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  3. CES 2013: Nvidia zeigt Tegra 4, Geforce Experience und Shield Konsole

Dass Nvidia auf der CES 2013 in Las Vegas die nächste Generation seines mobilen Prozessors namens Tegra 4 vorstellt, war nach den Leaks im Vorfeld keine Überraschung mehr. Das SoC trägt vier ARM Cortex A15 Kerne plus den Nvidia Companion Core als Stromsparkern. Ganze 72 GPU Einheiten befeuern die Grafikleistung und auf den programmierbaren i500 Modem Chip ist der Nvidia Chef Jen-Hsun Huang besonders stolz. Eine Gegenüberstellung des derzeit schnellsten Android Tablets Google Nexus 10 mit einem Tegra 4 Prototypen verdeutlichte die doppelte Browsing-Geschwindigkeit des neuen Nvidia Chips. "Wofür braucht es diese Leistung?", fragt der Nvidia Chef und liefert die Antwort mit ein paar bahnbrechenden Neuerungen.So soll eine verbesserte Rendering-Pipeline beispielsweise schnellere HDR-Fotos ermöglichen, die eigentliche Innovation ist jedoch Nvidias integrativer Ansatz und die Umsetzung des Cloud Computing. Diese Revolution habe den Bereich der Videospiele "bisher ausgelassen".

Geforce Experience und Grid Computing
Eine riesige, ständig aktualisierte Datenbank soll demnächstim Zusammenhang mit erweiterter Nvidia Treibersoftware "für das schönste und flüssigste Spielerlebnis" auf dem PC sorgen. Die Geforce Experience Software passt die Detaileinstellung von PC-Spielen automatisch an die individuelle Rechnerkonfiguration an. Fehlt dem Heimrechner die Performance, ist das kein Grund mehr, auf schöne Grafik zu verzichten. Jen-Hsun Huang präsentierte mit dem Grid eine Art Server bestehend aus Grafikkarten, welcher 3D-Spiele in Echtzeit für das Streamen berechnet. Damit müssen die Einzelbilder eines Spiels nicht mehr auf dem mobilen Endgerät selber berechnet werden, ein Tablet kann per Videostream auf die Leistung eines High-End PCs zurückgreifen. Ein Nvidia Grid Rack bestehend 20 Servern mit insgesamt 20 Nvidia GPUs liefert eine Leistung von 200 Teraflops, das entspricht ungefähr 700 Xbox Spielekonsolen.

Project Shield
Nvidia überraschte die Fachpresse und Analysten mit der Vorführung einer tragbaren Spielekonsole namens Shield. Das Gerät wird das erste mit Tegra 4 Chip sein und setzt sich zusammen aus einem Spielecontroller und einem 5-Zoll Display. Die Auflösung beträgt 1.280 x 720 Pixel und über HDMI kann die Konsole mit "purem" Android die Bilder auch auf einen Fernseher mit 4K-Auflösung ausgeben. Der 38 Wh Akku liefert Energie für bis zu 10 Stunden Videogaming und die Bass Reflex Lautsprecher sollen einen überragenden Klang bieten. Nvidias Shield ist nicht auf Android Spiele beschränkt, auf der Konsole ist Valves Spieleportal Steam integriert und die Leistung des Heimrechners (mindestens Nvidia Geforce GTX 650 Grafikkarte) kann kabellos genutzt werden.

Wann genau Nvidias Ankündigungen tatsächlich die Endkunden erreichen, ist noch offen. Auch einen Preis für die Shield Konsole konnte uns noch nicht genannt werden.

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