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Blackberry Z3 Einschätzung - Günstiges Smartphone mit Licht und Schatten

Das Business-Smartphone Blackberry Z3 könnte als so etwas wie der kleine Bruder des teureren Z30 durchgehen. Die QWERTZ-Tastatur gehört der Vergangenheit an, dafür gibt’s jetzt Touch wie überall sonst. Stattdessen besinnt man sich auf Stärken wie Office-Funktionen, Anruf-Qualität und Batterielaufzeit, während das Z3 in Punkto Performance und Kamera weit im Hintertreffen ist.

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BlackBerry Z3

Das Blackberry Z3 kommt im Barren-Design mit klaren Kanten und Linien. Das eckige Gehäuse ist 9,3 Millimeter dünn und wiegt 164 Gramm. Das geht für ein 5-Zoll-Smartphone durchaus in Ordnung. Die Verarbeitungsqualität fällt dabei hervorragend aus und das Smartphone liegt sehr gut in der Hand. Die Kamera befindet sich an der oberen linken Ecke auf der Rückseite und wird von einem LED-Blitz begleitet. Der Akku ist wie bei vielen aktuellen Smartphones nicht wechselbar. Der Bildschirm mit der Diagonale von 5 Zoll löst mit mickrigen 960 x 540 Bildpunkten auf, was angesichts der relativ großen Bilddiagonale zu einer sehr niedrigen Pixeldichte führt. Bei Webseiten, die nicht für Smartphones optimiert sind, kann da schnell mal die Übersicht flöten gehen. Eingaben nimmt der kapazitive Touchscreen entgegen.

Als Hardware-Basis kommt ein Qualcomm Snapdragon 400 SoC zum Einsatz. Dieser besteht aus einer Prozessoreinheit mit zwei Krait-200-Kernen und einer Taktfrequenz von jeweils 1,2 GHz. Das ist nun wahrlich nicht das Gelbe vom Ei, selbst wenn man das recht hohe Alter des Smartphones bedenkt. Allerdings kommt das BlackBerry OS auch mit weniger Ressourcen aus, als das Android-Betriebssystem von Google. Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von 1,5 GB, was angesichts eben erwähnter Vorteile der Software mehr als ausreichend ist. Um die Grafikberechnungen kümmert sich ein Adreno 305 Grafikchip. Für grafisch anspruchsvolle 3D-Games ist das Blackberry Z3 letztlich mit dieser Ausstattung viel zu langsam. Der Akku mit seiner Kapazität von 2.500 mAh sorgt in der Praxis für eine lange Laufzeit, die problemlos über den Tag reicht. Bei sehr leistungsintensiven Prozessen wie der Wiedergabe von Videos, sinkt die Laufzeit jedoch auf unter fünf Stunden. Der interne Speicher hat eine Kapazität von lediglich acht Gigabyte, lässt sich aber nachträglich mittels MicroSD Karte erweitern. Dadurch sind insgesamt bis zu 40 Gigabyte möglich.

Ein großes Verkaufsargument für das Blackberry Z3 ist der BlackBerry Hub. Es ist der zentrale Ort, an dem sich alle Benachrichtigungen, Nachrichten, Chat-Messages und Anrufe sammeln. Das Verwalten von Kontakten und Social Media wird dadurch noch einfacher. Auch zeigen sich Stärken, die heutzutage in vielen Smartphones fehlen. So eine sehr gute Anruf- und Sound-Qualität.

Die Kamera hingegen verspricht schon auf dem Papier mit fünf Megapixeln nicht wirklich etwas Besonderes. Die Fotos sind dann auch detailarm und vor allem starken Komprimierungseffekten unterworfen. Bei schlechtem Licht tut sich der Autofokus zudem sehr schwer mit dem korrekten Fokussieren. Auch die Videoqualität der in 1.080p aufgenommen Filmchen ist nicht besonders überzeugend. Die LED-Leuchte dafür bietet ein sehr helles Licht, so dass sie als Blitzersatz durchaus zu gebrauchen ist.

Der Tatsache geschuldet, dass das Blackberry Z3 zunächst vor allem für Schwellenländer gedacht war, ist auf den Einsatz von LTE verzichtet werden. Hierzulande dürfte das für viele Geschäftsstunden ein Deal-Breaker sein, auch wenn der zweitschnellste Standard, HSPA+, LTE in Sachen Geschwindigkeit in der Praxis unmerklich hinterherhinkt. Darüber hinaus unterstützt das Blackberry Z3 WLAN und Bluetooth sowie den Kurzstreckenfunk NFC. Ein Mini-HDMI-Anschluss ist den teureren Geschwistern des Blackberry Z3 vorbehalten.

BlackBerry hat nach wie vor seine Stärken, auch wenn diese teils nur in Details liegen. So möchten die wenigsten Blackberry-User die Worterkennung der Schreibsoftware wieder hergeben, oder die vielfältigen Organizing-Möglichkeiten. Doch in heutzutage wichtigen Kerndisziplinen versagt das Blackberry Z3. Das Display löst mit einer enttäuschenden Auflösung auf, der Prozessor ist äußerst langsam unterwegs und auch die Kamera kann keinen Blumentopf gewinnen. So bleibt am Ende dann auch eine Vermutung, wieso der Marktanteil von BlackBerry im einstelligen Prozentbereich liegt.

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