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  3. Apple stellt iPhone 7 und iPhone 7 Plus offiziell vor

Apple hat sein heutiges Medien-Event erwartungsgemäß genutzt, um das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus zu präsentieren. Beide neuen Apple-Smartphones weisen grundlegend dasselbe Industriedesign auf wie ihre Vorgänger, kommen aber mit diversen Verbesserungen.Bildquelle: Apple
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Bigger, Better: Nur das 5,5 Zoll Modell der iPhone 7 Reihe bietet ein Dual-Kamera-Setup, das Aufnahmen mit 2-fachem optischem Zoom erlaubt.

Apple heute nach Monaten hitziger Spekulationen das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus offiziell vorgestellt. Während eines großen Medien-Events in San Francisco wurde die beiden neuen Modelle als die leistungsfähigsten, robustesten und ausdauerndsten Apple-Smartphones alles Zeiten enthüllt.


Auf den ersten Blick hat sich beim Sprung von der iPhone 6s zur iPhone 7 Generation gar nicht so viel getan, allerdings gibt es beim Industriedesign vier signifikante Änderungen. Apple wird die neuen Smartphones nun zusätzlich zu Gold, Rosègold und Silber in den neuen Farbvarianten Schwarz und dem vermutlich Fingerabdruck anziehenden Diamantschwarz (exklusiv bei Modellvarianten mit 128 oder 256 Gigabyte Speicher) anbieten, das Gehäuse ist bei beiden Geräten wasserabweisend, es werden erstmals in der iPhone-Historie Stereolautsprecher eingesetzt und – eine sicherlich kontroverse Entscheidung – den Smartphones fehlt der 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss. Ebenfalls in gewisser Weise neu ist, dass die Antennenstreifen nun nicht mehr quer über die Rückseite verlaufen, sondern in den oberen und unteren Gehäuserand integriert wurden. Dadurch wirken die neuen iPhones etwas eleganter als die alten.

Was sich bei iPhone 7 und 7 Plus im Vergleich zu den Vorgängern nicht ändert, das sind Display-Größe und -Auflösung. Das kleinere Modell wartet also mit einem 4,7 Zoll, das größere mit einem 5,5 Zoll Retina LC-Display auf, die die 3D Touch Technologie integrieren. Verbessert hat Apple aber in beiden Fällen die Farbdarstellung des Bildschirms. Bilder und Videos sollen dadurch noch schärfer und farbintensiver wirken. Wirklich große Versprechen macht Apple zudem bezüglich der neuen Kameras der Geräte. Wie im Vorfeld durchgesickert, kommtaber nur das Plus-Modell mit einer Dual-Kamera-Anordnung daher, die unter anderem hochauflösende Aufnahmen mit zweifachem optischen Zoom erlaubt. Des Weiteren können die zwei darin enthalten Module mit jeweils 12 Megapixel Sensor zur Erzeugung eines Schärfentiefe-Effekts bei Fotoaufnahmen genutzt werden. Auch wenn es angesichts dieser Features etwas unterzugehen droht, hat auch die Kamera des „normalen“ iPhone 7 ein eindeutiges Upgrade spendiert bekommen. Sie arbeitet mit einem 12 Megapixel Sensor, soll auch für Aufnahmen unter schwierigen Lichtverhältnissen geeignet sein und bringt nun wie beim großen Bruder optische Bildstabilisierung mit. Sowohl iPhone 7 als auch 7 Plus verfügen zudem über einen neuen 4fach-LED Blitz sowie eine verbesserte 7 Megapixel FaceTime HD Frontkamera.

Ein weiteres brandneues Ausstattungsmerkmal von iPhone 7 und 7 Plus ist die neu entwickelte Home-Taste. Diese lässt sich nicht länger mechanisch drücken, sondern integriert neben dem Touch ID Sensor nun weitere Sensoren, die unterschiedliche Druckstufen registrieren. Wie die Force Touch Trackpads neuer MacBooks gibt die Taste dem Nutzer beim Betätigen durch leichte Vibrationen Feedback. Ein wichtiger Grund warum Apple diese neue Home-Taste entwickelt hat, dürfte der hinzugekommene Wasser- und Staubschutz der iPhones sein.

