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  3. Computex 2014: AMD präsentiert neue Details zu den Kaveri Mobile Prozessoren

AMD bringt Kaveri CPUs für den Mobilen Markt.Bildquelle: AMD
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Mehr Leistung, niedrigerer Verbrauch: AMD bringt die Kaveri Prozessoren auch für mobile Endgeräte.

Während der Pressekonferenz auf der Computex wurde erneut klar ersichtlich, dass AMD seinen Fokus zukünftig eher in anderen Bereichen als den klassischen Desktop CPUs sieht. Auch beim Konkurrenten Intel gibt es im Bereich der Prozessoren im Desktop-Bereich nur wenig Fortschritte zu verzeichnen, was auch an mangelnder Konkurrenz durch AMD oder andere Hersteller liegt. Ganz anders sieht es aber bei Prozessoren im mobilen Bereich für Notebooks, Smartphones und Tablet aus. Hier kämpfen diverse Hersteller darum, dass ihre Prozessoren im immer noch wachsenden Markt eingesetzt werden. Neben diesem Aspekt legt AMD zukünftig auch weiterhin vermehrt Wert auf spezielle Einzellösungen, wie etwa die Chips für Server oder Konsolen. Hatten Hersteller wie Nintendo, Sony und Sega früher oftmals auf Eigenentwicklungen gesetzt, finden sich in den aktuellen Modellen von Microsoft und Sony klassische PC nahe Prozessoren und Grafikeinheiten von AMD wieder.

Die Kaveri-Prozessoren von AMD verfügen über maximal 12 Recheneinheiten, davon entfallen maximal 4 Kerne auf die CPU und bis zu 8 auf die GPU der A und FX-Reihe. Die GPU basiert dabei auf der so genannten Graphics Core Next (GCN)-Reihe von AMD und die Prozessoren sind daher mit Radeon Chips von R4 bis R7 ausgestattet. Der kleinste neue Prozessor ist dabei der A6 Pro 7050B mit Radeon R4 Graphics, welcher über 2 CPU-Kerne und 3 GPU-Kerne verfügt und lediglich 1 MB Level 2 Cache mit sich bringt. Der leistungsstärkste neue Prozessor wird vorerst der AMD FX-7600P mit Radeon R7 Graphics werden, welcher über 4 MB L2 Cache und eine CPU mit 4 Kernen und GPU mit 8 Kernen verfügt. Die Taktrate wird hier bei 2,7 GHz liegen und einen TurboBoost von maximal 3,6 GHz mit sich bringen. Zusammen mit diesem Prozessor kann sogar DDR3-2133 Speicher genutzt werden.

Die Unterstützung für eine Bildausgabe bis hin zu Ultra HD (4K) wird ermöglicht, die Mantle API sorgt dabei für bessere Performance in Videospielen, auch der Support für TrueAudio von AMD und die volle HSA-Feature-Pipeline wird erstmals mit den Prozessoren der Kaveri-Reihe angeboten werden. Wer sich stärker für die Mantle API von AMD interessiert, sollte sich den Hintergrundartikel zur Schnittstelle nicht entgehen lassen. HSA steht dabei für Heterogenous System Architecture, was die Aufgabenverteilung zwischen CPU und GPU deutlich verbessern soll. AMD bietet eine detaillierte technische Erklärung von HSA auf seiner offiziellen Webseite mit Entwicklerbackground an.

AMD hat eine Übersichtstabelle veröffentlicht, welche die mobile Prozessorfamilie samt den dazugehörigen Taktraten, Anzahl an Kernen und Stromaufnahme darstellt. Allen Prozessoren gemein ist dabei die Unterstützung der neuesten DirectX-Schnittstelle 11.2, wodurch auch im anspruchsvolleren Bereich für Spiele in der Zukunft noch genügend Leistungsreserven vorhanden sein sollten. Im Jahr 2016 will AMD außerdem unter dem Projektnamen K12 erste eigene ARM Designs veröffentlichen, die sowohl eine 64-Bit als auch x86-Architektur aufweisen werden.

Quelle: AMD

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