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Apple Watch: Defektes Bauteil soll für schlechte Verfügbarkeit verantwortlich sein (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
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Apple Watch: Die Taptic Engine des Wearables, die unter anderem für kleine Vibrationen zuständig ist, soll bei der Fertigung Probleme bereiten.

Am 10. April 2015 begann Apple damit, Vorbestellungen für die Apple Watch zu akzeptieren, und seit exakt diesem Tag ist die Verfügbarkeit des ersten Wearable-Produkts der kalifornischen Kultfirma mehr als dürftig. Mit dem offiziellen Marktstart am vergangenen Freitag landeten dann zwar ein paar mehr Exemplare bei Vorbestellern als zunächst angenommen wurde, aber dennoch fragt sich die gesamte Technik-Welt, warum Apple nach wie vor nur ein so geringes Kontingent an Uhren bereitstellen kann. Ein aktueller Artikel des Wall Street Journal scheint nun die Antwort auf diese Frage zu liefern: Eine wichtige Komponente der Apple Watch, die sogenannte Taptic Engine, wurde von zwei unterschiedlichen Zulieferern gefertigt, und das Bauteil eines der beiden Unternehmen stellte als defekt heraus.

Die vorliegenden Informationen lassen den Schluss zu, dass Apple die Taptic Engine des Zulieferers aus Shenzhen, China nicht wie geplant für die Apple Watch verwenden konnte. Das Bauteil aber, das von einer japanischen Firma produziert wird, soll die folgenschwere Problematik nicht aufweisen. Laut dem Artikel lässt Apple mittlerweile die Produktion der besagten Komponente nur noch in Japan durchführen, aber natürlich bedarf es einer gewissen Zeit bis in der betreffenden Fabrik der Produktionsoutput erhöht werden kann. Dies und die Tatsache, dass ein einzelner Auftragsfertiger praktischer immer langsamer arbeitet als zwei, sollen den verwendbaren Bestand der Taptic Engine nach wie vor auf einem relativ niedrigen Niveau halten.

Als Taptic Engine bezeichnet Apple das Bauelement der Apple Watch, welches dafür verantwortlich ist, dass Nutzer haptisches Feedback von dem Gerät erhalten können. Dieses besteht unter anderem aus sanften Vibrationen, die der Nutzer am Handgelenk spürt, wenn beispielsweise Benachrichtigungen auf der Uhr eingehen oder ähnliches.

Um die Produktionsprobleme zu lösen, soll Apple laut dem Wall Street Journal mit Foxconn verhandeln, als zweiter Auftragsferiger für die Apple Watch neben Quanta Computer einzuspringen. Foxconn werde aber voraussichtlich frühesten Ende 2015 in der Lage sein, die Watch zu produzieren. Es könnte also noch Monate dauern bis das neue Wearable-Produkt in ausreichender Stückzahl im Handel erhältlich ist.

Apple selbst hat sich zu diesen Problemen natürlich nicht geäußert, aber das Unternehmen hat zumindest mehrfach öffentlich betont, energisch daran zu arbeiten, Bestellungen der Apple Watch so schnell wie nur möglich zu erfüllen. Wer im Augenblick eine Apple Watch bestellt, bekommt dennoch eine Lieferzeit angezeigt, die bis in den Juni hineinreichen kann.

Für all jene, die bereits im Besitz einer Apple Watch sind, sich nun aber fragen, ob sie vielleicht ein Exemplar mit defekter Taptic Engine erhalten haben, kann vielleicht ein zweiter Artikel von Re/code für etwas Beruhigung sorgen. Diesem nach soll Apple das Problem bemerkt haben, noch bevor eine betroffene Uhr an Käufer ausgeliefert wurde. Wie akkurat diese Meldung tatsächlich ist, wird sich aber wohl erst in den nächsten Wochen zeigen.

Quelle: Wall Street Journal, Re/code

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