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Bericht: Apple verbessert eigene Cloud-Dienste und -Infrastruktur (Bild 1 von 1)Bildquelle: notebookinfo.de
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Service-Anbieter: Apple stellt seinen Kunden ein umfassendes Cloud-Angebot bereit, das allerdings auch viele Herausforderungen mit sich bringt.

Dass Apple genau wie seine Konkurrenten am Markt kontinuierlich daran arbeitet, die eigenen Dienste und Angebote zu optimieren, dürfte niemanden überraschen. Ein kürzlich erschienener Artikel von Mark Gurman für Bloomberg konkretisiert aktuelle Bemühungen des kalifornischen iPhone- und Mac-Hersteller auf diesem Gebiet allerdings. Unter anderem wird davon berichtet, dass Apple Schritte unternimmt, seine Cloud-Dienste weiter entschieden zu verbessern.

Apple hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf dem Markt für Cloud-basierte Dienste häufig sehr schwer getan. Während die Konkurrenz in Form von Amazon, Google und Microsoft jeweils erfolgreich eine enorm leistungsfähige Server-Infrastruktur aufbaute und umfangreiche Cloud- sowie Hosting-Angebote entwickelte musste der iPhone-Hersteller lange auf externe Hardware-Lösungen vertrauen und konnte den Cloud-Angeboten der Mitbewerber häufig nur mit reichlich Verspätung etwas entgegensetzen. Für Apple stellte die Cloud als Plattform mehr Mittel zum Zweck, denn eine echte Priorität dar. Doch das hat sich insbesondere in den letzten beiden Jahren geändert. Im Licht rückläufiger iPhone-Verkaufszahlen erklärte Apple-CEO Tim Cook unlängst sogar Cloud-Dienste aufgrund des enormen Wachstumspotentials zu einem der wichtigsten Unternehmensfelder.

Alles zusammen genommen besteht also nach wie vor enormer Handlungsbedarf in den Büros und Entwicklungsabteilungen Apples. Gurmans Insiderinformationen nach will das Unternehmen daher als nächsten Schritt die Teams, die mit der Weiterentwicklung und Administration von Cloud-Diensten beauftragt sind, unter einem Dach zusammenlegen. Konkret bedeutet das also, dass die Abteilungen für iCloud, Siri, Apple News, Apple Pay und für Maps sowie Teile der iTunes und Apple Music Teams alle in einem Gebäude auf dem Infinite Loop Campus untergebracht werden sollen. Ob diese Zusammenführung tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen kann, muss sich natürlich erst in den kommenden Monaten und Jahren herausstellen.

Allerdings ist die beschriebene Maßnahme eben nur eine von mehreren. Ein anderer und potentiell noch viel wichtiger Schritt Apples ist dem Bloomberg-Artikel nach der Aufbau einer gewaltigen Server-Infrastruktur, um das Hosting der mittlerweile zahlreichen Cloud-Dienste in Eigenregie schultern zu können. Im Moment sollen diese zum Teil auf Servern von Amazon und Google laufen. Bestandteil der geplanten Hosting-Plattform von Apple wird laut Gurmans Ausführungen auch ein Datenspeichersystem speziell für Fotos sein.

Für alle Apple-Nutzer schwer zu hoffen ist, dass Apple die Arbeiten an der eigenen Hosting-Plattform rasch vorantreiben kann und das Projekt schlussendlich dazu beiträgt, dass das Unternehmen sowohl den kostenlosen iCloud-Speicher, der jedem mit einer Apple-ID zur Verfügung gestellt wird, kräftig aufstockt, als auch die Angebote für mehr Speicherplatz in der Cloud günstiger macht. Die aktuell gebotenen 5 Gigabyte kostenloser iCloud-Speicher sind bei jedem Nutzer, der ein paar Dokumente und Fotos in der Cloud ablegt, im Handumdrehen aufgebraucht. Für mehr Cloud-Speicher verlangt Apple 0,99 Euro (50 Gigabyte) bis hin zu 19,99 Euro (2 Terabyte), und das obwohl Amazon und Google den Kunden zumindest für Fotos grenzenlosen Speicherplatz anbieten.

Quelle: Bloomberg

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