1. Startseite
  2. News
  3. Apple veröffentlicht finale Fassung von macOS 10.12 Sierra

Apple veröffentlicht finale Fassung von macOS 10.12 Sierra (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
Fotogalerie (1)
macOS Sierra: Apple bringt in diesem Jahr sowohl Siri als auch erweiterte iCloud-Integration auf den Mac.

Apple hat heute wie versprochen sein neues Desktop-Betriebssystem macOS 10.12 Sierra für alle Nutzer mit einem halbwegs aktuellen Mac zum Download freigegeben. Wie schon die OS X Vorgänger - 2015 war das OS X 10.11 El Capitan - der letzten paar Jahre ist auch Sierra ein kostenloses Upgrade, das über den Mac App Store bezogen werden kann.

Erstmals offiziell Angekündigt hatte Apple den Namenswechsel von OS X zu macOS sowie die Liste der neuen Features von Sierra zur WWDC 2016 im vergangenen Juni. Seither wurden insgesamt acht Beta-Versionen des Betriebssystems für Entwickler beziehungsweise freiwillige Tester und zuletzt mehrere Fassungen der sogenannten Golden Master (GM) veröffentlicht.

Das fertige macOS Sierra läuft laut Apple auf allen iMacs und MacBooks, die Ende 2009 oder später auf den Markt kamen, vom MacBook Pro, Mac Pro oder Mac mini wird mindestens ein Modell von Mitte 2010 vorausgesetzt und beim MacBook Air muss es ein Gerät von Ende 2010 oder später sein.

In gewisser Weise ist die Namensänderung von OS X hin zu macOS nicht nur als Marketing-Maßnahme, sondern gerade im Fall von Sierra auch als konzeptioneller Rahmen zu verstehen. Apple wollte den nächsten logischen Schritt machen und das Desktop-Betriebssystem noch enger mit seinen anderen drei Computing-Plattformen - iOS, watchOS und tvOS - verzahnen, ohne dabei die Identität des Mac zu kompromittieren. So sind die wichtigsten Neuerungen von macOS 10.12 denn auch die systemweite Integration des virtuellen Assistenten Siri, umfassendere iCloud-Unterstützung, einige an iOS 10 angelehnte Features und die Möglichkeit, einen Mac mit einer Apple Watch zu entsperren.

Hinsichtlich Siri auf dem Mac ist zu erwähnen, dass der Sprachassistent weitgehend genau so funktioniert wie auf einem iPhone oder iPad. Nutzer können Siri darüber hinaus unter anderem dazu verwenden, nach bestimmten Dokumenten, Dateien oder Fotos zu suchen. Ebenfalls neu ist das sogenannte „Universal Clipboard“, ein Continuity-Feature, das es ermöglicht, Text auf einem anderen Apple-Gerät auszuwählen und zu kopieren, und diesen Text dann unter macOS ohne weiteres Zutun einzufügen.

Die „Magie“ von derlei im Hintergrund ablaufenden Prozessen endet aber nicht bei der Synchronisierung von Text. Apple gewährt Nutzern beispielsweise auch die Option, sämtliche auf dem Schreibtisch oder im Dokumente-Ordner abgelegten Dateien automatisch in iCloud zu speichern. So sind nützliche oder wichtige Dokumente stets von allen Apple-Geräten aus abrufbar. Des Weiteren funktioniert es unter Sierra, ein Youtube-Video aus dem Browser Safari oder einen iTunes-Film im Bild-in-Bild-Modus anzusehen, oder in diversen von Apple mitgelieferten Programmen - darunter beispielsweise Karten - multiple Tabs zu öffnen.

Apropos Karten: Analog zu den Verbesserungen mehrerer System-Apps unter iOS 10 hat Apple auch unter macOS Sierra verschiedene namhafte Programme überarbeitet. Die umfassendsten Anpassungen haben dabei die Anwendungen Nachrichten und Fotos erhalten, die weitgehend dieselben neuen Funktionen wie ihre aktuellen iOS-Pendants unterstützen. Im Fall von Fotos etwa bedeutet das also die Implementierung eines Deep Learning Algorithmus, mit dem unter anderem Objekte, Gesichter und die Umgebung auf Fotos analysiert werden, um dem Nutzer im Nachhinein eine leistungsstarke Foto-Suchfunktion zu bieten.

Die genannten Features sind nicht alle, aber wohl die wichtigsten Neuerungen von macOS Sierra. Für Besitzer einer Apple Watch sei abschließend noch erwähnt, dass sich die automatische Entsperrfunktion der smarten Uhr nur auf einem Mac einrichten lässt, der Mitte 2013 oder später auf den Markt kam.

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.