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Bericht: Lenovo will sich ganz auf die Moto-Smartphones fokussieren (Bild 1 von 1)Bildquelle: Lenovo
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Moto-Familie: Motorolas Smartphone-Reihe brachte einige Achtungserfolge hervor, seit der Lenovo-Übernahme ist davon aber nicht viel übrig.

Bald ist es drei Jahre her, dass Lenovo Motorola Mobility von Google aufkaufte. Seither hat das chinesische Unternehmen verschiedene Versuche unternommen, das Motorola-Team und -Produktportfolio bestmöglich in die eigenen Strukturen zu integrieren. Dieser Prozess ist allerdings ganz offensichtlich bei weitem nicht abgeschlossen. Nach einigen Berichten in diesem Jahr, Lenovo wolle Zug um Zug komplett auf den Markennamen Motorola verzichten, gibt es nun deutliche Hinweise, dass das Unternehmen künftig sogar verstärkt auf das Moto-Branding setzen wird.

Resultierend aus einer Reihe von internen Umstrukturierungsmaßnahmen hat die Lenovo-Führung aktuellen Infos nach entschieden, im Geschäft mit Smartphones den eigenen Markennahmen nicht mehr zu verwenden. Stattdessen werde ganz auf die Marke Moto und/oder Motorola gesetzt. Ein triftiger Grund dafür ist leicht zu erkennen: Der größte PC-Hersteller der Welt hat es nach wie vor äußerst schwer auf dem Smartphone-Markt und spielt dort praktisch keine Rolle (mehr). Den aktuellsten vorliegenden Geschäftszahlen nach sank der Umsatz, den Lenovo mit Smartphones generieren konnte im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent.

Es wird interessant sein, zu beobachten, ob sich die Insiderinfos diesmal tatsächlich bewahrheiten und Lenovo künftig also ausschließlich Motorola beziehungsweise Moto Smartphones in den Handel bringt. Für den deutschen und europäischen Markt würde das allerdings so gut wie keine Folgen haben, da hier bis zuletzt ohnehin fast ausschließlich die Geräte der Moto-Reihe über die Ladentheke wanderten. Eventuell könnte die größere Bekanntheit der Marke Moto Lenovo aber in den USA zu Gute kommen. Wie es sich in China oder im asiatischen Raum auswirken würde, bleibt abzuwarten.

Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Fokussierung auf eine Marke - sowie eventuell auch Designsprache - im Smartphone-Geschäft Lenovo durchaus dabei helfen könnte, zielstrebiger und effizienter zu arbeiten. Dadurch könnte das Produktportfolio entschlackt und für den Konsumenten klarer strukturiert werden. Wir sind also vorsichtig optimistisch.

Quelle: Campaign

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