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Lenovo ThinkPad Yoga 460 Einschätzung - Teures Riesen-Convertible mit 360-Grad-Scharnier

Wie bei der Yoga-Serie üblich, handelt es sich auch beim Lenovo ThinkPad Yoga 460 um ein Convertible mit um 360° drehbarem Bildschirm. Mit einem Gewicht von 1,8 Kilogramm und einem relativ mächtigen Gehäuse ist die Eignung des Lenovo ThinkPad Yoga 460 als Tablet aber zumindest fraglich.

Lenovo ThinkPad Yoga 460 Einschätzung - Teures Riesen-Convertible mit 360-Grad-ScharnierNotebookinfo.de

Lenovo ThinkPad Yoga 460 20EM001AGE Silber

Das Lenovo ThinkPad Yoga 460 ist mit seinem 14-Zoll-Display eines der größten Convertibles und setzt, wie bei der Yoga-Serie üblich, nicht auf eine abnehmbare Display-Einheit, sondern verwendet stattdessen ein 360°-Scharnier, mit dem sich das Display komplett nach hinten klappen lässt und das Lenovo ThinkPad Yoga 460 so als Tablet nutzbar ist. Ob das Spaß macht, muss bei einem Gewicht von 1,8 Kilogramm jeder für sich selbst entscheiden. Der Bildschirm hingegen überzeugt mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Theoretisch ist das Lenovo ThinkPad Yoga 460 allerdings auch mit QHD-Panel erhältlich. An den Seiten des Convertibles befinden sich zahlreiche Anschlüsse, mit denen das Convertible um externe Peripherie erweitert werden kann. Eingaben nimmt die Chiclet-Tastatur entgegen, zusätzlich gibt es einen Stylus, mit dem Eingaben direkt über den Touchscreen vorgenommen werden können.Alternativ lässt sich der Touchscreen auch mit den Fingern bedienen, allerdings verunzieren dann zahlreiche Fingerabdrücke bereits nach kurzer Zeit den Bildschirm. Auch einen Docking-Anschluss gibt es.

Das Lenovo ThinkPad Yoga 460 ist alles andere als günstig und will sich auch in Punkto Leistung von anderen Convertibles absetzen. Statt auf Atom-Prozessoren setzt man bei Lenovo auf Intel-Core-i-Prozessoren aus der Skylake-Serie. Modellabhängig kommt dabei entweder ein Core i5 oder ein Core i7 zum Einsatz. Beide Modelle sind mit zwei Kernen ausgestattet, können dank Hyper-Threading aber bis zu vier Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Bei Bedarf können die Prozessoren zudem ihre Taktfrequenz über die Spezifikation hinaus erhöhen, um bei entsprechenden Anwendungen zusätzliche Leistung abrufen zu können. Um die Grafik kümmert sich ein Intel HD Graphics 520 Grafikchip, der DirectX 12 unterstützt und mit sehr wenig Storm auskommt. Allerdings fällt auch die 3D-Leistung sehr niedrig aus. Aktuelle Spiele laufen höchstens bei reduzierter Auflösung und reduzierten Details flüssig. Doch am Wohlsten fühlt sich das Lenovo ThinkPad Yoga 460 im Office- und Multimedia-Betrieb. Mit dem 4-Zellen-Akku erreicht das Convertible eine lange Laufzeit und soll laut Lenovo bis zu zehn Stunden ohne Netzstrom auskommen können. Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von acht Gigabyte und dadurch mehr als genügend Ressourcen auch für speicherhungrige Anwendungen.

Leider fehlt dem Lenovo ThinkPad Yoga 460 eine Mobilfunkeinheit, was angesichts des hohen Preises doch etwas verwunderlich ist. Daten finden bei dem Convertible auf einer SSD Platz, die mit einer Kapazität von bis zu 256 Gigabyte auch genügend Speicherplatz für größere Programme bietet. Der SSD-Speicher arbeitet äußerst flott und beschleunigt den System- und Programmstart deutlich. Ein optisches Laufwerk hingegen gibt es nicht, was auch der kompakten Bauweise des Lenovo ThinkPad Yoga 460 geschuldet ist. Externe Bildschirme lassen sich wahlweise über HDMI oder per Mini DisplayPort anschließen. So lassen sich insgesamt bis zu drei Bildschirme gleichzeitig nutzen, den integrierten mit eingerechnet. Externe Peripherie kann man über insgesamt drei USB 3.0-Anschlüsse betreiben. Ein neuartiger USB 3.1 Typ C Anschluss fehlt dem Lenovo ThinkPad Yoga 460 allerdings. In Sachen Drahtlosstandards bietet das Lenovo ThinkPad Yoga 460 lediglich Standardkost. Nur Bluetooth 4.0 und WLAN werden unterstützt. Eine Speichererweiterung ist nachträglich mittels Kartenlesegerät möglich, welches auch den neueren SDXC-Kartentyp unterstützt.

Mit dem Lenovo ThinkPad Yoga 460 sattelt Lenovo auf die neuen Skylake-Prozessoren um und bietet eine für ein Convertible vergleichsweise hohe Leistungsfähigkeit. Der Bildschirm überzeugt mit hoher Auflösung und großem Farbraum, andererseits zeigt das Lenovo ThinkPad Yoga 460 besonders in Punkto Ausstattung Schwächen, die bei einem Gerät dieser Preisklasse einfach nicht mehr akzeptabel sind. Warum fehlt dem Lenovo ThinkPad Yoga 460 etwa eine Mobilfunkeinheit, oder ein USB Typ C bzw. Thunderbolt-Anschluss, der aus der Oberklasse der Notebooks längst nicht mehr wegzudenken ist? Wer also nicht unbedingt das 360-Grad-Scharnier braucht, findet mit einem gewöhnlichen Ultrabook bei gleichem Preis eine deutlich bessere Ausstattung.

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