1. Startseite
  2. News
  3. Bessere Spiele für Apple iPhones? Limit für iOS Apps im Store wird von 2 GB auf 4 GB angehoben

Apple bewirbt aktuell Spiele die ohne InApp-Käufe angeboten werden.Bildquelle: notebookinfo.de
Fotogalerie (1)
Werbung für Spiele ohne In-App-Käufe: Apple hat im US App Store ein Feature geschaltet, bei dem Spiele beworben werden, die nur einmal nach dem Geld des Kunden verlangen und nicht auf das F2P-Modell setzen.

Viele Nutzer sind sich der bisherigen Limitierung wahrscheinlich nicht einmal bewusst gewesen, doch für einige Entwickler war dies ein echter Dorn im Auge. Wollte man eine App für den Apple App Store einreichen, so galt dafür eine Limitierung von 2 GB, auch wenn es möglich war nachträglich über Downloads in der App weitere Daten nachzuladen. Das Limit betrifft dabei nur die Größe der App bei der Einreichung, die nach der Installation und dem Entpackvorgang auf dem Gerät entsprechend größer sein kann und gut und gerne auch in den Bereich von rund 3 GB vordringen kann. Apple hat nun aber das maximale Limit für App Größen verdoppelt, wie im Developer Bereich bekannt gegeben wurde. Apps können somit bei der Einreichung im gepackten Zustand maximal 4 GB groß sein, entpackt sind somit App Größen von rund 5 GB und mehr möglich.

Das Limit von 2 GB wurde dabei besonders bei Umsetzungen aus dem Konsolen- und PC-Bereich häufig ausgereizt. Ein Paradebeispiel dürfte hier 2K Games sein, die mit NBA 2K15, Bioshock und XCOM: Enemy Within schon an der Grenze des möglichen operiert hatten. Entwickler hatten bereits in der Vergangenheit erwähnt, dass einige Inhalte aus den Umsetzungen gestrichen werden mussten, um das Limit von bisher 2 GB einhalten zu können. Bei XCOM resultierte dies etwa in einer kleineren Anzahl von Karten im Spiel, reduzierten Texturen und weniger Sprachdateien in verschiedenen Sprachen.

Beim kürzlichen veröffentlichten Fahrenheit: Remastered haben die Entwickler einen kleinen Umweg genutzt. Mit einer Dateigröße von 1,98 GB war das Spiel am absoluten Limit angelangt, dies reichte aber nicht, um auch andere Sprachen abseits von Englisch in der App unterbringen zu können. Was auch einer der Gründe ist, warum Umsetzungen im App Store häufig nur Englisch bei der Sprachausgabe anbieten. Die Entwickler von Fahrenheit haben aber zusätzliche Sprachdateien aus der App heraus als In-App Download angeboten. Womit das Spiel im entpackten Zustand mit zusätzlichen Sprachdateien dann auch 4,1 GB groß ist. Am 100 MB Limit beim App Download außerhalb eines WLANs ändert sich übrigens nichts.

Die neue maximale Größe bei übermittelten Apps erlaubt somit in der Theorie zumindest bessere Umsetzungen und grafisch aufwändigere Titel. Angesichts der großen Verbesserungen der letzten Jahre bei der Hardware, macht die Erhöhung seitens Apple auch durchaus Sinn. Höher aufgelöste Texturen, Sprachausgabe und Effekte verbrauchen bei immer höheren Displayauflösungen auch immer mehr Speicherplatz. Es gilt aber als recht unwahrscheinlich, dass Entwickler wie 2K Games sich die extra Arbeit machen und vorhandene Titel mit entsprechenden Verbesserungen per Update versehen werden. Dennoch besteht die Hoffnung, dass Umsetzungen und Neuentwicklungen zukünftig grafisch noch opulenter ausfallen werden.

In der Vergangenheit äußerte sich auch Square Enix negativ bezüglich der maximalen App Größe, was eine Umsetzung von Final Fantasy VII etwa unmöglich gestalte. Wer weiß, vielleicht erwartet uns in diesem Jahr dann tatsächlich die Umsetzung eines der besten Rollenspiele auf das iPhone und iPad.

Ein weiteres Problem für Entwickler von hochwertigen Pay Apps war in der Vergangenheit die Sichtbarkeit im App Store und der Vormarsch des F2P-Systems im Mobile Markt. Der größte Umsatz lässt sich mit kostenlosen Download Games erzielen, die aber auf einen extra Shop und In-App-Käufe setzen. Wer hingegen direkt für seine App einige Euro oder gar 10 Euro und mehr verlangt hatte, der sah sich häufig mit niedrigen Verkaufszahlen konfrontiert. Zumindest in den USA hat Apple hier nun der Situation etwas entgegen gewirkt. Denn eine prominente Plakette führt dort zu einer Unterseite im App Store, welche Titel vorstellt, die auf die Einmalbezahlung und nicht auf In-App-Käufe setzen. Unklar ist noch, ob dies ein permanentes Feature wird oder ob es nur eine temporäre Werbung für Spiele dieser Art ist.

Quelle: Apple

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.