kantenglättung TXAA aktiviert (die ein bisschen mehr fordert als die Standard-Glättung SMAA 1TX).

Hier unsere fünf Testkandidaten: (Tabelle wird in den nächsten Tagen erweitert)

- HP Pavilion 15-p114ng
Intel Core i5-4210U, Nvidia Geforce GT 840M, 8GB RAM

- HP Envy 17-k102ng
Intel Core i7-4510U, Nvidia Geforce GTX 850M, 12GB RAM

- Medion Erazer X7613
Intel Core i7-4710HQ, Nvidia Geforce GTX 860M, 16GB RAM

- Medion Erazer X7833
Intel Core i7-4710MQ, Nvidia Geforce GTX 970M, 16GB RAM

- Schenker XMG P505
Intel Core i7-4720HQ, Nvidia Geforce GTX 980M, 16GB RAM

Und hier unsere Ergebnisse im Überlick:

Redaktionsempfehlung und Fazit

Mit dem HP Pavilion 15-p114ng für derzeit teuflische 666 Euro erreichen wir in der niedrigsten unserer Einstellungen keine flüssige Darstellung. Es ist natürlich möglich, die Auflösung für die Nvidia Geforce GT 840M noch weiter zu reduzieren. Auch mit 1.024 x 600 Pixel kratzt man immer wieder an der 25 FPS Marke. Die kleinste Grafikkarte der Nvidia GTX Familie in unserem Test, die Nvidia Geforce GTX 850M erarbeitet sich mit einem großen Sprung zur GT 840M schon eine spielbare mittlere Detailstufe. Auch im HP Envy 17-k102ng arbeitet ein Intel Haswell Stromsparprozessor. Der Intel Core i7-4510U ist zwar etwas schneller als der Core i5-4210U, der drastische Anstieg der Bildwiederholraten lässt jedoch auf eine geringe Abhängigkeit von der Prozessorleistung bei Evolve schließen. Eine sogenannte "Gaming Grade" Grafikkarte sollte es schon sein, nur bei sehr hohen Details und der FullHD-Auflösung geht das HP Envy für 899 Euro in die Knie. Das Medion Erazer X7613 mit Nvidia Geforce GTX 860M kann sich, drückt man ein Auge zu, auch schon sehr hohe Details leisten. Die durchschnittliche Framerate liegt mit 26 FPS im flüssigen Bereich, lässt aber keinerlei Reserven übrig und stürzte auch gelegentlich auf 23 FPS ab. Die Topausstattung des flachen Erazer in unserem Gamecheck liegt bei 1.350 Euro, die Einstiegsvariante für 1.100 Euro liefert aber ähnliche Frameraten.

Die beiden Top-Gamer im Test, das Medion Erazer X7833 mit Nvidia Geforce GTX 970M für 1.529 Euro und das Schenker XMG P505-9EL mit GTX 980M für 2.360 Euro beherrschen die höchsten Einstellungen mühelos. Viele Multiplayer-Spieler setzen sich die 60 FPS Marke als zu erreichende Größe, die Nvidia Geforce GTX 970M bleibt nur sehr knapp drunter. Wer bei den Frameraten etwas nachgiebiger ist, macht sich mit dem Medion Erazer X7833 keine Sorgen. Die UHD Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel ist auch für das Schenker XMG P505 zu fordernd, bei höchsten Details ermitteln wir im Schnitt 21 Bilder pro Sekunde und damit deutlich zu wenig. In diesem Setting haben aber auch die Desktop Karten Nvidia Geforce GTX 980 und die leicht schnellere AMD R9 290X arge Mühe auf oder über 30 FPS zu kommen.

Bleibt festzuhalten, dass schon mindestens eine Nvidia GTX Grafikkarte der 800M Familie im Notebook stecken sollte, eine GT 750M schafft auch niedrige Details. Letztere findet man in Notebooks ab 700 Euro. Auf der sicheren Seite bei mittleren Einstellungen ist man mit der Geforce GTX 860M in Notebooks ab 850 Euro, sehr hohe Details und FullHD verlangen nach Notebooks ab 1400 Euro.

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