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  3. Event: Erste Eindrücke vom ASUS Padfone 2 [Hands On]

Beschreibung
Der taiwanesische Hersteller ASUS ist für innovative Designs und Pionierarbeit bei Formfaktoren bekannt. Die Transformer Pad Reihe beispielsweisesetzt die Kombination von Android Tablets mit Tastaturdocks, um die Funktionalität eines Netbooks zu erreichen. Jonney Shih, Vorsitzender von ASUS, stellte uns in Mailand mit dem Padfone 2 die Fortsetzung eines ähnlichen Hybridgerätes vor. Die erste Generation des Padfone ist gerade eben erst in Deutschland verfügbar, da steht der Nachfolger schon vor der Tür. Das Konzept versucht die Mobilität eines Smartphones mit dem für Heimanwender höheren Komfort des 10,1 Zoll Tablet Formfaktors zu vereinen. Diese sogenannte Padfone Station dient dabei nicht nur als Bildschirm sondern erweitert das 4,7 Zoll Smartphone auch hinsichtlich der Akkuleistung.

Auf den ersten Blick können beide Geräte mit einem klaren und eleganten Design überzeugen.Das Smartphone misst nur 9 Millimeter an seiner dicksten Stelle und ist mit einem Gewicht von 135 Gramm angenehm leicht und handlich. Die Front wird von einem 4,7 Zoll Touchdisplay dominiert. Darunter finden sich die drei Android-Tasten für „Zurück“, „Home“ und die App-Übersicht. Die Metallumrandung an den Seiten erinnert ein wenig an das iPhone 4S von Apple. Da sich das Gerät nach unten hin zuspitzt, ist die Verwechslungsgefahr weitestgehend minimiert. Das Backcover aus Kunststoff trägt zudem mit einer konzentrischen Struktur ganz klar die Designsprache der ASUS Zen Reihe. Die Padfone Station trägt eine Soft-Touch-Beschichtung auf der Rückseite, der hervorstehende vertikale Einschub für das Padfone 2 ist mit einer silbernen Umrandung hervorgehoben. Lamellen an den Seiten verhindern, dass die Smartphone-Einheit aus der Station fällt.

Die Verarbeitung des Smartphones ist sehr gut, das Backcover sitzt sehr fest und die Front ist durch kratzfestes Corning Fit Glass geschützt. Natürlich ist der Einschub der Station passgenau und hält das Smartphone auch wenn man es heftig über Kopf gedreht schüttelt. Auch die Padfone 2 Station kann geringe Spaltmaße vorweisen, durch die geringe Bauhöhe und die Kunststoffrückseite bedingt lässt es sich jedoch ein wenig verwinden. Sämtliche Eingaben laufen über die beiden Touchscreens und die Android-Tasten. Ein Tastaturdock soll sich laut ASUS noch in der Planung befinden. Unsere Gesten werden prompt erkannt und direkt umgesetzt. Die Navigation durch das Google Android 4.0 Ice Cream Sandwich Betriebssystem läuft sehr flüssig.

Die Ausstattung des Padfone 2 kann sich sehen lassen, das Gerät darf sich zu den stärksten und vielfältigsten am Markt zählen. Es können EDGE, GPRS, GSM, HSPA+ und LTE Netze bedient werden, außerdem funkt das Gerät über WLAN a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und NFC. Für den Betrieb wird eine microSIM benötigt. Am Padfone 2 finden sich die Headset Buchse oben in der Mitte und ein Docking Port an der Unterseite. Geladen und verbunden werden kann das Padfone 2 auch über microUSB und die Bildausgabe über MHL wird ebenso unterstützt. An der Rückseite wurde eine 13 Megapixelkamera und der dazugehörige LED-Blitz platziert. Die Bildqualität ist sehr gut, Videos können in FullHD bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Bei der HD Auflösung von 1.280 x 720 Pixel sind sogar 60 Bilder pro Sekunde für Zeitlupenaufnahmen möglich. Bei 6 Bildern pro Sekunde können bis zu 100 Fotos in Serie geschossen werden, auch während der Videoaufnahme. Die Frontkamera für Videochats verwendet eine Auflösung von 1,2 Megapixel. Neben A-GPS wurden ein Lage-, Näherungs-, Umgebungslicht und Beschleunigungssensor verbaut, auch ein digitaler Kompass ist an Bord. Das Padfone 2 wird es mit 16, 32 oder 64 GB internem Speicher und in einer weißen sowie schwarzen Farbvariante geben.

