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CES 2018: Intel stellt Core-Prozessoren mit AMD Radeon Vega M GPU vor (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Core i Prozessor mit Radeon Vega M: Intel stellt mit der Kaby Lake G Serie neue CPUs vor, die dank AMD-GPU sehr flache und dennoch leistungsstarke Notebooks ermöglichen.

Intel und AMD, die beiden langjährigen Rivalen auf dem Markt für x86-Prozessoren, hatten im vergangenen November die PC-Branche mit der Ankündigung geschockt, eine Kooperation für einen neuen Notebook-Prozessor eingegangen zu haben, für den Intels Core-CPU-Kerne mit einer AMD Radeon Grafiklösung in einem Paket vereint werden. Zum Auftakt der CES (Consumer Electronics Show) 2018 haben die beiden Chiphersteller heute nun die ersten konkreten Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit präsentiert: Insgesamt fünf neue Prozessoren vom Typ Intel Core i7 beziehungsweise Core i5, die eine AMD Radeon RX Vega M GPU mitbringen.

Intel Core i 8000 G-Serie
Die Core-i-Chipmodelle mit Radeon Vega M sortiert Intel erwartungsgemäß in seine aktuelle 8. Core Prozessor Generation ein, die bislang aus U-Serie-CPUs für Notebooks mit vier Rechenkernen (Kaby Lake Refresh) sowie einigen Desktop-CPU-Modellen mit sechs Kernen (Coffee Lake) der H-Serie bestand, führt dafür aber extra die neue G-Serie ein. Die offiziellen Bezeichnungen der fünf besonderen Prozessoren lauten somit: Core i7-8809G, i7-8709G, i7-8706G, i7-8705G und i5-8305G.

Intel bestätigte heute auch etwas, das sich im Vorfeld bereits angedeutet hatte: Die neuen G-Serie-Chips verfügen allesamt über einen CPU-Die, der vom Aufbau her den Prozessoren der Kaby Lake H-Serie entspricht, also vier Rechenkerne plus Hyper-Threading-Unterstützung (auch das Core-i5-Modell) bietet. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen den fünf Prozessoren sind daher zum einen die vordefinierte CPU-Taktrate, zum anderen die Art der zusätzlich auf der Trägerplatine sitzenden Radeon-GPU. Über die gesamte aktuelle G-Serie verteilt kommen zwei unterschiedlich leistungsfähige AMD Radeon RX Vega M Grafikeinheiten zum Einsatz, die jeweils über acht PCIe-3.0-Lanes mit der CPU verbunden sind. Die restlichen acht PCIe-3.0-Lanes der CPU können Gerätehersteller zur Anbindung von anderen Systemkomponenten nutzen. Zudem verfügt die gesamte G-Serie über 4 Gigabyte des pfeilschnellen HBM2-Videospeichers, den Intel über eine spezielle Bridge möglichst kosteneffektiv an den AMD-Grafikchip anbindet.

Zwei unterschiedliche Radeon-GPUs
Die beiden Prozessoren Core i7-8809G und i7-8709G sind die Topmodelle von Intels neuer G-Serie und warten mit einer sogenannten Radeon RX Vega M GH Grafikeinheit sowie einer Thermal Design Power (TDP) von 100 Watt auf. Diese GPU besitzt 1536 Shader-Einheiten und arbeitet mit einem Basistakt von 1063 Megahertz beziehungsweise einem Boost-Takt von bis zu 1190 Megahertz. Bei den übrigen Modellen Core i7-8706G, i7-8705G und Core i5-8305G kommt hingegen eine GPU vom Typ Radeon RX Vega M GL zum Einsatz, die 1280 Shader-Einheiten sowie einen Basistakt von 913 beziehungsweise einen Boost-Takt von 1011 Megahertz aufweist, was die TDP des Chippakets insgesamt bei allen drei Prozessoren auf 65 Watt senkt.

CPU-Takt und Performance-Ausblick
Bei allen vier Core-i7-Modellen der G-Serie werkelt die Quad-Core-CPU mit einem Basistakt von 3,1 Gigahertz und kann via Turbo Boost auf bis zu 4,1 Gigahertz beziehungsweise - exklusiv beim Core i7-8809G - auf 4,2 Gigahertz hochtakten. Der Core i5-8305G wartet mit einem Basistakt von 2,8 Gigahertz und bis zu 3,8 Gigahertz Turbo-Frequenz auf.

All diese Zahlenwerte für CPU- und GPU-Anteil der neuen G-Serie-Chips sollen bei den drei Modellen mit Radeon RX Vega M GL laut Intel in PC-Spielen zu rund 30 Prozent höheren Bildwiederholrate führen, als sie ein System mit der Mobilvariante der Nvidia GeForce GTX 1050 und dem Core i7-8550U auszugeben vermag. Die zwei Topmodelle mit Radeon RX Vega M GH GPU sollen dem Unternehmen nach das Leistungsniveau einer GeForce GTX 1060 Max-Q in Spielen leicht überbieten.

Treiber, Einsatzgebiet und Verfügbarkeit
Erwähnenswert in Bezug auf Intels neue G-Serie ist schließlich noch, dass Intel für all diese Chips den Treiber-Support leistet und der CPU-Anteil genau wie bisher üblich eine Intel HD 630 Grafikeinheit integriert. Diese iGPU übernimmt bei der Darstellung von wenig anspruchsvollen Inhalten das Kommando, sodass die Radeon Vega M GPU abgeschaltet werden kann, um den Energieverbrauch zu senken. Außerdem kann Intel dadurch Anwendern weiterhin die Videobeschleunigungseinheit Quick Sync zur Verfügung stellen.

Wie eingangs erwähnt handelt es sich bei den Intel Core i 8000er Prozessoren der G-Serie um Chips, die vorrangig für das Notebook-Segment entwickelt wurden. Dort sollen sie die Fertigung sehr flacher und dennoch leistungsfähiger Laptops ermöglichen, die genug Performance liefern können, um aktuelle PC-Spiele in Full-HD und mit hohen Details ruckelfrei wiedergeben zu können. Freilich ist dieses Konzept nicht neu, sondern Intel tritt nun gewissermaßen in direkte Konkurrenz zu Nvidias Max-Q-Initiative des vergangenen Jahres. Intel selbst verbaut die Prozessoren mit AMD Radeon Vega M Grafikeinheit darüber hinaus in zwei neuen Mini-PCs mit den Bezeichnungen NUC8i7HVK und NUC8i7HNK. Diese sowie neue Notebooks diverser Hersteller, die die Prozessoren nutzen, werden im Laufe der kommenden Monate im internationalen Handel erscheinen.

Quelle: Intel

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