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Bericht: Apple entwickelt eigene Energiemanagementchips für iPhones (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
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Unabhängigkeitsbewegung: Apple ist bestrebt, mehr und mehr Komponenten seiner Geräte selbst zu entwickeln, um sich so Vorteile gegenüber Konkurrenten zu erarbeiten.

Apple arbeitet einem Bericht der Nikkei Asian Review nach an eigenen Energiemanagementchips für iPhones. Dies hätte zur Folge, dass das Unternehmen Dialog Semiconductor bei künftigen iPhone-Generationen nicht mehr zum Zuge kommt.

Dem Artikel zufolge äußerten sich mehrere anonyme Quellen gegenüber der Publikation zu dem Thema. Eine der Quellen gab dabei zu verstehen, dass Apple plane, bereits im kommenden Jahr rund die Hälfte der für iPhones benötigten Energiemanagementchips mit einem selbst entwickelten Produkt abzudecken. Eine andere Quelle meinte hingegen, die ersten der neuen Chips könnten womöglich erst im Jahr 2019 einsatzbereit sein

Die hier im Fokus stehenden Energiemanagementchips sind in iPhones beispielsweise für die Überwachung beziehungsweise Regulierung der Akkulaufzeit und des Energieverbrauchs sowie der Ladevorgänge verantwortlich. Laut dem Bericht werden Apples in Eigenregie entwickelten Chips fortschrittlicher und besser arbeiten als rivalisierende Lösungen anderer Hersteller, was schlussendlich zu Verbesserungen im Bereich Energieverbrauch respektive Akkulaufzeit künftiger iPhones beitragen dürfte.

Nach der Veröffentlichung des Artikels der Nikkei Asian Review fiel der Aktienwert von Dialog Semiconductor deutlich. Das Unternehmen ist seit längerem als Zulieferer für die Kalifornier tätig und entwickelte mitunter Chips für iPhones, iPads und Apple Watches. Im vergangenen Jahr soll das Unternehmen rund 74 Prozent seines Gesamtumsatzes durch die Partnerschaft mit Apple erwirtschaftet haben.

Sofern sich die Gerüchte bestätigen, ist es nicht das erste Mal, dass Apple die Verbindung zu einem Partner in der Zulieferkette aufgrund eigener Entwicklungsarbeiten kappt. Letztes hochkarätiges Beispiel dafür ist der Grafikchipspezialist Imagination Technologies, den Apple mit der Ankündigung selbst designter Grafiklösungen für iPhones und iPads aufs Abstellgleis verfrachtete. Nach jahrelanger Verwendung der PowerVR-GPUs von Imagination Technologies steckt im A11 Bionic SoC der diesjährigen iPhone-Familie erstmals eine Apple-GPU.

Für Apple ist es bei alldem erklärtes Ziel, mehr und mehr Komponenten seiner Geräte selbst zu designen, um Abhängigkeiten von Zulieferern zu minimieren und zugleich natürlich bestenfalls technologische Vorteile gegenüber Konkurrenten zu kreieren beziehungsweise zu konservieren.

Quelle: Nikkei Asian Review

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