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Apple stellt neues 13 & 15 Zoll MacBook Pro mit bis zu 6-Kern-CPU vor (Bild 1 von 6)Bildquelle: Apple
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Mit Touch Bar: 13 Zoll und 15 Zoll MacBook Pro von Apple bieten wieder einen auf Touch-Eingaben reagierenden Display-Streifen oberhalb der Tastatur, der nun aber wie das Haupt-Display True Tone unterstützt.

Apple hat heute ganz ohne großes Aufheben via Pressemitteilung neue MacBook Pro Modelle für kreative Profis vorgestellt. Aktualisierte Hardware erhalten damit sowohl das 13 Zoll als auch das 15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar. Komplett unverändert bleibt hingegen das 13 Zoll MacBook Pro ohne Touch Bar.

Die wichtigsten Upgrades der neuen 2018er MacBook Pro Line-up lassen sich kurz folgendermaßen zusammenfassen: Aktuelle Intel Core i Prozessoren der 8. Generation mit vier (13 Zoll Modelle) oder sechs (15 Zoll Modelle) Kernen, Display mit True Tone Unterstützung, bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher (15 Zoll Modelle), Apple T2 Chip und eine dezent überarbeitete, leisere Tastatur.

Wie für Apples MacBook Pro Familie üblich haben die neuen 13 Zoll und 15 Zoll Modelle viele Gemeinsamkeiten, sie unterscheiden sich aber jenseits von Größe und Gewicht auch in mehreren Punkten. Am 2016 eingeführten MacBook Pro Design nimmt Apple auch in diesem Jahr keine äußerlich wahrnehmbaren Veränderungen vor. So warten die Neuvorstellungen alle mit der Touch Bar inklusive Fingerabdrucksensor Touch ID auf, bieten ein 16:10 Display mit zwar schmalen, jedoch deutlich wahrnehmbaren Rändern, kein leuchtendes Apple-Logo auf dem Display-Deckel, ausschließlich Thunderbolt-3-Schnittstellen mit USB Typ-C Anschluss und die oft gescholtene Tastatur mit sogenannten Butterfly-Switches ist ebenfalls mit an Bord.

13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar (2018)
Im neuen 13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar rechnet je nach Konfiguration ein Intel Core i5 oder ein Core i7 Prozessor der 8. Generation mit vier Kernen, Hyper-Threading-Unterstützung, einer TDP (Thermal Design Power) von 28 Watt und einem Basistakt von maximal 2,7 Gigahertz beziehungsweise einer Turbo-Frequenz von bis zu 4,5 Gigahertz. Die Chips integrieren zudem eine Intel Iris Plus 655 Grafikeinheit mit 128 Megabyte eDRAM.

An externen Schnittstellen bietet das 2018er 13 Zoll Modell analog zu den Modellen der vergangenen beiden Jahre insgesamt vier Thunderbolt 3 Ports. Gegen Aufpreis lassen sich die standardmäßig verbauten und fest verlöteten 8 Gigabyte LPDDR3-RAM direkt beim Kauf auf bis zu 16 Gigabyte erweitern. Die 256 oder 512 Gigabyte fassende PCIe-SSD kann gegen eine Ausführung mit bis zu 2 Terabyte Speicherplatz ersetzt werden.

15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar (2018)
Das 15 Zoll MacBook Pro erhält in diesem Jahr ebenfalls ein signifikantes Prozessor-Upgrade. Apple verbaut nun Intel Core i7 oder Core i9 Prozessoren der 8. Generation (Coffee Lake) mit sechs Kernen, Hyper-Threading (bis zu 12 Threads), einer TDP von 45 Watt und maximal 2,9 Gigahertz Basis- respektive 4,8 Gigahertz Turbo-Takt. Die integrierte Grafiklösung Intel UHD Graphics 630 der Hexa-Core-Chips wird bei den teureren und größeren MacBook Pro Modellen durch eine dedizierte AMD-Grafikeinheit ergänzt. Je nach Konfiguration kommt entweder die AMD Radeon Pro 555X oder die AMD Radeon Pro 560X mit jeweils 4 Gigabyte Videospeicher zum Einsatz.

Erstmals seit der Einführung des neuen MacBook Pro Designs bietet Apple die 15 Zoll Varianten mit bis zu 32 Gigabyte DDR4-RAM an. In den beiden vom Hersteller vorkonfigurierten Varianten sind aber weiterhin 16 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut. Hinzu kommen eine PCIe-SSD mit auf Kundenwunsch bis zu 4 Terabyte Speicherplatz sowie vier Thunderbolt 3 Ports. Aufgrund der Hexa-Core-CPUs und des Einsatzes von DDR4-Speicher verbaut Apple auch einen größeren Akku. Dennoch werden Gewicht und Laufzeit mit zur Vorgängergeneration identischen Werten angegeben.

