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  3. Apple WWDC 2015: Keynote Gerüchte zu iOS 9, Apple Watch, Streaming und Apple TV

Apple WWDC 2015 Keynote im LivestreamBildquelle: Apple
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World Wide Developers Conference: Im Livestream wird Apple seine neuen Produkte und Services vorstellen.

Jedes Jahr im Juni macht sich Apple daran, auf seiner World Wide Developers Conference (WWDC) eine Vorschau auf die wichtigsten Software-Neuerungen zu geben, die für das iPhone, iPad und den Mac anstehen. In diesem Jahr lässt sich jedoch schon einige Stunden vor der WWDC-Keynote (Beginn ist um 19 Uhr deutscher Zeit) mit großer Zuversicht sagen, dass es deutlich mehr zu sehen geben dürfte. Natürlich wird Apple wieder über die kommenden Versionen von iOS (iOS 9) und OS X (OS X 10.11 ?) sprechen, die bedeutendsten Ankündigungen der Entwicklerkonferenz könnten der Gerüchteküche nach aber ein Musik-Streamingdienst basierend auf Beats Music sowie Neues rund um Apple TV und native Apps für die Apple Watch sein.

Musik-Streamingdienst
Nach zahlreichen Spekulationen seit Apples milliardenschwerer Übernahme von Beats sieht es nun ganz danach aus als würde das kalifornische Unternehmen heute einen eigenen vollwertigen Musik-Streamingservice vorstellen. Dieser soll gewissermaßen auf dem aufsetzen, was Beats zuvor mit Beats Music versucht hatte, und laut dem Wall Street Journal wie andere vergleichbare Angebote auch 10 US-Dollar im Monat kosten. Wie es Apple schaffen will, mit diesem Sevice zu bereits seit längerem fest am Markt etablierten Konkurrenten (Beispiel: Spotify) aufzuholen, ist unklar. Im Raum stehen unter anderem exklusive Deals mit verschiedenen Interpreten.

Apple Watch Apps
Apple wird die WWDC nutzen, um Entwicklern zu zeigen, wie sie native Apps für die Apple Watch entwickeln können. Es ist daher davon auszugehen, dass das Unternehmen während der Keynote ein paar Eindrücke von den Software-Tools geben wird, die demnächst zur Erstellung der Apps verfügbar gemacht werden. Dank dieser Werkzeuge können Entwickler dann viel umfassender die Hardware der Apple Watch nutzen. Noch wichtiger ist aber, dass die damit erstellten Apps direkt auf der Armbanduhr laufen werden und nicht länger nur mit dem gekoppelten iPhone Daten abgleichen. Das sollte dem gesamten Benutzererlebnis einen Geschwindigkeitsschub verabreichen.

Apple TV
Apples aktuelle Set-Top-Box Apple TV (3. Generation) ist mittlerweile in unveränderter Form seit mehr als zwei Jahren auf dem Markt. Ganz klar, dass es da in den letzten Monaten häufig Gerüchte über eine aktualisierte Version gab, und laut der New York Times soll Apple auch tatsächlich geplant haben, einen neuen Apple TV vorzustellen. Den Informationen der Publikation nach wird aber vorerst aus dieser Ankündigung nichts. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar, es soll aber unter anderem am von Apple gewünschten Inhaltsangebot liegen, für das die entsprechenden Deals mit Produktionsunternehmen bislang nicht finalisiert werden konnten. Die Hardware der neuen Apple-TV-Version soll sich den letzten Gerüchten nach eng an der des iPhone 6 orientieren und Sprachsteuerung via Siri unterstützen. Des Weiteren wurde von der New York Times berichtet, Apple würde dem kommenden Apple TV eine neu designte Fernbedienung beilegen, die ein Touchpad mit Unterstützung für Force Touch bietet. Das aber wohl wichtigste neue Feature, das Apple TV bekommen soll, ist ein eigener App Store, für den Entwickler Apps erstellen könnten, die spezielle für das Wohnzimmererlebnis gestaltet wurden. All das klingt sehr interessant, aber, wie erwähnt, solll es all das heute Abend nioch nicht zu sehen geben.

iOS 9
Während Apple sich bei iOS 7 und 8 darauf fokussierte, weite Teile des Betriebssystems für iPhone, iPad und iPod touch komplett umzukrempeln und mit einem frischen Anstrich zu versehen, schlichen sich zahlreiche kleine Fehler in den Programmcode ein, die unter der Nutzergemeinde für so manches Ärgernis sorgten. Den vorliegenden Informationen nach soll iOS 9 daher weniger durch diverse neue Features, als vielmehr durch einige deutlich erkennbare Verbesserungen unter der Oberfläche glänzen. Zu diesen Verbesserungen sollen laut 9to5Mac Optimierungen, Fehlerbehebungen und ein Performanceboost gehören.

Ganz ohne neue Funktion wird Apple iOS 9 dann aber vermutlich doch nicht ausliefern. Sehr vielversprechend klingt ein Feature, das 9to5Mac als “Proacive” umschreibt. Bei Proactive soll es sich gewissermaßen um Apples Antwort auf Google Now handeln. Es soll ebenfalls durch einen Wisch nach Links auf dem Homescreen aufgerufen werden können, um dem Nutzer auf Wunsche eine Übersicht relevanter Informationen anzuzeigen, die beispielsweise auf anstehenden Kalendereinträgen, dem aktuellen Aufenthaltsort oder gängigen Aktivitäten auf dem iPhone beziehungsweise iPad basieren.

Speziell für das iPad könnte Apple in diesem Jahr außerdem den seit langem vielzitierten Multitasking-Modus einführen. Laut 9to5Mac sollen die Kalifornier schon im letzten Jahr kurz vor der Enthüllung dieses Features gestanden sein, das es ermöglichen soll, zwei Apps direkt nebeneinandere auf einem iPad-Display darzustellen.

Mac OS X 10.11
Vergleichbar mit dem berichteten Vorgehen bei iOS 9 soll Apple auch bei der nächsten großen Ausgabe von OS X auf viele neue Features zugunsten von weniger auffälligen Neuerungen verzichtet haben. So bekommt das Mac-Betriebssystem laut 9to5Mac diverse Stabilitäts- und Sicherheitsverbesserungen spendiert. Davon abgesehen sind aber kaum Details bekannt. Auch wie Apple den Nachfolger von OS X 10.10 Yosemite nennen wird, ist bislang nicht durchgesickert.

Von all den genannten Themen abgesehen ist nicht ausgeschlossen, dass Apple noch die ein oder andere Überraschung für die anstehende Keynote parat hat. Mit wirklich eindrucksvollen Hardware-Ankündigungen sollte aber nach allem was wir bislang vernommen haben heute nicht gerechnet werden. Fast die komplette Mac-Line-up wurde innerhalb der letzten Wochen aktualisiert und neue iPhones und iPads sollte es erst wieder im September beziehungsweise Oktober zu sehen geben.

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