1. Startseite
  2. News
  3. Computex 2012: Erste Eindrücke vom Acer Aspire Timeline Ultra M5

Beschreibung
Das Acer Aspire Timeline M5 in den Versionen M5-481T/TG und M5-581T/TG stellt das Ultrabook-Flaggschiff des Herstellers mit dedizierter Nvidia-Grafikkarte dar. Das Design ähnelt geringfügig dem des bereits von uns getesteten Acer Aspire Timeline Ultra M3. Das Aluminium-Gehäuse setzt auf eine Art Unibody-Konzept und enthält nur wenige Kunststoff-Oberflächen. Die Verarbeitung des Vorseriengeräts auf der Computex 2012 in Taipei ist durchschnittlich bis gut. Die Handballenauflage und der Deckel schneiden dabei am besten ab. Die allgemeine Verwindungssteifheit und die Verarbeitung von Tastatur sowie Displayrahmen lassen noch zu wünschen übrig.

Wie beim Aspire Timeline Ultra M3 wird eine Chiclet-Tastatur und ein vergleichsweise großes Multitouchpad mit integrierten Tasten geboten. Hub, Druckpunkt und Feedback schneiden dabei gut ab, obwohl das Tastaturbett deutlich nachfedert. Das ist höchstwahrscheinlich dem rauen Messealltag geschuldet und wird in der Serie nach unseren Erfahrungen nachgebessert. Eine offizielle Bestätigung seitens Acer oder Nvidia gab es dafür vor Ort jedoch nicht.

Anschlusstechnisch wird das Acer Aspire Timeline Ultra M5 auf USB 3.0 (2x), HDMI, Gigabit-Ethernet, HDMI und ein DVD-Laufwerk setzen. Multikartenleser und Verbindungsmöglichkeiten für 3,5 Millimeter Klinke-Peripherie sind ebenfalls vorhanden. Kabellos sollen die 14- und 15,6-Zoll Ultrabooks via WLAN 802.11n und Bluetooth 4.0 kommunizieren. Als Betriebssystem werden Windows 7 Home Premium und Windows 8 vorgeschlagen. Ein Launch-Termin steht noch nicht fest und somit ist die Frage nach dem finalen Betriebssystem noch offen. Schließlich wurde das Aspire M5 bereits auf der CES 2012 und der CeBIT 2012 von Acer beworben.

Auf dem Prüfstand
Mit einem Intel Core i7-3517U Prozessor (1,9 bis 3,0 GHz) und einer dedizierten Nvidia Geforce GT 640M LE gehört das Acer Aspire Timeline Ultra M5 zu den stärksten Ultrabooks auf dem Markt. Diese spezielle LE-Version liegt hinsichtlich der Taktraten, der Leistung und des Stromverbrauchs leicht hinter der klassischen Nvidia Geforce GT 640M. Unterstützt werden die Komponenten von vier Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher und einem schnellen 256 GB Solid State Drive (SSD). Neben dem Surfen im Internet und Bearbeiten von Dokumenten kann das 14,0 (Acer Aspire Timeline Ultra M5-481T/TG) beziehungsweise 15,6-Zoll Ultrabook (Acer Aspire Timeline Ultra M5-581T/TG) nun auch zum Spielen aktueller Gaming-Titel bei mittleren Details oder zur Produktion von HD-Medien genutzt werden. In unseren Gamechecks zu Diablo 3 und Mass Effect 3 konnten wir das Aspire M3 Ultrabook bereits mit Nvidia Geforce GT 640M testen und die Gaming-Tauglichkeit bestätigen. Mit Hilfe der Nvidia Optimus Technik kann die Nvidia-Grafikkarte abgeschaltet werden. In dem Fall arbeitet die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 4000 weiter. Der Vorteil: Die sogenannte Onboard-Grafik spart Strom und verlängert somit die Akkulaufzeit.

Die 14,0 und 15,6 Zoll Bildschirme der Acer Aspire Timeline Ultra M5 Serie besitzen derzeit eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixel (HD). Die glänzende Beschichtung des TN-Panels und die von uns als mittelmäßig deklarierte Ausleuchtung können bei der Nutzung in Außenarealen zu störenden Spiegelungen führen und den Bildschirminhalt unkenntlich machen. Zudem bietet die Konkurrenz bereits Ultrabooks mit HD+ (1.600 x 900 Pixel) oder FullHD Option (1.920 x 1.080 Pixel) an. Als zeitgemäß kann der Bildschirm des Acer Aspire Timeline Ultra M5 also nicht bezeichnet werden.

Fazit
Acer muss sein bereits sechs Monate altes Konzept wohl neu überdenken. Zwar macht das Acer Aspire Timeline Ultra M5 auf der Computex 2012 in Taipei eine gute Figur, zeitgemäß ist das System jedoch nicht mehr. Vor allem das Display leidet unter der geringen HD-Auflösung und der spiegelnden Oberfläche. Das uns gezeigte Vorserien- und Ausstellungsmodell konnte sich in Sachen Verarbeitung zudem nicht aus der Mittelmäßigkeit erheben. Die Ansätze waren auf der CES und CeBIT gut, doch mittlerweile wurde eine neue Ära Ultrabooks eingeläutet, in der die jetzige Fassung des Aspire M5 nur wenig Platz hat. Die gute Leistung der Intel- und Nvidia-Komponenten wollen wir dabei jedoch nicht in Frage stellen.

Kommentare (1)
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.