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Dual-Screen-Notebooks: Intel zeigt eigene Referenzdesigns (Bild 1 von 1)Bildquelle: Lenovo
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Yoga Book: Mit der Vorstellung dieses Dual-Screen-Geräts im Herbst 2016 war Lenovo der Zeit ein gutes Stück voraus. Schon bald könnten es aber deutlich mehr solcher Mobil-PCs geben.

Intel ist zwar nach wie vor hauptsächlich als Hersteller von Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks bekannt, hat aber in den vergangenen Jahren verstärkt Interesse an der Entwicklung eigener Geräte - angefangen von Smartglasses über Mini-PCs bis hin zu Drohnen - gezeigt. Diesen Trend führte das US-Unternehmen in dieser Woche fort. Während der Computermesse Computex 2018 demonstrierte Intel Prototypen, die zeigen sollen wie zukünftige Mobilrechner mit zwei Touchscreens, jedoch ohne Hardware-Tastatur aussehen könnten.

Einem Bericht von PC World nach hat Intel zu Demonstrations- und Testzwecken zwei Gräte entwickelt, die beide über Dual-Screens verfügen. Bei dem einen Prototyp kommen aber gewöhnliche, bei dem anderen sogenannte Electronic Paper Displays (EPD) zum Einsatz.

Das Gerät mit den EPDs von Intel sieht vielmehr einem Notizbuch als einem klassischen Notebook ähnlich und bietet ein Displayscharnier, das es erlaubt, die beiden Touchscreens wie ein Buch zusammen- und aufzuklappen.

Der zweite Prototyp trägt den Codenamen „Tiger Rapids“ und sieht dem Lenovo Yoga Book sehr ähnlich. Wird das Gerät aufgeklappt, lässt sich auf einem der regulären Displays eine On-Screen-Tastatur darstellen, um es gewissermaßen wie einen klassischen Laptop nutzen zu können.

Angesichts bestehender Entwicklungen wie dem erwähnten Yoga Book sind die von Intel gezeigten Geräte keine Sensation, aber deren offizielle Demonstration kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Sowohl Microsoft als auch Dell arbeiten Gerüchten nach derzeit an der Fertigstellung eines eigenen Dual-Screen-Mobilgeräts. In beiden Fällen könnte das Endresultat den Intel-Konzepten mehr oder minder stark ähneln. Microsoft und Dell sollen allerdings jeweils auf eine ARM-basierte Prozessorplattform bei ihren Entwicklungen setzen.

Intel hat bereits klargestellt, dass die gezeigten Geräte nicht zu in Serie gefertigten Produkten heranreifen werden. Das Unternehmen teilt die Referenzdesigns vielmehr mit Hardware-Partnern, die dann womöglich recht bald darauf basierende Geräte auf den Markt bringen werden. Asus und Lenovo haben den vorliegenden Informationen nach jedenfalls entsprechende Ambitionen.

Quelle: PC World, The Verge