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Ausprobiert: Razer Naga 2014 MMO Gaming-Maus im Test (Bild 1 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de
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Neue Edition: Bereits im Jahr 2013 kommt die neue Fassung als Razer Naga 2014 MMO Gaming-Maus in den deutschen Handel.

Design, Ergonomie & technische Daten
In den letzten Jahren war die Razer Naga bekannt für eine geschwungene, futuristische Designsprache. Mit der Razer Naga 2014 ist die MMO Gaming-Maus erwachsen geworden. Eine geradlinige Aufmachung und weniger Verspieltheit ziehen sich nicht nur durch das Maus-Portfolio sondern sind auch bei den Notebooks, Tastaturen und Accessoires des Herstellers zu finden. Die Entwicklung ist mit der von Apple vergleichbar. Wurde früher alles darauf gesetzt aufzufallen, weiß man heute Understatement zu schätzen. Lediglich die grüne LED-Beleuchtung erinnert an die Jungendzeit von Razer. Doch diese passt auch in das neue Portfolio und gilt unter Gamern schon als Markenzeichen.

Das neue Design der Razer Naga 2014 ist für deutlich mehr Handformen und -größen geeignet als noch die 2012er Fassung. Bei der Ringfingerablage haben sich die Ingenieure etwas an der Logitech G600 orientiert, verzichten allerdings auf eine Tastenzuweisung. Spieler würden diese sowieso deaktivieren, um eine ungewünschte Betätigung zu vermeiden. Das Mausrad ist nun klick- sowie kippbar und für eine 4-Wege-Steuerung geeignet. Allerdings bietet der Treiber derzeit nicht die Funktion auch horizontales Scrolling zu ermöglichen. Die 12 Daumentasten sind nun mit mechanischen Schaltern ausgestattet, die ein besseres Feedback bieten. Im Vergleich zur Logitech G600 heißt der Sieger in diesem Bereich klar Razer Naga 2014. Bei der Schweizer Konkurrenz sind Druckpunkt und Feedback einfach zu schwammig. Hier haben die Entwickler von Razer sehr gute Arbeit geleistet. Außerdem hat sich die Naga vom nach außen gewölbten Design verabschiedet, womit die Daumentasten auch blind besser fühlbar sind.

In Hinsicht auf die technischen Daten hat die Razer Naga 2014 alles zu bieten, was man von einer 80 Euro Maus für Online-Rollenspieler erwartet. Sie verfügt über einen 8.200 DPI 4G Lasersensor samt 1.000 Hz Ultrapolling und einer daraus resultierenden, möglichen Geschwindigkeit von 200 Zoll pro Sekunde. Wir haben uns mit einer Empfindlichkeit von 1.800 DPI auf einem FullHD-Monitor mit 1.920 x 1.200 Pixel anfreunden können. Das reicht für aktuelle MMORPGs wie World of Warcraft, Guild Wars 2 oder Neverwinter vollkommen aus. Solltet ihr die Razer Naga 2014 auch in Shootern wie Battlefield 3 und Co. nutzen, dann ist eine hohe DPI-Zahl vor allem beim Steuern von schweren Fahrzeugen wie Panzern vom Vorteil. Um diese ganzen, rechenintensiven Features zu vereinen, beherbergt die Naga einen 32-Bit ARM Prozessor.