Weitere Änderungen für die MacBook Pro Reihe
Sowohl das neue 13 Zoll als auch das neue 15 Zoll MacBook Pro bestückt Apple mit einem verbesserten Retina-Display mit einer Helligkeit von 500 Nits, welches nun auch die True-Tone-Technologie unterstützt, und einem sogenannten T2-Zusatzchip. True Tone verändert die Farbdarstellung des Bildschirms automatisch je nach Umgebungslicht und -situation und ist bereits von aktuellen iPhones und iPads her bekannt. Der T2-Chip kam erstmals im iMac Pro zum Einsatz und verleiht den neuen MacBook Pro Modellen nun zum einen eine erhöhte Systemsicherheit dank Features wie sicheres Booten und on-the-fly Speicher-Verschlüsselung, zum anderen Unterstützung für die Aktivierung des digitalen Assistenten Siri via „Hey Siri“ Sprachkommando.

Aufgrund der sich häufenden Nutzerbeschwerden über die aktuellen MacBook-Tastaturen und des dazu passenden kürzlich initiierten offiziellen Reparaturprogramms hätte man bei der 2018er MacBook Pro Reihe deutlich überarbeitete Tastaturen erwarten können. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Apple spricht zwar von der dritten Generation der Tastatur mit Butterfly-Mechanismus, lobt die zugrundeliegende Konstruktion aber davon abgesehen lediglich in den höchsten Tönen und erwähnt keinerlei Qualitätsverbesserungen. Tastenanschläge sollen bei der neuen Tastatur immerhin etwas leiser sein als bei den Vorgängergenerationen. Wie es aber mit der Zuverlässigkeit einzelner Tasten aussieht, das müssen ganz offensichtlich erst die kommenden Monate zeigen.

Verfügbarkeit und Preise
Apple bietet die neuen 13 Zoll und 15 Zoll MacBook Pro Modelle ab sofort im eigenen Online Store an.Die Preise für das kleinere MacBook Pro beginnen bei 1999 Euro und für das größere bei 2799 Euro, was jeweils der unverbindlichen Preisempfehlung für das entsprechende Vorgängermodell entspricht. Durch Konfiguration der Notebooks mit mehr Arbeitsspeicher und größerer SSD schnellen die Preise allerdings rasch enorm in die Höhe. So kostet das 13 Zoll MacBook Pro in der Maximalausstattung mit 16 Gigabyte RAM und 2 Terabyte SSD beispielsweise 4349 Euro. Für das bestmöglich ausgerüstete 15 Zoll MacBook Pro mit 32 Gigabyte RAM und 4 Terabyte SSD verlangt Apple gar 7959 Euro.

Ungeachtet einer potenziellen Preishürde können Interessenten die neuen MacBook Pro Modelle ab sofort direkt bei Apple ordern. Für die 13 Zoll Varianten wird als Auslieferungszeitraum derzeit 18. bis 20. Juli, für die 15 Zoll Modelle 19. bis 23. Juli angegeben.

Als Betriebssystem ist auf den neuen MacBook Pro Modellen natürlich noch macOS 10.13 High Sierra vorinstalliert. Apple wirbt aber bereits damit, dass die Notebooks im kommenden Herbst ein kostenloses Update auf macOS 10.14 Mojave erhalten werden, das unter anderem einen verbesserten Mac App Store und systemweiten Dark Mode sowie neue Apps und Sicherheitsfeatures beinhalten wird.

Offiziell abgesegnete eGPU-Box von Blackmagic Design
Apple hat in Kooperation mit Blackmagic Design eine eGPU-Box entwickelt, die nun zusammen mit der neuen MacBook Pro Generation über Apples Online-Store erhältlich ist. Die Blackmagic eGPU Box ist auf ein leises Betriebsgeräusch getrimmt, integriert eine Radeon Pro 580 Desktop-Grafiklösung und soll jedem Mac mit Thunderbolt 3 Ports zu ungeahnten Grafik-Höchstleistungen verhelfen. Die Box bringt darüber hinaus selbst zwei Thunderbolt 3 Ports, vier USB 3.0 Typ-A Buchsen sowie einen HDMI 2.0 Ausgang mit und kann angeschlossene MacBook Pro Modelle mit bis zu 85 Watt aufladen. Der Verkaufspreis von Apple beträgt 695 Euro.

Back to School Aktion und neue Lederhülle für MacBook Pro
Apple weist darauf hin, dass Studenten, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung die neuen MacBook Pro Modelle auch mit der heute startenden Back to School Promotion kombinieren können. Als Teil dieser Aktion erhalten Käufer eines beliebigen Mac oder iPad Pro ein Paar qualifizierte Beats-Kopfhörer. Zudem gibt es über den Apple Education Store Bildungspreise für Mac, iPad Pro, AppleCare, ausgewähltes Zubehör und mehr.

Die letzte Apple-Neuheit des Tages sind schließlich Lederhüllen für das 13 Zoll und 15 Zoll MacBook Pro. Diese bestehen laut Hersteller aus hochwertigem Leder und einem weichen Futter aus Mikrofaser und werden in den Farbvarianten Sattelbraun, Mitternachtsblau und Schwarz angeboten.