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  3. Dell: Gewinnrückgang und schlechte Umsatzprognose

Dell hat nach Börsenschluss an der Wall Street die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2012 vorgelegt und wurde von den Anlegern abgestraft. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel fünf Prozent und Dell kündigt für das laufende Quartal deutlich schwächere Umsätze an. Einen Grund sehen die Amerikaner in dem anhaltenden Trend im mobilen Bereich. Viele Neukäufer verschmähen handelsübliche Desktop-Rechner und greifen zu Tablets und Smartphones.

Und diese Entwicklung bekommt Dell zu spüren. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf knapp 764 Millionen US-Dollar. Im Vergleich dazu hat Apple allein im vierten Quartal einen Gewinn von 13,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Für das laufende Quartal dürften die Verkäufe um sieben Prozent abfallen. Analysten hatten bisher mit einem besseren Abschneiden gerechnet.

Besser sieht es hingegen bei Firmenkunden aus. Dell bietet immer mehr Dienstleistungen rund um die Informationstechnik an und das scheint sich auszuzahlen. Der Umsatz wuchs im vierten Quartal um zwei Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar. Laut Gründer und Konzernchef Michael Dell würden die Kunden Dell nicht mehr als reinen PC-Hersteller wahrnehmen, sondern als aufgeschlossenen, großen Computerkonzern. Der Betrieb von Rechenzentren oder die IT-Beratung sind in der Regel profitabler als der Hardwareverkauf.

Für Missmut sorgte das Unternehmen mit schlechten Aussichten auf das kommende Quartal. So soll der Umsatz deutlich schwächer ausfallen als bisher angenommen. Laut Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner rangiert das Unternehmen nun auf Platz 3 in der PC-Branche hinter Hewlett Packard und Lenovo.

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