Einstellungen, Treiber & Ingame-Funktionen
Um eure Razer Naga 2014 konfigurieren zu können benötigt ihr die Synapse 2.0 Software, die ihr euch auf der Herstellerhomepage herunterladen könnt. Auf simple Art und Weise könnt ihr hier die Tastenbelegung ändern, die DPI-Zahl optimieren oder in wechselbare Stufen unterteilen. Außerdem stehen euch Einstellungen für die Beleuchtung der Maus und eine Oberflächenkalibrierung zur Verfügung. Wenn ihr ein Razer Mauspad verwendet, könnt ihr dieses auswählen und der Sensor der Razer Naga 2014 stellt sich auf die Oberfläche ein. Ihr könnt aber auch andere Untergründe oder Pads nutzen und diese dann im entsprechenden Menü mit dem Maussensor scannen lassen. Somit wird gewährleistet, dass auch Unregelmäßigkeiten in der Struktur des Pads keine Maus-Ausreißer hervorrufen. Natürlich könnt ihr mit der Synapse 2.0 Software auch Makros aufzeichnen, Tastaturkombinationen (z.B. STRG + X) zuweisen und für verschiedene Spiele ein Profil erstellen. Auf Wunsch werden diese direkt aufgerufen, wenn eine vorher bestimmte Spieldatei gestartet wird. Das Gute: Alle Einstellungen werden in der Cloud gespeichert. Wenn ihr eure Razer Naga 2014 an einem fremden oder neuen PC anschließt und euch mit eurem Synapse 2.0 Account einloggt, sind alle vorher gewählten Optionen direkt vorhanden.

Mit der Naga 2014 führt Razer auch den so genannten MMO-Konfigurator ein. Ein Overlay-Tool, welches direkt im Spiel aufgerufen werden kann ohne dieses zu beenden. In den einfach aufgebauten Menüs könnt ihr Tastenbelegungen ändern, Makros aufzeichnen oder die DPI-Einstellungen wechseln. Für World of Warcraft soll hierfür sogar ein spezieller Konfigurator zur Verfügung stehen, der Skills via Drag & Drop direkt in die Software einbindet. Im Test konnten wir dieses Feature allerdings nicht finden beziehungsweise einsetzen. Allerdings haben uns die grundlegenden Einstellungen mit dem MMO-Konfigurator schon vollkommen ausgereicht.

Perfekte Razer Naga 2014? Was uns fehlt!
Wir müssen ehrlich sein, die Razer Naga 2014 ist die derzeit beste MMO Gaming-Maus am Markt. Selbst die Logitech G600 muss sich hier geschlagen geben. Doch anspruchsvolle Gamer und Razer-Anhänger werden in Zukunft mehr erwarten, vor allem in Hinsicht auf die Synapse 2.0 Software. So fehlen uns die Einstellungen für die Empfindlichkeit des Scrollrads und die bereits erwähnte horizontale Scrollmöglichkeit. Außerdem sind die Beleuchtungseinstellungen sehr simpel gehalten und das Razer Logo an der Handballenposition der Naga 2014 kann nur deaktiviert oder pulsierend eingeschaltet werden. Dass die Farbwahl nur auf grün reduziert ist haben wir uns hingegen gern gefallen lassen. Aber Geschmäcker sind verschieden und die Konkurrenten Steelseries und Roccat schlafen nicht. Doch die angesprochenen Probleme laufen alle auf ein Update der Treiber hinaus. Hardwaretechnisch hat uns die Razer Naga 2014 vollkommen überzeugt.

Fazit
Mit der Razer Naga 2014 haben die Amerikaner erneut gezeigt, was technisch machbar ist und wie man Online-Rollenspieler an sich bindet. Auch wir haben Gefallen an der Maus gefunden und diese direkt in unseren Gaming-Alltag eingebunden. Die mechanischen Daumentasten bieten ein sehr gutes Feedback und sind nun auch blind gut fühlbar. Außerdem können wir das 4-Wege-Mausrad mit weiteren Funktionen bestücken, wenn auch nicht dem horizontalen Scrollen. Dabei ist die Maus sowohl für kleine, als auch große Hände bestens geeignet. Die Synapse 2.0 Treiber-Software zeigt sich im Test ebenfalls einfach gestrickt und funktional. Der neue MMO-Konfigurator vereinfacht zudem die Einstellungen direkt im Spiel, ohne dieses minimieren oder beenden zu müssen. Aktive Online-Rollenspieler sollten sich die Razer Naga 2014 zulegen - Soweit man 80 Euro ausgeben möchte.

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