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Apples World Wide Developers Conference (WWDC) 2016 wird heute um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einer Keynote in San Francisco beginnen. Dabei ist mit diversen großen Ankündigungen zu rechnen.Bildquelle: Apple
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WWDC 2016: Die heutige Keynote zum Start der Entwicklerkonferenz sollte Neuigkeiten zu allen Apple-Plattformen beinhalten.

Apples World Wide Developers Conference (WWDC) 2016 wird heute um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einem Keynote-Event in San Francisco beginnen. Auch wenn die regelmäßig im Herbst stattfindenden iPhone-Präsentationen international einen höheren Aufmerksamkeitsgrad genießen, ist die Entwicklerkonferenz für Apple und natürlich seine Entwicker-Community das größte Event des Jahres, mit dem die Weichen für die nächsten zwölf Monate gestellt werden sollen. Dementsprechend ist auch am heutigen Abend mit diversen interessanten Ankündigungen zu rechnen.

Wirklich Konkretes ist bislang überraschend wenig über Apples Pläne für die Keynote durchgesickert. Als einigermaßen sicher gilt somit nur, dass es Neuigkeiten zur nächsten iOS und OS X Hauptversion geben wird sowie wichtige Änderungen für den digitalen Sprachassistent Siri ins Haus stehen. Wenden wir uns zunächst einmal dem letztgenannten Punkt zu, da es durchaus wahrscheinlich erscheint, dass Siri der Star des heutigen Abends sein soll.

Siri
Den aktuellen Gerüchten nach wird Apple Siri sowohl bezüglich Funktionsumfang und Erkennung kontextsensitiver Zusammenhänge deutlich verbessern als auch die Möglichkeit für Entwickler ankündigen, den digitalen Assistenten in eine beliebe App zu integrieren. Dies könnte beispielsweise dazu führen, dass Nutzer künftig deutlich mehr auf ihrem iPhone einfach nur mit Sprachbefehlen erledigen können.

Passend dazu soll Apple laut The Information auch an einem Konkurrenzprodukt zu Amazon Echo und Google Home arbeiten, die beide einen smarten Lautsprecher für das Wohnzimmer verkörpern, der über die Cloud mit einer künstlichen Intelligenz gefüttert wird und permanent nur darauf wartet, auf Nutzeranfragen zu reagieren. Ob der ominöse Siri-Lautsprecher allerdings bereits zur diesjährigen WWDC 2016 gezeigt wird, ist fraglich.

Eine zweite wichtige Neuerung für Siri soll die Integration in die nächste Hauptversion des Mac-Betriebssystems OS X sein. 9to5Mac nach wird Siri dort grundsätzlich dieselben Funktionen ausführen können wie auf iOS-Geräten, sprich Programme öffnen, diverse Fragen beantworten oder eine Textnachricht notieren und abschicken. Weitere Details zu den neuen Tricks von Siri gibt es dann vermutlich heute Abend.

iOS
Die nächste große iOS Ausgabe wird - sofern sich Apple nicht irgendeinen brandneuen, überraschenden Namen überlegt hat - schlicht und einfach iOS 10 heißen. Neben dem verbesserten Sprachassistenten Siri könnte eine wichtige Neuerung eine grundlegend überarbeitete Musik-App sein. Diese soll vor allem dafür sorgen, dass der Musik-Streaming-Service Apple Music intuitiver und komfortabler zu verwenden ist. Ergänzend dazu soll auch der Dienst an sich einige Verbesserungen erhalten, wie Bloomberg informierte.

Ebenfalls als sehr wahrscheinlich gilt in der Gerüchteküche, dass Apple iOS 10 einen „Dark Mode“ vergleichbar mit dem dunklen Thema der Benutzeroberfläche von OS X 11.11 El Capitan spendieren und einige kleinere Design-Anpassungen vornehmen wird. Des Weiteren ist wohl unter anderem ein Update für die Fotos-App eingeplant, das zusätzliche Bildbearbeitungsfunktionen beinhaltet, ansonsten gibt es aber keine bedeutenden Vorabinformationen.

