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Bericht: Samsung plant Verkauf seiner PC-Sparte an Lenovo (Bild 1 von 1)Bildquelle: Samsung
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Galaxy-Reihe ist der Star: Samsung könnte sich bald aus dem Windows-PC-Markt verabschieden und noch mehr auf Smartphones fokussieren.

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung soll planen, seine PC-Sparte an Lenovo zu verkaufen und sich damit vollständig aus dem Markt für Personal Computer zurückzuziehen. Sollten sich derlei Spekulationen bewahrheiten, würde der bereits weltgrößte PC-Hersteller eine noch gewaltigere Marktpräsenz ausüben.

In die Welt gesetzt hat das Gerücht laut Neowin die südkoreanische Publikation The Bell. Die Meldung kommt nur wenige Monate nachdem bekannt wurde, dass HP Samsungs Druckersparte übernimmt. Vorausgesetzt der Verkauf der PC-Sparte des asiatischen Konzerns geht ebenfalls wie berichtet über die Bühne, gibt es im Grunde nur eine plausible Erklärung dafür: Samsung strukturiert intern gewaltig um. Es sollen offenbar alle wenig beziehungsweise gar nicht profitablen Unternehmensbereiche abgestoßen, oder zumindest deutlich geschrumpft werden.

Für den weltgrößten und neben Apple einzigen wirklich konstant profitablen Smartphone-Hersteller Samsung dürfte das wenig ertragreiche PC-Geschäft schon länger ein Dorn im Auge sein. Das lässt sich auch ohne eine offizielle Bestätigung für den Bericht von The Bell schlussfolgern, da die Südkoreaner exakt aus demselben Grund ja schon das Druckergeschäft veräußerten. Samsung konnte in den letzten Jahren zwar das ein oder andere Windows-PC-Highlight - beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit das Galaxy TabPro S - präsentieren, aber in einem ohnehin hart umkämpften und mit rückläufigen Absätzen kämpfenden Markt blieben zufriedenstellende Verkaufserfolge aus. Seit geraumer Zeit spielen die PCs der Südkoreaner insbesondere in Europa quasi keine Rolle mehr. So gesehen würde es also auf jeden Fall einleuchten, wenn Samsung sich ganz auf seine erfolgreicheren Kerngeschäfte fokussieren möchte.

Wann es beziehungsweise ob es überhaupt zu dem Deal zwischen Samsung und Lenovo kommt, hängt den vorliegenden Informationen nach derzeit allerdings in der Schwebe. Der Wert des Geschäfts wird auf rund 1 Milliarde US-Dollar geschätzt. Die Gespräche der Unternehmen sollen seit Monaten aber nur zäh vorangehen und eine finale Einigung nicht in Sicht sein. Zudem ist zu bedenken, dass es, selbst wenn sich die beiden schlussendlich einigen, noch lange Zeit dauern könnte bis der Deal auch wirklich in trockenen Tüchern ist. Erst müssten dann wie üblich diverse Regulierungsbehörden erfolgreich passiert und organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden. Wir werden aber in jedem Fall an dem Thema dranbleiben.

Quelle: Neowin

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