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  3. CES 2013: Erste Eindrücke vom Nvidia Project Shield

Nvidias Project Shield verkörpert Cloud-Gaming, einen Trend der Vernetzung in der Videospielbranche. Das Portable Gaming Device beherbergt einen Nvidia Tegra 4 Prozessor mit vier Cortex A15 Prozessorkernen und 72 Grafikkernen. Die Ergonomie eines Xbox Controllers wurde mit einem 5 Zoll Touch-Display mit 1.280 x 720 Pixel Auflösung erweitert. Auf Project Shield läuft ein unbehandeltes Android 4.1 Jelly Bean Betriebssystem, Spieler sind jedoch keineswegs auf die Games aus dem Google Play Store oder der Nvidia Tegra Zone mit dem Zugewinn an Benutzerfreundlichkeit durch den Controller beschränkt.

Die Power des Tegra 4 SoC konnten wir bei dem grafisch aufwendigen Real Boxing begutachten. Detaillierte Darstellung der Haare, Tiefenschärfe und Lichteffekte verdeutlichten die Leistungsfähigkeit des Project Shield. Wem das nicht reicht, der kann die Rechenkraft seines Heimrechners ganz einfach über WLAN in das Wohnzimmer vor den Fernseher streamen.

Wir haben beispielsweise eine kurze Runde Need for Speed Most Wanted aus der EA Online Plattform Origin spielen können. Berechnet wurde die hübsche Grafik von einem High End PC mit einer Nvidia Geforce Grafikkarte und auf das das portable Gerät gestreamt. Vorraussetzung dafür ist eine Geforce Grafikkarte mit Kepler Architektur, derzeit eingesetzt in der Geforce 600 Familie. Auch ein Desktop Replacement Notebook mit Nvidia Geforce 600M Grafikkarte kann als dieser Server dienen. Um die Detail-Einstellungen in den Spielen müssen sich Geforce Besitzer keine Sorgen mehr machen, dank der Geforce Experience werden alle Spiele je nach Hardwarekomponenten automatisch für das "flüssigste und detailreichstes Setting" konfiguriert.

Das Project Shield Gerät selber liegt sehr gut in der Hand und wiegt kaum mehr als ein üblicher Controller für Spielekonsolen. Alle Tasten sind sehr gut zu erreichen und bieten einen sauberen Druckpunkt. Der Sound besitzt wie von Nvidia Chef Jen-Hsun Huang angekündigt eine hohe Qualität. Wir erleben erstaunlich viel Bass und eine angemessene maximale Lautstärke um das Gesamtbild von High End Gaming auf dem ebenso hochwertigen kleinen Display zu komplettieren. Mit dem Bluetooth Funkmodul und dem microUSB Anschluss ist sogar die Möglichkeit gegeben, eine Shooter-freundliche Kombination aus Maus und Tastatur anzuschließen.

Dank der Nvidia GRID Cloud Gaming Plattform kann man sich PC-Spiele in voller Qualität bald auch ohne heimischen PC auf Project Shield, den Smart TV oder andere Internet-Geräte streamen. Eine konstante WLAN, HSPA+ oder LTE Verbindung reicht, um die Grafiklast auf die Nvidia Server auszulagern.

Zusammengefasst macht Nvidias Project Shield einen sehr guten Eindruck, das Gerät zielt auf PC- und Tabletspieler gleichermaßen und darf ruhig etwas teurer werden. Die Spielebibliothek aus Steam, Origin und der Tegra Zone wird nicht neben der Next-Gen Konsole verhungern und die Hardware ist hochwertig.

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