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  3. Energietechnik: In Zukunft Notebooks ohne Akkus

Noch ist es nur ein EU-Forschungsprojekt, doch im Erfolgsfall könnte es die Speichertechnik revolutionieren. Am Imperial College London (ICL) in London entwickelt man zurzeit mit einem Budget von knapp vier Millionen Euro neue Energiespeicher. Ziel ist es in erster Linie, neue und bessere Stromspeicher für die Automobilindustrie zu entwickeln. Als Abfallprodukt könnten nebenbei aber alle technischen Geräte, die mit einem Akku arbeiten, davon profitieren.

Die Forscher versuchen, den klassischen Akku zu verbannen und stattdessen die Energie in den Gehäuseteilen zu speichern. Beim Auto kämen dafür etwa das Dach oder die Motorhaube in Frage, bei Note- oder Netbooks der Gehäusedeckel.

Der Weg zum Ziel soll eine spezielle Verbindung von Karbonfasern und Polymerharz sein. Erste Versuche mit den Stoffen seien laut Projektkoordinatorin Dr. Emile Greenhalgh sehr vielversprechend.

Die neue Speichertechnik würde die Geräte nicht nur leichter, sondern auch dünner machen. So seien etwa Handys denkbar, die nicht dicker als eine Kreditkarte sind.

Weitere Vorteile sind, dass die Speicher schneller aufladbar wären, da dabei kein chemischer Prozess ablaufe. Zudem soll es im Laufe der Zeit nicht zu Kapazitätsverlusten kommen.

Bis die Technik marktreif ist, werden noch einige Jahre verstreichen. Greenhalgh schätzt, dass nach dreijähriger Projektzeit noch weitere drei bis fünf Jahre Arbeit nötig sind.

Quelle: Imperial College London

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