Mittlerweile schon fast als selbstverständlich aufgenommen wird der von Apple propagierte Leistungssprung für die aktuellste iPhone-Generation. Dabei scheint der neu entwickelte Apple A10 Fusion Chip im Vergleich zum bereits sehr flotten Apple A9 des letzten Jahres nochmals deutlich mehr Performance mitzubringen. Der A10 Fusion wirft dazu in diesem Jahr gleich vier CPU-Kerne in die Waagschale, von denen Apple zwei mit den Worten high-performance und zwei mit hocheffizient beschreibt. Letztere sollen daher nur mit einem Fünftel der Energie der High-Performance-Kerne auskommen und dabei helfen, den Akku zu schonen. Für das iPhone 7 verspricht der Hersteller unter anderem dadurch bis zu durchschnittlich zwei Stunden längere Akkulaufzeit, für das iPhone 7 Plus bis zu 1 Stunde (verglichen mit dem jeweiligen Vorgänger). Die im A10 Fusion integrierte 6-Kern-GPU soll ebenso effizienter Grafiken berechnen und rund die dreifache Leistung im Vergleich zum A8 Chip des iPhone 6 erbringen.

Das iPhone 7 und 7 Plus sind in LTE-Netzen mit bis zu 450 Megabit pro Sekunde im Downstream unterwegs und unterstützen schnelles WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac mit MIMO-Technik sowie Bluetooth 4.2 LE und NFC.

Um für Kunden die Wegrationalisierung des Kopfhöreranschlusses bei den neuen iPhones sowohl verständlicher als auch erträglicher zu machen, hat Apple den Geräten nicht nur Stereolautsprecher verpasst, sondern hinsichtlich der Audio-Erfahrung ergänzende Schritte unternommen. Zum einen werden jedem iPhone 7 und 7 Plus die bekannten EarPods, nun jedoch mit Lightning Connector, sowie ein Adapter (Lightning auf 3,5 Millimeter Klinke), mit dem sich ältere Kopfhörer auch an den neuen iPhones weiter nutzen lassen, beiliegen. Zum anderen hat Apple die kabellosen AirPods entwickelt, durch die die vom Hersteller propagierte Zukunft ohne lästigen Kabelsalat schneller zur Realität werden soll. Dank des brandneuen, integrierten W1 Chips bieten AirPods laut Herstellerangaben beste Verbindungsqualität und Klangeigenschaften sowie die längste Batterielaufzeit der Branche. Darüber hinaus kann der Nutzer bei Bedarf den virtuellen Assistenten Siri ganz einfach mittels Doppeltippen aktivieren. Die AirPods werden inklusive Lade-Case geliefert und sollen ab Ende Oktober für 179 Euro erhältlich sein.

Für die neuen iPhones wird Apple ab kommenden Freitag, den 9. September 2016 Vorbestellungen akzeptieren. Ab 16. September werden die Smartphones dann in insgesamt 28 Märkten - darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz - im Handel erhältlich sein. In 30 weiteren Ländern eine Woche später. Hierzulande ruft der kalifornische Hersteller für das iPhone 7 Preise ab 759 Euro und für das iPhone 7 Plus Preise ab 899 Euro auf. Von beiden Geräten wird es zum Marktstart Modellvarianten mit 32, 128 und erstmals 256 Gigabyte Speicher geben, wobei sich Apple jedes Speicher-Upgrade mit 110 Euro vergüten lässt.

Natürlich wird Apple passend zu den Geräten auch wieder jede Menge Accessoires verkaufen. Das beginnt bei Cases aus Leder beziehungsweise Silikon und reicht über Lightning Docks bis hin zu einem Smart Battery Case für das iPhone 7.

Das neue Betriebssystem iOS 10, das auf iPhone 7 und 7 Plus natürlich vorinstalliert ist, erscheint laut offiziellen Angaben nächsten Dienstag, den 13. September 2016 für alle unterstützten iOS-Geräte.

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