OS X
Wie oben schon erwähnt, sollte eine, ja vielleicht die größte, Neuerung der nächsten OS X Hauptversion die systemweite Siri-Integration sein. Allerdings deutete sich zuletzt eine weitere wichtige Änderung an: Ein neuer Name für das Mac-Betriebssystem. Es gibt mehrere Leaks - darunter ein Druckfehler von Apple selbst, auf den The Verge aufmerksam machte - die darauf hinweisen, dass Apple OS X in „macOS“ oder „MacOS“ umbenennen wird.

Nachvollziehbar wäre die Namensänderung, da die neue Bezeichnung für das Betriebssystem besser zu den aktuellen Namen der anderen wichtigen Software-Plattformen von Apple - also iOS, tvOS und watchOS - passen würde. Unklar ist aber noch, welche Versionsnummer die Kalifornier dem vermeintlichen macOS spendiert haben. Nach dem derzeit auf Macs vorinstallierten OS X 11.11 würde macOS 12 einigermaßen plausibel wirken.

Analog zu iOS 10 liegen abseits der wenigen erwähnten Punkte leider auch zur nächsten Hauptversion von OS X / macOS keine umfassenden Einzelheiten beziehungsweise ergänzende Infos zu neuen Features vor. Wir müssen uns diesbezüglich also bis heute Abend gedulden.

tvOS und watchOS
Auch wenn sie bei weitem nicht dasselbe Standing wie iOS und OS X in der öffentlichen Wahrnehmung genießen, dürfte Apple auf der heutigen WWDC-Keynote auch Neuerungen für seine zwei jüngsten Software-Plattformen tvOS und watchOS ankündigen.

Da tvOS erst spät im vergangenen Jahr zusammen mit dem Apple TV der 4. Generation erschien und watchOS für die Apple Watch nicht viel länger auf dem Markt verfügbar ist, rechnen Insider nicht mit allzu drastischen Änderungen. Für beide Plattformen sollten ohnehin die Basisfunktionen noch weiter verbessert und ausgebaut werden. Bezüglich watchOS wünschen sich viele Nutzer Anpassungen, die die Nutzung der Apple Watch intuitiver machen. Es bleibt abzuwarten, ob Apple in dieser Hinsicht abliefern kann.

Neue Hardware
Sicherlich von vielen Apple-Fans und Marktbeobachtern mit größtem Interesse erwartet werden dürften heute Abend Hardware-Ankündigungen von Apple. Aber, so wie es bis jetzt aussieht, wird es diese nicht geben. Es kursieren zwar diverse passende Leaks, etwa zu einer neuen MacBook Pro Generation oder einem Apple-Monitor mit 5K-Auflösung, aber aus mehreren vertrauenswürdigen Quellen, mitunter 9to5Mac, war übereinstimmend zu hören, dass sich Apple auf der WWDC 2016 ganz und gar auf Software fokussieren wird. Ob das tatsächlich so ist, wissen wir in ein paar Stunden.

Apple Pay und iMessage
Abschließend noch ein paar Sätze zu einem Thema, das für Apple immer wichtiger wird: Services. Laut Gerüchteküche soll das Unternehmen zur WWDC-Keynote unter anderem Apple Pay für das Web ankündigen. Das würde also bedeuten, dass Nutzer beim Online-Shopping mit ihrem Apple-Mobilgerät Zahlungen auf einer Webseite auch ganz unkompliziert und ohne Eingabe von Kreditkarteninformationen mit dem kontaktlosen Bezahldienst vornehmen könnten. Außerdem wurde darüber gemunkelt, Apple werde heute Abend für den Messaging-Dienst iMessage, der bislang nur exklusiv auf Apple-Geräten genutzt werden konnte, einen Android-Client ankündigen.

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