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  3. Diablo 3: Finale Version im Notebook-Gamecheck [Update]

Über sechs Monate hinweg tröstete man uns mit einer Beta-Phase zu Diablo 3. Ein vergleichsweise kurzer Zeitraum, wenn wir die Entwicklungszeit von über 10 Jahren mit einbeziehen. Seit Dienstag den 15. Mai 2012 steht das Action-Rollenspiel aus dem Hause Blizzard weltweit in den Regalen.

Bereits zum Start überforderte der Ansturm beim Einloggen die Blizzard-Server. Nun können wir anhand von elf aktuellen Notebook-Systemen eine Aussage über die Hardware-Ansprüche treffen und aufzeigen, wie viel Leistung ein mobiler Computer für Diablo 3 benötigt.

Folgende Konfigurationen wurden getestet:


Testszenario & Benchmark-Ergebnisse
Einen automatisierten Benchmark, wie wir ihn zum Beispiel von Batman: Arkham City kennen, stellt Blizzard bei Diablo 3 nicht bereit. Daher haben wir die erste Mission in Neu-Tristram (Akt 1) ausgewählt, bei der verschiedene computergesteuerte Charaktere (NPCs) Monster-Wellen erledigen, ohne dass wir eingreifen müssen. Somit verringern wir eventuell auftretende Abweichungen bei manueller Steuerung. Hierbei messen wir eine 40 Sekunden lange Sequenz. Im weiteren Spielverlauf kann es dazu kommen, dass Flächeneffekte – wie verschiedene Zauber Ihrer Charaktere – zu niedrigeren Frame-Raten führen. Sie sollten also bei folgenden Benchmark-Messungen immer eine Toleranz von +/- 15 Prozent einplanen. Für alle Messungen verwenden wir die bei Notebooks häufig genutzte HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel.

Globale Detail-Einstellungen


Immer noch Probleme mit AMDs „umschaltbarer Grafik“ und Crossfire-Modus?
Die Antwort ist kurz und knapp: Ja! Weiterhin scheinen die so genannten AMD Catalyst Application Profiles (CAPS) für die Crossfire-Nutzung nicht ausgereift zu sein, weshalb unser System mit AMD Trinity Plattform einige Probleme bei der Ansprache beider Grafikeinheiten aufwies. Dies führt aktuell zu starken FPS-Einbrüchen. Bei der Deaktivierung der Crossfire-Funktion steht lediglich die langsamere, integrierte Grafik zur Verfügung, welche das Spiel nur bedingt flüssig wiedergeben kann. Wir raten daher derzeit ab ein System mit Kombination aus AMD Prozessor Grafikeinheit zu kaufen, da passende Treiberanpassungen noch ausstehen.

Wie viel Geld muss ich für ein Notebook ausgeben?
Für ein optimales Spieleerlebnis bei mittleren Detaileinstellungen empfehlen wir einen Intel Core i5 Zweikern-Prozessor und eine Mittelklasse-Grafikkarte. Hier wären die Nvidia Geforce GT 640M oder die AMD Radeon HD 7750M zu nennen. Bei hohen Detaileinstellungen können diese Grafikkarten ebenfalls verwendet werden, der Prozessor sollte allerdings über vier Kerne verfügen. Günstig sind derzeit Systeme mit Intel Core i7-3610QM zu erstehen. Problemlos ist man mit allen High-End-Karten von Nvidia (GTX 6xxM) und AMD (HD 7970M) unterwegs, alle liefern mit 70 bis 110 FPS mehr Leistung als notwendig. Ein gutes Gameplay wird somit schon ab 600 Euro ermöglicht.

Empfehlungen der Redaktion (Stand 18.05.2012)
Erstaunt waren wir über die flüssige Wiedergabe von Diablo 3 auf unserem Ultrabook Acer Aspire Timeline Ultra M3-581TG-52464G52Mnkk, welches mit der Nvidia Geforce GT 640M und einem Intel Core i5-2467M bestückt ist. In Hinsicht auf kommende Intel Ivy Bridge Ultrabooks mit dedizierten Grafikkarten gehört Diablo 3 also zu den lauffähigen Titeln. Eine gute Wahl ist das MSI GE60-i547W7H, welches als erstes Notebook bereits mit Zweikern-Prozessoren der Ivy Bridge Generation ausgestattet wird und für 800 Euro den Besitzer wechselt. Günstiger geht es mit dem Medion Erazer X6815 für 629 Euro oder dem Acer Aspire Ethos 5951G für 648 Euro. Spieler, die über den Tellerrand hinausschauen und auch an Spiele wie Battlefield 3 oder Batman: Arkham City denken, die sind mit dem Schenker XMG P502 oder dem Medion Erazer X6821 am besten beraten.

FAZIT
Blizzards Diablo 3 gehört zu den wohl bedeutendsten Spielen in diesem Jahr. Und dabei fällt der Ressourcen-Hunger äußerst moderat aus. Somit können auch ältere Notebooks mit dem DirectX 9 Spiel umgehen und bei der Neuanschaffung von Hardware kann ebenfalls gespart werden. Ein aktueller Zweikern-Prozessor und eine Mittelklasse-Grafik – egal ob AMD oder Nvidia – reichen aus, um genügend Frames pro Sekunde (FPS) zu erreichen und das Spiel ruckelfrei darzustellen. Story, Grafik, Ressourcen-Schonung – alles spricht für die Anschaffung von Diablo 3. Sparfüchse müssen nicht mehr als 650 Euro in die Hand nehmen, während Enthusiasten bereits mit 800 Euro ein optimales Notebook für Diablo 3 in den Händen halten.

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