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  3. Dell stoppt Verkauf von Android Tablets - legt Fokus auf Windows 2-in-1s

Dell schickt seine Android-Tablets in Rente. Der US-Computerhersteller hat angekündigt Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Android-Slates der Venue-Reihe zu stoppen.Bildquelle: notebookinfo.de
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Venue 8 7000: Dells kompaktes Android-Tablet stellte Anfang 2015 ein echtes Highlight dar, ein nachhaltiger Verkaufserfolg blieb aber aus.

Dell hat bekannt gegeben, nicht länger Android-Tablets entwickeln zu wollen. Zudem wird das US-Unternehmen die Produktion und den Vertrieb der bislang erhältlichen Venue-Modelle im Grunde mit sofortiger Wirkung einstellen. Der Fokus im Tablet-Markt soll mittelfristig voll und ganz auf 2-in-1-Geräte mit Windows-Betriebssystem gelegt werden. Dell will die Entscheidung aber ausdrücklich nicht als endgültige Abkehr von Googles Betriebssystem verstanden wissen. Diesbezüglich hält sich der Hersteller erst einmal alle Optionen offen.

Als Begründung für die Entscheidung zur Abkehr vom Geschäft mit Android-Tablets gibt Dell unter anderem an, der Absatz für klassische „Slates“ sei im vergangenen Quartal laut der Marktforscher von IDC um 21,1 Prozent eingebrochen und zugleich sei aber das Segment für 2-in-1s zum einzig wachsenden im Tablet-Markt avanciert. Das US-Unternehmen führt dies auf mehrere Faktoren zurück: Entscheidende Vorteile hätten 2-in-1s - allen voran natürlich die von Dell selbst entwickelten Modelle wie das XPS 12 (2016) - im direkten Vergleich mit klassischen Tablets in den vier Bereichen Produktivität, Flexibilität, Preis-Leistungsverhältnis sowie Sicherheit und Wartung. Klar ist, dass Dell angesichts dieser Faktoren insbesondere den Enterprise-Markt meint, aber es kristallisiert sich langsam heraus, dass auch so mancher Privatnutzer mehr mit einem Windows 2-in-1 - oder klassischen Notebook - anfangen kann als mit einem Android- oder iOS-Tablet.

Wie Dell gegenüber PC World versicherte, würden Nutzer, die sich in der Vergangenheit eines der Android-Tablets der Venue-Reihe gekauft haben, weiterhin Support direkten vom Hersteller erhalten - zumindest solange wie die aktiven Garantie- oder Service-Verträge laufen. Das Unternehmen stellte aber schon mal klar, dass es keine Android-Updates mehr von Seiten Dells für die Geräte geben wird.

Neben den nun todgeweihten Android-Tablets bietet Dell in der Venue-Familie auch Slates mit Windows-Betriebssystem an. Diese wurden allerdings schon eine ganze Weile nicht mehr aktualisiert und könnten ungeachtet des Betriebssystems ebenfalls bald vor dem Aus stehen. Damit würde das Mobilgeräte-Portfolio des Herstellers dann aus mehreren Notebook- und 2-in-1-Modellreihen mit Windows 10, ein paar wenigen Notebook-Modellen mit Linux (Ubuntu) sowie zwei Chromebook-Varianten mit Chrome OS bestehen.

Quelle: Dell, PC World

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