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Apples 2018er iPad Pro Modelle bieten High-End Laptop Performance (Bild 1 von 6)Bildquelle: Apple
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Kompakt und leistungsstark: Die diesjährige iPad Pro Generation von Apple bringt selbst im Vergleich zu den Vorjahresmodellen diverse Neuerungen und einen brandneuen Look mit.

Apple hat in dieser Woche eine brandneue iPad Pro Generation angekündigt, die in Sachen Leistungsfähigkeit nun selbst High-End-Notebooks gefährlich nah zu kommen scheint. Die 11 und 12,9 Zoll Tablets des kalifornischen Konzerns warten mit einem an das iPhone X angelehnten Industriedesign - inklusive fast randlosem Display sowie Face ID Gesichtserkennung - auf und werden von dem neuen Apple A12X Bionic SoC angetrieben.

Die neue iPad Pro Generation läuft mit iOS 12 und verzichtet erstmals in der iPad-Historie auf eine Home-Taste zugunsten einer brandneuen Designsprache mit besonders schmalen Display-Rändern und einer etwas kantigerer Chassisform. Der Fingerabdruckscanner Touch ID in der Home-Taste wird analog zu iPhone-Modellen wie dem iPhone X oder Xs/Xr auch bei Apples 2018er High-End-Tablets durch die Gesichtserkennung Face ID ersetzt. Zusammen mit Face ID finden folgerichtig auch neue Gesten zur Navigation durch die iOS-Benutzeroberfläche Einzug auf den neuen iPad Pro Modellen, darunter etwa das Wischen vom unteren Bildschirmrand nach oben, was stets zur Entsperrung beziehungsweise zur Rückkehr zum Home-Screen genutzt werden muss. Darüber hinaus werden Features wie Animoji oder Memoji und Portrait-Fotografie unterstützt.

Anders als beim iPhone X(s, r) ist der Bildschirm bei der diesjährigen iPad Pro Generation nicht nahezu randlos. Dies hat allerdings den Vorteil, dass Apple auf eine „Notch“ (zu Deutsch: Einkerbung) am oberen Display-Ende verzichten und die TrueDepth-Kamera für Face ID sowie weitere Sensoren stattdessen direkt in der schmalen Display-Einfassung unterbringen kann. Face ID funktioniert bei beiden neuen Tablets zudem im Gegensatz zu den genannten iPhone-Modellen sowohl bei vertikaler als auch horizontaler Geräteausrichtung.

Was die Dimensionen der beiden neuen Tablets von Apple betrifft, so lassen sich diese grob so veranschaulichen: Derselbe 12,9 Zoll Touchscreen des bekannten großen iPad Pro Modells wurde in ein kompakteres Gehäuse gepackt und in einem Chassis mit Abmessungen des 10,5 Zoll Modells vom Vorjahr steckt nun ein 11 Zoll Panel. Der kalifornische Konzern bezeichnet die Displays der 2018er iPad Pro Modelle mit Liquid Retina, da sie wie das Display des iPhone Xr auf LCD-Technik basieren, aber dennoch abgerundete Ecken bieten. Wie schon bei der 2017er Generation unterstützen auch die neuen Displays ein breites Farbspektrum, True-Tone und eine variable 120 Hertz Bildwiederholrate (ProMotion).

Die neuen iPad Pro Ausführungen werden von Apples brandneuem A12X Bionic Chip angetrieben, der im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und aus 10 Milliarden Transistoren besteht. Dieses SoC (System on a Chip) wartet mit einer Octa-Core-CPU und einer neuen Apple-GPU mit sieben Recheneinheiten auf. Laut offiziellen Angaben sind die Tablets damit schneller als rund 92 Prozent aller im letzten Jahr verkauften Notebooks. Erste unabhängige CPU-Benchmarks zeigen, das dies auch das aktuelle 13 Zoll MacBook Pro mit Intels Core i Quad-Core-Prozessoren umfasst. Die Leistung der Grafikeinheit des A12X soll gemäß Apple auf dem Niveau einer Xbox One S liegen. Außerdem kommt auch Apples "Neural Engine" zur Verarbeitung von Routinen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) wie bei den aktuellen iPhone-Modellen Xs, Xs max und Xr mit ihrem A12 Bionic Chip zum Einsatz.

Eine weitere wichtige Neuerung der diesjährigen Premium-Tablets ist der Umstand, dass Apple erstmals bei einem iOS-Gerät nicht auf die eigene Lightning-Schnittstelle setzt, sondern stattdessen einen USB Typ-C Port verbaut. Über diesen lassen sich verschiedene USB-C-Accessoires mit den iPad Pro Modellen verbinden oder auch externe Displays mit bis zu 5K-Auflösung ansteuern. Es ist zwar nicht möglich externe Datenträger via USB-C mit den iPads zu verbinden, da dies Apple unter iOS weiterhin nicht unterstützt, dafür lässt sich aber etwa ein iPhone (via USB-C auf Lightning Kabel) oder auch ein anderes USB-C-Gerät direkt an den neuen Tablets aufladen.

Die TrueDepth-Kamera auf der Frontseite der 2018er iPad Pro Generation wird flankiert von einer 12 Megapixel Hauptkamera auf der Rückseite. Diese bietet eine f/1.8 Blende und unterstützt Aufnahmen mit Smart HDR und Quad-LED-Blitzlicht. Videos lassen sich mit bis zu 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde beziehungsweise 1080p bei 120 Bildern pro Sekunde und 720p bei 240 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Komplettiert wird die Ausstattung der diesjährigen iPad Pro Modelle von je zwei Tiefton- und Hochtonlautsprechern und einem optionalen Gigabit-LTE-Modul plus eSIM-Unterstützung. Den Geräten liegt ein 18 Watt USB-C Netzteil bei. Die Akkulaufzeit soll sowohl beim 12,9 als auch beim 11 Zoll Modell rund 10 Stunden betragen.

Die beiden iPad Pro Modelle bietet Apple mit 64, 256, 512 oder 1000 Gigabyte internem Speicher sowie in den Farbvarianten Space Grau und Silber an. Die Preise für das 11 Zoll Tablet starten bei879 Euro für eine Basiskonfiguration mit 64 Gigabyte Speicher sowie WiFi-Konnektivität und reichen bis zu 1879 Euro für die Ausführung mit 1 Terabyte Speicher und zusätzlicher Mobilfunkkonnektivität. Das 12,9 Zoll Tablet werden Interessierte zu Preisen ab 1099 Euro erwerben können. Vorbestellungen sind für alle neuen iPad Pro Varianten direkt beim Hersteller ab sofort möglich. Verfügbar werden die Geräte ab dem 07. November 2018 sein.

Zusammen mit den Tablets hat Apple auch einen neuen Apple Pencil und ein Smart Keyboard Folio vorgestellt. Der Apple Pencil der 2. Generation kostet 135 Euro, ist ausschließlich mit den neuen iPad Pro Modellen nutzbar und lässt sich an diese magnetisch andocken und auf diesem Weg auch gleich drahtlos aufladen. Das Smart Keyboard Folio, für das Apple mindesten 199 Euro veranschlagt, bietet Schutz für Tablet-Vorder- und Rückseite und erlaubt die Nutzung der iPads wie einen Laptop in zwei unterschiedlichen Aufstellungswinkeln.

Quelle: Apple #1, #2, Apple Insider