Auf dem Prüfstand

Unter der Haube arbeitet ein leistungsstarker Snapdragon S4 Quad-Core Prozessor mit 1,5 GHz Takt und 2 GB Arbeitsspeicher, der auch fordernde Aufgaben in Rekordzeit bewältigen sollte. Um die Grafik kümmert sich eine Adreno 320 Grafikeinheit. Wird das Smartphone während der FullHD Videowiedergabein die ASUS Padfone 2 Station geschoben, so springt das Bild fast übergangslos auf den 10,1 Zoll Bildschirm über. Sämtliche Hardware sitzt im Smartphoneteil, ohne den das Tablet nicht genutzt werden kann. Genaue Benchmarks konnten wir noch nicht durchführen. Wir erwarten uns aber sehr viel von dem SoC aus dem Hause Qualcomm.

ASUS gibt für das 4,7 Zoll Super IPS+ Display im Smartphone eine Helligkeit von 550 Candela pro Quadratmeter an und dürfte nach unserer Einschätzung nah an diesen Wert herankommen. Damit ist die Lesbarkeit von Inhalten auch bei hoher Umgebungshelligkeit noch gegeben. Bei einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel erscheint das Bild sehr scharf, kontrastreich und mit kräftigen Farben. Das 10,1Display der Padfone 2 Station mit der Auflösung von 1.280 x 800 Pixel schwächelt ein wenig in Sachen Helligkeit. Speziell das spiegelnde Corning Fit Glass mit seiner Anti-Fingerabdrucksbeschichtung reflektiert sehr stark und fühlt sich deswegen in Innenräumen wohler. Dank IPS-Technologie bieten beide Displays enorme Blickwinkel von annähernd 180 Grad. Auf dem lauten Presse-Event fiel uns die Einschätzung des SonicMaster Soundsystems sehr schwer, das Smartphone selber dürfte sich nicht weit über dem Durchschnitt bewegen. In der Station gedockt, steht natürlich mehr Resonanzraum und ein entsprechend kräftigerer Klang zur Verfügung.

Bei der Vorstellung lief das ASUS Padfone 2 zwar noch mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich, bis November soll jedoch ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean erfolgen. Softwareseitig legt der Hersteller mit dem Quick Translation Tool für Direktübersetzung markierter Begriffe und dem ASUS Super Note Office Programm noch mehr drauf. Das Padfone 2 ist mit einem 2.140 mAh Akku ausgerüstet, in der Station sitzen noch einmal zusätzliche 5.000 mAh. Das Smartphone allein schafft damit laut Hersteller 16 Stunden Gesprächszeit im 3G Netz und zwei Wochen Stand-By. Das Dock verdreifacht diese Werte.

Fazit
Hinsichtlich der Performance ist das ASUS Padfone 2 absolute Spitzenklasse, sowohl im Smartphone- als auch im Tablet-Bereich. Das Telefon ist äußerst schick, elegant und haptisch ansprechend. Zusammen mit der Station wiegt es lediglich 649 Gramm und eignet sich damit als idealer mobiler Begleiter. Die Helligkeit des Tablets hätte höher ausfallen können und das fehlende Tastaturdock beschneidet die Kombination im Funktionsumfang, wie wir ihn bei den Transformer Pads sehr schätzen. Der erste Eindruck des mit 799 bis 899 Euro recht preisintensiven Padfone 2 fällt trotzdem sehr positiv aus. Wir sind gespannt auf das kommende Testgerät.

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