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Apple stellt teures, aber schickes iPhone X mit Face ID vor (Bild 1 von 5)Bildquelle: Apple
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iPhone X: Apples dritte Smartphone-Neuvorstellung des Tages ist eine besondere Jubiläumsausgabe der iPhone-Reihe, mit der die Kalifornier ihren bedeutendsten Fortschritt seit Jahren bewerkstelligt haben sollten.

Als „one more thing“ am Ende seiner heutigen Keynote hat Apple das seit Monaten von zahllosen Spekulationen umrankte Premium-iPhone mit fast randlosem OLED-Display und mehren brandneuen Features vorgestellt. Wie im Vorfeld bereits durchgesickert trägt das zum zehnjährigen Jubiläum der iPhone-Reihe erscheinende Modell den offiziellen Namen iPhone X, wobei der Buchstabe „X“ erwartungsgemäß für die römische Zahl „10“ steht und somit auch als „ten“ beziehungsweise „zehn“ ausgesprochen wird.

Da das Industriedesign des iPhone 6 in den vergangenen Jahren wieder und wieder nahezu unverändert von Apple recycelt wurde - zumindest aus Sicht eines ganz gewöhnlichen Konsumenten – ist es wohl gerechtfertigt, zu schreiben, dass das iPhone X schon rein Äußerlich den größten Fortschritt für die iPhone-Reihe seit einer langen Zeit bedeutet. Apple selbst spricht gewohnt selbstbewusst von der „Zukunft des Smartphones“.

Beim ersten Blick auf das Gerät sowie die technischen Details sticht also sofort das 5,8 Zoll große OLED-Panel ins Auge. Dieses hat ringsum tatsächlich nur eine äußerst schmale Einfassung und trumpft zudem mit einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixel auf, was einer Pixeldichte von 458 ppi entspricht und somit das bislang schärfte iPhone-Display darstellt. Weitere besondere Eigenschaften dieses Panels sind die Unterstützung der True-Tone-Technologie, die ebenfalls bei der iPhone 8 Reihe zum Einsatz kommt und davor bei der iPad Pro Familie ihr Debüt feierte, sowie von HDR Vision und Dolby HDR. Bemerkenswert an dem Edge-to-Edge-Display ist aber auch die Tatsache, dass Apple direkt am oberen Rand des Panels eine schwarze Leiste einlassen musste, um dahinter wichtige Sensoren und die Frontkamera zu integrieren. Dies hat zur Folge, dass die Pixel von Fotos und Videos in der horizontalen Vollbildansicht um diesen Streifen herum verlaufen.

Der randlose Touchscreen ist darüber hinaus mitunter einer der Gründe dafür, dass Apple bei seinem „revolutionären“ neuen Smartphone erstmals die ikonische kreisrunde iPhone-Home-Taste ersatzlos streicht. Als alternatives Bedienkonzept hat Apple neue Wischgesten in iOS 11 implementiert sowie den An/Aus-Schalter an der Gehäuseseite größer gemacht und mit neuen Funktionen belegt. Der virtuelle Assistent Siri lässt sich beispielsweise nun an dieser Stelle aktivieren. Das Ganze wird für langjährige iPhone-Nutzer aber selbstverständlich eine gewisse Umgewöhnungsphase bedeuten.

Was durch das Fehlen der Home-Taste ebenfalls beim iPhone X wegfällt, ist der bei anderen iPhones (auch bei iPhone 8 und 8 Plus) dort integrierte Fingerabdrucksensor Touch ID. Apple hat sich aber nicht lumpen lassen und als Ersatz eine brandneue Gesichtserkennungstechnologie namens Face ID entwickelt, die sowohl sicherer sein soll als Touch ID als auch ebenso zuverlässig. Der Hersteller verspricht, dass die Technologie, welche eine fortschrittliche IR-Kamera mit 3D-Scanfunktion („TrueDepth“) in Kombination mit der Prozessorleistung des A11 Bionic Chipsatzes des Smartphones nutzt, um einen Nutzer eindeutig zu identifizieren, nicht durch Fotos oder Masken getäuscht werden kann. Zudem wird Face ID genau wie Touch ID für Apple Pay genutzt werden können und soll auch mit Drittanbieter-Apps kompatibel sein, die bislang nur Touch ID unterstützen.

Das iPhone X verfügt über ein Gehäuse das überwiegend aus sehr robustem Glas sowie einem Edelstahlrahmen besteht und kann genau wie iPhone 8 und 8 Plus drahtlos via Qi-Standard geladen werden. Das Chassis ist des Weiteren wasserdicht, integriert Stereolautsprecher und wird von Apple in den beiden Farbvarianten Space Grau und Silber angeboten werden.

Im Gehäuseinneren setzt Apple analog zur iPhone 8 Reihe das A11 Bionic SoC mit sechs CPU-Kernen (zwei leistungsfähige und vier energieeffiziente Cores) und der ersten von Apple in Eigenregie designten GPU ein, welches auch Unterstützung für LTE-Advanced sowie für Bluetooth 5.0 bietet. Und auch im Bereich Kameratechnik weist das neue Premium-Gerät viele Parallelen mit den beiden anderen heute präsentierten iPhones – speziell dem iPhone 8 Plus - auf. So setzt sich das vertikal angeordnete Dual-Kamera-System des iPhone X aus zwei Modulen mit verbesserten 12 Megapixel Sensoren zusammen. Das Hauptobjektiv wartet laut Hersteller mit einer f/1.8 Blende, das Telefotoobjektiv mit f/2.4 Blende auf. Außerdem nennt Apple optische Bildstabilisierung für beide Module und ein Quad-LED-Blitzlicht als Besonderheiten und auch die Frontkamera des iPhone X ist von höherer Qualität als die der iPhone 8 Modelle.

Kommen wir schließlich noch zu den beiden (großen) Wermutstropfen an der Vorstellung des iPhone X. Diese sind wie im Vorfeld vermutet zum einen die Verfügbarkeit und zum anderen der Preis. Apples Angaben nach wird das Premium-Smartphone mitunter in Deutschland erst ab Freitag, den 27. Oktober 2017 vorzubestellen sein und ab Freitag, den 3. November 2017 an Kunden ausgeliefert werden. Die Preise für das iPhone X werden bei 1149 Euro (Modellvariante mit 64 Gigabyte Flash-Speicher) beginnen. Wer noch mehr ausgeben möchte, oder schlicht und einfach mehr Speicher braucht, der wird das Gerät auch mit 256 Gigabyte Speicher für 1319 Euro ordern können.

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