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  3. Batman: Arkham City im Notebook-Gamecheck [Update]

Schon der Vorgänger Arkham Asylum konnte mit viel Atmosphäre und toller Grafik durchweg beeindrucken und zeigte nur wenige Schwachstellen. Arkham City bietet ein noch besseres Spielerlebnis und setzt die großartige Story beinahe nahtlos fort.

Eine freie Spielwelt, sehr lebendig gezeichnete Charaktere mit aufwendiger Vertonung und eine spannende Erzählweise machen Batman: Arkham City zu einer der besten Comic-Umsetzungen überhaupt.

Unser Held wird als Bruce Wayne vom Anstaltsleiter Hugo Strange entführt und muss in der düsteren Gefängnisstadt Arkham City mit dem gesammelten Verbrecherpack von Gotham, inklusive einiger Superschurken, aufräumen. Auch wir stürzen uns mit zwölf Notebook-Systemen ins Action-Adventure.

Intel Ivy Bridge Notebooks
MSI GT70-i789BLW7H


Durch die Austauschbarkeit der Komponenten konnten wir alle Vierkern Intel Ivy Bridge Prozessoren sowohl mit der Nvidia Geforce GTX 670M als auch mit der Nvidia Geforce GTX 675M testen.

Intel Sandy Bridge / AMD Notebooks


Testszenario & Benchmark-Ergebnisse
Praktischerweise bringt Batman: Arkham City einen integrierten Benchmark mit. In sechs kurzen Sequenzen fährt die Kamera durch verschiedene Schauplätze und liefert zum Schluss die minimalen, maximalen und durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Der Benchmark berechnet mehr Szenen innerhalb von Gebäuden, aber gerade die Außenwelt oder Szenen mit sehr vielen Charakteren fordern die Leistung des Notebooks. Um ein flüssiges Spielerlebnis zu bekommen, sollte die durchschnittliche Anzahl der Bilder pro Sekunde im Benchmark bei mindestens 40 FPS liegen. Selbst dann muss man gelegentliches Abrutschen der Bildrate unter die 25 FPS Grenze in Kauf nehmen.

Globale Detail-Einstellungen
Unser Benchmark nutzt den DirectX 9 Modus in der Auflösung 1.366 x 768 Pixel, welche von den meisten Notebookdisplays unterstützt wird. Im DirectX11 Modus mit Tesselation und maximalen Effekten stoßen selbst High-End Desktop Systeme an ihre Grenzen. Auch in DX9 sieht Batman: Arkham City optisch erstklassig aus. Die PhysX-Effekte haben wir deaktiviert, um für eine bessere Vergleichbarkeit mit AMD-Grafikkarten zu sorgen. Für die flüssige Darstellung dieser Extra-Partikeleffekte bedarf es einer potenten Grafikkarte von Nvidia. Auf stärkeren Systemen haben wir den Performancezuwachs durch den Patch im DirectX 11 Modus gemessen und spaßeshalber auch PhysX aktiviert: Bei hohen Einstellungen lieferte kein Testsystem eine flüssige Darstellung. DirectX11 ist auf den meisten mobilen Rechnern nicht empfehlenswert, stärkere Systeme können die PhysX Effekte aber darstellen.

Niedrig: Anti-Aliasing: deaktiviert, Detailstufe: Niedrig
Mittel: Anti-Aliasing: 2x MSAA, Detailstufe: Mittel
Hoch: Anti-Aliasing: 4x MSAA, Detailstufe: Hoch
Sehr hoch: Anti-Aliasing: 8x MSAA, Detailstufe: Sehr Hoch

Kantenglättung (Anti-Aliasing)
Wir haben das Multisampling Anti-Aliasing aufgrund der Vergleichbarkeit als Standard gewählt. So war auf allen Notebookgrafikchips die beste Bildqualität gewährleistet. Wer eine Nvidia-Karte sein Eigen nennt, sollte das Cover-Sampling (CSAA) wählen. Dieses Verfahren bietet bei 8x Anti-Aliasing eine gleichwertige oder gar bessere Darstellung als MSAA, kostet aber bedeutend weniger Performance.

