Arbeitsspeicher: Produktion wird für Preisanpassung zurück gefahren
Wer eine Speicherplatzaufrüstung plant, sollte zeitnah zuschlagen. Chip-Hersteller wie Nanya Technology drosseln ihre Produktion, um durch eine künstliche Verknappung den anhaltenden Preisabfall zu beenden. Dies bedeutet höhere Kosten für OEMs und damit eine Preiserhöhung im Markt für die Endverbraucher.
Die Preise für Arbeitsspeicher sind im Tiefflug. Ähnlich wie bereits bei den DDR2-Speicherriegeln Ende 2008 sorgen der anhaltende Preiskampf, sowie die erhebliche Überproduktion dafür, dass Hersteller Speicherriegel teilweise unter Herstellungspreisen verkaufen.
Um diesem entgegen zu treten haben die ersten Hersteller jetzt die Notbremse gezogen. Chip-Produzenten wie Elpida Memory und Nanya Technology haben bereits im vierten Quartal 2011 damit angefangen die Produktion zurückgefahren. Dabei müssen sie auf ein gesundes Verhältnis zwischen Angebot und steigender Nachfrage achten und auch auf die finanzielle Situation.
Es wurden bereits erhöhte Preise für die Abnahme der Arbeitsspeicher mit OEM-Herstellern ausgehandelt, welche diese erhöhten Kosten direkt an die Anwender weiter geben. Große Auswirkungen auf den Markt sind bisher noch nicht zu verzeichnen. Dies könnte sich aber nach der Veröffentlichung der neuen Ivy Bridge Prozessoren von Intel ändern.
Quelle:
| Autor:
Kai Schmidt, 21.02.2012