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ZTE Blade C341 Einschätzung – Einsteiger-Smartphone aus dem letzten Jahrzehnt

ZTE ist mit seinen Preis-Leistungs-Hammern mittlerweile auch in Europa bekannt. Leider sind nach wie vor nicht alle ZTE Smartphones hier erhältlich. Das ZTE Blade C341 hingegen ist frei verkäuflich und lockt mit einem Kampfpreis von unter 60 Euro. Doch wie viel Smartphone kann man für diesen Preis erwarten? Die Antwort: Nicht viel

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ZTE Blade C341 Schwarz

Das ZTE Blade C341 ist ein kompaktes 4-Zoll-Smartphone, das man bereits für um die 50 Euro erwerben kann. Folglich kann man keine Premium-Haptik erwarten: Das ZTE Blade C341 hat ein einfaches Kunststoffgehäuse. Durch den breiten Display-Rahmen und das relativ dicke Gehäuse wirkt das ZTE Blade C341trotz seiner geringen Größe etwas klobig im Vergleich zu aktuellen Smartphones und damit etwas antiquiert. Es gibt einen zweiten SIM-Slot, der 1.400-mAh-Akku hingegen ist fest verbaut, was keine hohen Erwartungen an die Langlebigkeit des Smartphones aufkommen lässt. Der Bildschirm löst auf seinen glatt vier Zoll Diagonale mit 800 x 480 Bildpunkten auf. Die Pixeldichte liegt bei mageren 233 Pixeln pro Inch, was wenig ist im Vergleich zu den meisten aktuellen Smartphones, aber immer noch ein höherer Wert als bei den meisten Notebooks, einschließlich solchen mit Full-HD-Panel. Umfangreiche Webseiten lassen sich auf dem recht dunklen Display nur mit Mühe betrachten, zum Verschicken von Whatsapp-Nachrichten und für E-Mails reicht es jedoch. Das TN-Panel ist blickwinkelinstabil, so dass bei seitlicher Betrachtung Farbverfälschungen auftreten. Der niedrige Kontrast hinterlässt ebenfalls keinen allzu guten Eindruck.

Angetrieben wird das ZTE Blade C341 von einem Quad-Core-Prozessor, was an sich schon eine gute Neuigkeit angesichts des niedrigen Preises ist. Die vier Cortex-A7-Kerne werden mit einer Taktfrequenz von 1,3 GHz betrieben. Das langt im Alltag für einen halbwegs flüssigen Betrieb bei laufenden Apps. Durch den 512 MB kleinen Arbeitsspeicher kommt es besonders bei mehreren gleichzeitig geöffneten Apps zu Rucklern und Hängern, zudem ist das Betriebssystem ständig gezwungen, im Hintergrund laufende Anwendungen einfach zu schließen, was etwa beim Browser bedeutet, dass die Webseite komplett neu geladen werden muss. Für Spiele ist das ZTE Blade C341 kaum zu gebrauchen, wenn man mal von Klassikern wie Sudoku und Co. absieht. Das liegt an dem mittlerweile zig Jahre alten ARM Mali-400 MP2 Grafikchip, der mit aktuellen Spielen schlicht und ergreifend überfordert ist.

Das ZTE Blade C341 verfügt über zwei Kameras. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit fünf Megapixeln auf und bietet einen LED-Blitz, aber keinen Autofokus. Bilder sind recht detailarm, besonders bei wenig Licht sind gelungene Fotos eher die Ausnahme als die Regel. Für Schnappschüsse, besonders bei Tageslicht, ist die Kamera aber durchaus zu gebrauchen. Die Selfie-Cam an der Vorderseite löst mit zwei Megapixeln auf. Wer mehr als nur ein paar Fotos knipsen möchte, sollte aber schnell an die Anschaffung einer MicroSD-Karte denken. Denn der interne Speicherplatz ist mit vier Gigabyte stark beschränkt. Dem Nutzer steht davon zudem nur ein sehr kleiner Anteil zur Verfügung, weil vorinstallierte Apps und das Betriebssystem einen Großteil des Speichers aufzehren. Zwar ist der Speiche rum bis zu 32 Gigabyte erweiterbar, doch lassen sich längst nicht alle Apps auf SD Karte verschieben, erst recht nicht bei einer alten Version von Google Android wie der von Wiko verwendeten Version 4.4 alias KitKat. LTE unterstützt das ZTE Blade C341 nicht. Im Internet ist man also maximal nach HPSA+-Standard oder alternativ per WLAN unterwegs. Die Tatsache, dass das ZTE Blade C341 noch mit dem Bluetooth Standard 2.1 arbeitet ist ein Armutszeugnis und lässt weitere Zweifel an der verwendeten Hardware aufkommen.

Das ZTE hat zweifellos attraktive Smartphones im Produktportfolio, doch das ZTE Blade C341 gehört nicht unbedingt dazu. Wer nicht unbedingt Geld sparen will und ein 60-Euro-Android-Smartphone sein Eigen nennen möchte, den sollten die niedrige Auflösung, der fest verbaute Akku mit seiner geringen Kapazität oder der Uralt-Prozessor mit noch älterem Bluetooth-Standard abschrecken. Nicht zuletzt kommt der kleine Speicher dazu, so dass das ZTE Blade C341 nicht einmal so recht als MP3-Player-Ersatz taugen will.

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