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  3. Computex 2012: Erste Eindrücke vom Gigabyte X11 Karbonfaser-Ultrabook

Beschreibung
Kompakt, leicht, hochwertig. Mit diesen Eigenschaften soll das Gigabyte X11 auf der Computex 2012 punkten. Bereits an den ersten Messetagen war die Notebook-Sektion des Herstellerstandes gut gefüllt.

Vor allem das Karbonfaser-Gehäuse fand bei den internationalen Besuchern Anklang. Die dadurch entstehende Wabenstruktur wertet das 11,6-Zoll Ultrabook optisch auf. Haptisch erinnert das Modell eher an ein günstiges Kunststoff-Notebook. Die hohe Stabilität und gleichzeitige Flexibilität des Materials ist jedoch bereits beim ausgestellten Vorseriengerät spürbar. Bei starkem Druck ist zwar ein geringes Knarzen des Gehäuses zu hören, doch Handballenauflage und Tastatur verhalten sich tadellos. Der Deckel des Gigabyte X11 ließ sich in unserem Test geringfügig eindrücken und durch stark angezogene Scharniere nur beidhändig öffnen. Im ersten Moment ist das Gewicht (975g) mit dem eines Tablets vergleichbar. So ist man mit diesem Ultrabook wirklich mobil. Aluminium- und Magnesium-Gehäuse anderer Hersteller liegen deutlich schwerer in der Hand. Lediglich der Lüftungsausgang an der Rückseite und die Scharniere des X11 suggerieren die Verwendung von klassischem Metall, das auch bei diesem Ultrabook im Inneren für eine Stabilisierung sorgt. Mit einer maximalen Bauhöhe von 16,5 Millimetern stimmen beim Gigabyte X11 auch die Abmessungen.

Für die Eingabe stehen ein Chiclet Keyboard mit freistehenden Tasten und ein großes Multitouchpad zur Verfügung. Letzteres beherbergt die Maustasten direkt in der sensitiven Fläche. Sie wird somit vergrößert und minimiert mehrfaches Nachfassen bei längeren Mausmanövern. Die Tastatur bietet einen angenehm kurzen Hub und einen klaren Druckpunkt sowie gutes Feedback. Eine leichte Verkleinerung (95% Größe) der Tasten konnte durch das kompakte 11,6-Zoll Format nicht ausgeschlossen werden. Jedoch konnten wir uns bereits nach wenigen Minuten mit dem Aufbau und der Größe anfreunden. Die Eingewöhnungszeit ist also relativ kurz. Das Layout der Tastatur war, der Computex entsprechend, chinesisch beziehungsweise taiwanesisch. Anstelle der Kontext-Menütaste war eine App-Taste zu finden. Einen wirklichen Zweck erfüllt sie bei den gezeigten Prototypen jedoch nicht. Allgemein waren wir mit den Eingabegeräten des Gigabyte X11 sehr zufrieden und von der für Asien untypisch mattierten Arbeitsumgebung überrascht. Fingerabdrücke im Innenraum des Ultrabooks werden somit minimiert.

Die Anschlussmöglichkeiten des Gigabyte X11 sind überschaubar. Über die linke und rechte Seite verteilen sich USB 3.0 (1x), USB 2.0 (1x), Mini-DisplayPort, MicroSD-Kartenleser und ein 3,5 Millimeter Klinkeanschluss für die Tonübertragung. Kabellos wird über WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0 kommuniziert. Wer ein LAN-Kabel anschließen möchte, muss einen entsprechenden USB-Adapter nachkaufen. Ein optisches Laufwerk ist aufgrund der geringen Bauhöhe nicht vorhanden. Dafür sorgen zwei Lüfter für die Kühlung der Intel-Hardware. Die dazugehörigen Luftauslässe befinden sich an der Rückseite des 11,6-Zoll Ultrabooks. Auf der Computex 2012 in Taipei wurde das Gerät mit einer Windows 7 Home Premium (64-Bit) Version betrieben. Ein Update auf Microsofts kommendes Betriebssystem Windows 8 wird jedoch nicht ausgeschlossen.

Auf dem Prüfstand
Mit der Bezeichnung „Ultrabook“ geht die Wahl der zentralen Recheneinheit (CPU) Hand in Hand. So bietet das Gigabyte X11 verschiedene Konfigurationen mit Intel Core i5 und Core i7 Prozessoren. In unserem Testmodell arbeitet ein Intel Core i7-3667U mit einer Taktfrequenz von 2,0 bis 3,2 GHz und einem maximalen Stromverbrauch von 17 Watt (TDP). Zur Beschleunigung des Ultrabook-Systems steuern vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und eine 128 GB große SSD bei. Letztere kann im Vergleich zu klassischen Festplatten höhere Schreib- und Leseraten sowie kürzere Zugriffszeiten aufweisen und verbessert somit die Boot- und Ladevorgänge des Betriebssystem und verschiedener Programme. Das Hochfahren des Gigabyte X11 dauerte in unserem Fall lediglich 12 Sekunden. Das Haupteinsatzgebiet des Ultrabooks wird beim Surfen im Internet, Bearbeiten von Dokumenten und bei der Wiedergabe von HD-Medien liegen. Die Leistung der integrierten Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit reicht sogar noch aus, um Spiele wie Diablo 3 bei niedrigsten Details flüssig auszuführen.

Trotz mattiertem Ansatz im Innenraum des Gehäuses setzt Gigabyte beim X11 auf ein spiegelndes 11,6-Zoll Display mit einer nativen HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Die Helligkeit kann dafür überzeugen, wir schätzen den Wert auf über 300 Candela pro Quadratmeter. Eine direkte Beleuchtung des Messestandes auf der Computex 2012 konnte dem Bildschirm kaum etwas anhaben. In Sachen Auflösung hätten wir uns jedoch ein HD+ Panel (1.600 x 900 Pixel) besser vorstellen können. Zudem leidet das Gigabyte X11 unter den Schattenseiten der TN-Technik. Die Blickwinkelstabilität ist mit starken Farbinvertierungen in der Vertikalen (ab 10°) und Horizontalen (ab 60°) kein Kaufargument. An dieser Stelle sei noch einmal der Prototyp- bzw. Vorserienstatus des ausgestellten Ultrabooks erwähnt. So können sich die Eigenschaften des Bildschirms bis zur Serienfassung noch stark verändern.

Fazit
Das Gigabyte X11 Ultrabook ist ein perfektes Leichtgewicht und erfüllt den Anspruch an ein Ultrabook derzeit am ehesten. Eine hohe Leistung wird durch die verwendete Intel ULV-Hardware und die 128 GB SSD gewährleistet. Einzig und allein das spiegelnde Display mit TN-Technik und kleinster HD-Auflösung könnte am Ende unter den Kontrapunkten auftauchen. Auf der Computex 2012 in Taipei fanden wir an den ersten Vorserienmodellen des Gigabyte X11 Gefallen. Optik, Leistung und Mobilität sprechen hier einfach eine gute Sprache.

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