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  3. CeBIT 2013: Alle Ultrabooks mit Haswell Prozessoren tragen garantiert ein Touchdisplay

Auf der CeBIT 2013 liefert der Chiphersteller Intel einen kleinen Ausblick auf die kommenden Umwälzungen in Industrie und Gesellschaft. Schon auf der Pressekonferenz ordnete Intel derzeitige Entwicklungen als "massive Umrüche" ein, das Zeitalter von "Big Data", Cloud und "Internet der Dinge" sieht der Konzern nach den Veränderungen durch Kohle, Maschinen und Elektrizität als größten Aspekt der dritten (digitalen) industriellen Revolution.

Ein Teil dieser Änderungen betrifft die Interaktion und das Erlebnis von Konsumenten und PCs. In den Intel Forschungslabors in aller Welt und in zahlreichen Feldstudien will der Chiphersteller erfahren, "wie das Erlebnis von Computern in Zukunft aussehen muss". Design sei nicht nur eine Frage von Benutzeroberflächen und Formfaktoren, das Erlebnis von PCs rückt nun in den Mittelpunkt der Anstrengungen des Chipherstellers. "Niemand kauft einen Prozessor, die Leute kaufen sich Erlebnisse", fasst es Karen Regis passend zusammen.

Alle Haswell Utrabooks mit Touchdisplay
Teil des Erlebnisses mit Computern sind moderne Eingabemethoden, die Bedienung wird immer direkter und Computer erweitern ihre "Wahrnehmungsmöglichkeiten". Intel wählt "perceptual computing" als Dachbegriff für Spracherkennung, Touch- und Gestensteuerung und Login per Gesichtserkennung. Mit den Intel Core i-Prozessoren der vierten Generation, Codename Haswell, wird Mitte 2013 die nächste Stufe im perceptual computing beschritten. "Bei den Ultrabooks mit Haswell Prozessoren werden wir Touchdisplays garantieren", erwähnt Karen Regis beinah im Nebensatz. Ob tatsächlich sämtliche Haswell - Ultrabooks mit Touchscreen ausgerüstet werden, erleben wir wohl erst auf der Computex Messe Anfang Juni in Taiwan. Das Fernziel der Veränderungen in der Produktentwicklung hat Anand Srivatsa, Director CPU & Platform Marketing Desktop Client Platforms, sehr treffend beschrieben: "Was wir von Computern wollen, ist dass sie uns sofort verstehen, nachdem wir sie angeschaltet haben".


Thunderbolt, Widi und Display as a Service
Um mehr und anspruchsvollere Peripherie anzuschließen, soll Thunderbolt in Zukunft auch unter Windows Notebooks und Desktops populärer werden. Mit bis zu 10 Gbit/s lassen sich mehrere HD-Displays, schnelle externe Massenspeicher und weitere Peripherie in Serie über einen einzigen Port ansteuern. Auch die drahtlose Kommunikation wird vorangetrieben. In Zukunft wird kein Intel Wireless Chip mehr von Nöten sein, um Bildsignale drahtlos zu übertragen. Broadcom, ein weiterer großer Hersteller von Funkmodulen, hat die Intel Widi Technologie lizensiert und wird sie in kommenden Funkchips anbieten können. Vorgeführt wurden uns sechs parallel laufende HD - Videostreams, von denen einer auf ein externes Display geworfen wurde. Auf der Intel Pressekonferenz vor zwei Tagen demonstrierte Alexander Löffler vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz bereits mit Display as a Service den letztjährigen Preisträger des CeBIT Innovation Award. Über eine herkömmliche Netzwerkverbindung (LAN oder WLAN) können Bilder auf eine beliebe Anzahl von Displays geworfen werden. Denkbar werden so Videowände aus Smartphones, Tablets und Fernsehern.

Wir sind auf jeden Fall gespannt auf Intels kommende Chipgeneration und die Umsetzung des Vorgenommen in Hard- und Software.

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