1. Startseite
  2. News
  3. Wiko Sunset 2 Einschätzung – Preiswerter Einsteiger-Androide mit Rotstift-Ausstattung

Wiko Sunset 2 Einschätzung – Preiswerter Einsteiger-Androide mit Rotstift-Ausstattung

Das Wiko Sunset 2 startet im Preisvergleich schon bei etwa 70 Euro und ist damit eines der günstigsten Android-Smartphones überhaupt. Entsprechend eignet sich das Wiko Sunset 2 vor allem für Einsteiger und als Zweit-Handy, denn es bietet alles in allem eine spartanische Ausstattung und ein Leistungsniveau anno 2010.

Wiko Sunset 2 Einschätzung – Preiswerter Einsteiger-Androide mit Rotstift-AusstattungNotebookinfo.de

Wiko Sunset 2 Dual-SIM 8GB Weiß

Beim Wiko Sunset 2 fällt sofort das relativ klobige Design ins Auge, insbesondere der relativ breite Rahmen um das Display sowie die recht dicke Bauweise. Aufgrund der Verwendung von Plastik als Ausgangsmaterial für das Gehäuse ist das Gewicht mit 121 Gramm jedoch sehr gering. Das liegt allerdings auch am relativ kleinen Bildschirm, der mit einer Diagonale von 4 Zoll etwa ein Zoll kleiner ist, als die meisten aktuellen Smartphone-Bildschirme. Die Lautstärketasten befinden sich auf der linken Seite, unterhalb des Displays gibt es drei Sensor-Tasten zur grundlegenden Steuerung des Smartphones. Die Kamera auf der Rückseite wird von einem LED-Blitz begleitet, was in dieser Preisklasse ziemlich selten ist. Das Wiko Sunset 2 verwendet das Mini-SIM-Format und bietet mit einem zweiten SIM-Slot die Möglichkeit, eine weitere SIM-Karte einzusetzen, wodurch die Vorteile mehrerer Mobilfunkanbieter genutzt werden können bzw. Kontakte bestimmten Nummern zugewiesen werden können. Der Bildschirm löst mit 800 x 480 Bildpunkten auf und besitzt damit eine geringere Pixeldichte als die allermeisten anderen Android-Smartphones, was sicher auch dem niedrig angesetzten Preis geschuldet ist. Bei genauem Hinsehen lassen sich einzelne Pixel erkennen, und besonders bei nicht für Smartphones optimierten Webseiten geht die Übersicht schnell verloren. Auch Farbraum und Blickwinkelstabilität fallen unterdurchschnittlich aus.

Als Hardware-Grundausstattung kommt beim Wiko Sunset 2 ein Dual-Core-ARM-Prozessor von anno dazumal zum Einsatz, der auf der Technik des Arm Cortex-A7 basiert, welcher bei schnelleren Chips häufig als sparsamer Begleit-Prozessor eingesetzt wird. Wegen des Prozessors, nicht zuletzt aber auch wegen des mit 512 MB extrem kleinen Arbeitsspeichers fällt die Performance des Wiko Sunset 2 selbst bei einfachen Aufgaben mehr als dürftig aus. Wie schlecht selbst Wiko die Gesamtperformance seines Einsteiger-Smartphones einschätzt, sieht man unter anderem an der Spezifikation der Kamera. Die kann zwar Videos in 720p-Auflösung aufzeichnen, allerdings lediglich mit Diashow-artigen 9 Bildern pro Sekunde. Besonders beim Multitasking mit vielen geöffneten Apps macht sich die niedrige Leistung des Wiko Sunset 2 bemerkbar. Zu viele Apps sollte man aber auch nicht installieren, da der acht Gigabyte kleine Flash-Speicher dann schnell erschöpft ist. Abhilfe schafft ein MicroSD-Slot, der eine Erweiterung des Speichers um beachtliche 64 Gigabyte erlaubt. Ebenfalls wenig Kapazität bietet der Akku, de rmit 1.300 mAh schnell erschöpft ist, so dass trotz der niedrigen Display-Auflösung und der langsamen Hardware keine all zu lange Akkulaufzeit zu erwarten ist.

Das Wiko Sunset 2 unterstützt kein LTE, aber den Netzstandard HSPA+. Damit sind beim Wiko Sunset 2 Übertragungsraten von bis zu 21 Mbit/s möglich. Zur Navigation steht lediglich A-GPS zur Verfügung, insgesamt wurde die Navigationsleistung des Smartphones von der österreichischen Zeitschrift Konsument als wenig zufriedenstellend bezeichnet. Auch die Kamera, die zwar einen LED-Blitz, aber keinen Autofokus besitzt, taugt allenfalls zu Schnappschüssen. Auch die Auflösung von zwei Megapixeln liegt deutlich unter dem, was selbst günstige Smartphones heutzutage zu bieten haben. Ähnliches gilt für die Selfie-Cam mit 1,3 Megapixeln, die jedoch keinen zusätzlichen LED-Blitz mitbringt.Das Wiko Sunset 2 unterstützt WLAN und Bluetooth. Als Betriebssystem kommt das mittlerweile alles andere als taufrische Google Android 4.4 alias KitKat zum Einsatz.

Das Wiko Sunset 2 scheint aus einer anderen Zeit zu stammen. Sowohl Hardware als auch die sonstigen Spezifikationen, womit insbesondere das Display und die Kamera gemeint sind, liegen so weit unter dem aktuellen Standard selbst günstiger Smartphones, dass das Wiko Sunset 2 trotz seines absolut niedrigen Kaufpreises kaum zu empfehlen ist. Für nur ein paar Euro mehr erhält man locker schon ein besser auflösendes Display, LTE-Fähigkeit oder einen Quad-Core-Prozessor.

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.