Wie viel Geld muss ich für ein Notebook ausgeben?
Batman: Arkham City beansprucht vor allem die Grafikkarte. Für niedrige Details sollte es schon mindestens eine Nvidia Geforce GT 525M sein. Bei mittleren Details kommt diese Karte allerdings an ihre Grenzen, die GT 540M bewältigt diese aber problemlos. Diese Detailstufe ist auch mit der AMD Radeon HD 6740G2 Grafikkarte machbar, allerdings produzierten die Dual Graphics Lösungen von AMD mehr Nachlade-Ruckler und waren in Szenen mit vielen Non Player Charakteren (NPCs) überfordert. Für hohe Details sollte mindestens eine Nvidia Geforce GT 555M verbaut sein. Als Prozessor reicht schon einer der schnelleren Intel Core i5 Modelle aus. Sehr hohe Details waren auch mit der Nvidia Geforce GTX 560M spielbar, für noch bessere Karten wie die GTX 570M kann man sogar noch ein paar Extras hinzu schalten. In Verbindung mit einem Intel Core i7 Vierkern-Prozessor lieferten sehr hohe Details, 8x CSAA und hohe Physx-Effekte Bildraten, die nur sehr selten und unmerklich unterhalb der 25 FPS Grenze fielen.

Batman Arkham City lässt sich also auf Notebooks für etwas weniger als 500Euro spielen. Die seit dem Patch anwählbare Einstellung „Extrem“ mit hohen DirectX11- und PhysX-Effekten überforderte jedoch alle Notebooks im Gamecheck. Für allerhöchste Bildqualität braucht es schon ein SLI Gespann aus zwei Nvidia GTX Grafikkarten. Wenn die restlichen Komponenten keine Flaschenhälse bilden sollen, schnellen die Kosten auf 2.000 Euro.

Redaktions-Empfehlung (Stand 13.12.2011)
Falls es Ihnen nicht auf die Details ankommt und die spannende Story im Vordergrund steht, können Sie Arkham City auch auf dem Lenovo IdeaPad V570 mit Nvidia Geforce GT 525M und Intel Core i3-2330M für 479 Euro spielen. Für 100 Euro mehr bekommt man schon ein ASUS X53SV-SO960V mit Core i5-2430M und einer GT 540M, welche für mittlere Details ausreicht. Das Acer Aspire 5560G kostet mit 549 Euro weniger als das genannte Multimedia-Notebook von Asus: Die AMD Grafiklösungen bringen bessere, durchschnittliche Bildraten, brechen aber in Hinsicht auf die minimalen FPS auch tiefer ein und sind daher weniger empfehlenswert.

In hohen Details schafft die Nvidia Geforce GT 555M im Dell XPS 17 für 989 Euro flüssige Raten, die GTX 560M im Medion Erazer X7813 für 999 Euro ist den geringen Aufpreis aber wert. Sie bietet in allen Einstellungen eine mindestens 40 Prozent höhere Bildrate. Momentan sind die günstigsten Notebooks mit GTX 570M Grafikkarte nur für weitere 400 Euro Aufpreis erhältlich. Dazu gehört unter anderem das Schenker Notebooks XMG P511 Ganz kompromisslose Spieler, die nach möglichst hohen Details verlangen, können sich das Schenker Notebooks XMG P501 mit GTX 580M konfigurieren und zahlen mindestens 1.750 Euro. Ab 2.760 Euro erhält man auch ein Alienware M18x mit zwei Nvidia GTX 580M Grafikkarten und kann damit den Extrem Modus und hohe PhysX-Effekte in FullHD aktivieren.

Fazit
Mit Batman: Arkham City prügeln Sie nicht nur die Schurken aus dem Gefängnisghetto sondern auch Ihre Hardware an die Leistungsgrenze. Für den Großteil der Spielenotebooks gilt: Die Grafik von Batman ist stärker. Für das Einsteigerspielerlebnis reicht Hardware für etwas unter 600 Euro. Für rund 1.000 Euro muss man nur wenige Effekte vermissen und die High-End Darstellung lässt selbst potente Desktop Systeme schwächeln. Ab überdurchschnittlichen 2.800 Euro gibt es ein Notebook, das mit den extremsten Einstellungen zurechtkommt. Spaß macht Batman: Arkham City allerdings in allen Detailstufen.

Kommentare (2)
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