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  3. Apple: Neuer Mac mini mit schlechterer Multi-Core-Leistung und fest verlötetem Arbeitsspeicher

Der neue Mac mini ist nicht in jeder Hinsicht ein Fortschritt.Bildquelle: Apple
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Nicht alles ist besser geworden: Beim neuen Mac mini kann der Arbeitsspeicher nicht mehr vom Käufer nachträglich ausgetauscht bzw. erweitert werden und auch die Performance ist nur zum Teil besser geworden.

Der Mac mini stellt für viele einen recht günstigen Weg dar, um in die Welt von Apple einzusteigen, ohne dabei direkt einen recht teuren iMac kaufen zu müssen. Aber auch als Server oder leiser und unauffälliger PC im Wohnzimmer war der Mac mini durchaus recht beliebt. Allerdings hatte Apple dem kleinen Kasten schon lange kein Update mehr spendiert, bis es auf der Keynote in der letzten Woche dann doch soweit war. Allerdings ist beim neuen Modell nicht unbedingt alles besser geworden. Konnte man bisher noch eine Server-Variante des Mac mini erwerben, so fällt diese Option nun gänzlich weg. Bis dato war es für Nutzer außerdem möglich den Arbeitsspeicher selbst nachträglich zu erweitern, gleiches galt für die Festplattenkapazität. Damit ist nun zum Teil ebenfalls Schluss, denn der RAM im neuen Modell ist fest verlötet und kann somit nicht länger ausgetauscht werden. Der neue Mac mini kommt in der günstigsten Variante für 519 Euro dabei gerade einmal mit 4 GB RAM daher, ein Upgrade auf 8 GB kostet bei Apple direkt 100 Euro, wer sogar 16 GB möchte der muss gleich 300 Euro mehr bezahlen. Die Festplatte soll allerdings laut ersten Berichten noch nachträglich austauschbar sein, allerdings soll womöglich dabei die Garantie verloren gehen.

Die neue Modelle kommen mit einem Intel Core i5 oder Intel Core i7 der Haswell-Generation daher, es handelt sich dabei allerdings nun grundsätzlich immer um die Dual-Core-Variante des Prozessors. Die älteren Macs hatten optional noch Quad-Core-Versionen der Ivy Bridge-Generation zu bieten. Daher dürfte es nicht verwundern, dass zwar die Single-Core Leistung besser bei den neuen Varianten ausfällt, die Multi-Core-Leistung allerdings hinter den Werten des Vorgängers angesiedelt ist. Der Leistungsverlust bei den jeweiligen Top-Modellen beträgt also je nach Variante rund 7% und mehr. Die neuen Modelle haben aber dennoch einige Vorteile, darunter je nach Modell entweder den integrierten HD 5000 oder Iris Grafikchip anstelle der Intel HD 4000 Grafikeinheit zu bieten. Auch im Bereich der Anschlüsse und bei WLAN ist man mit dem neuen Mac mini besser beraten, da es hier den neuen ac-Standard gibt.

Je nach Einsatzgebiet und den eigenen Erwartungen an einen Mac mini ist man also womöglich mit dem alten Mac mini sogar besser beraten. Allerdings dürften diese schon in Kürze nur noch sehr schwer zu bekommen sein, immerhin werden sie nicht länger hergestellt. Bei Bedarf sollte man also vielleicht schnell bei einem alternativen Händler abseits von Apple noch zugreifen.

Quelle: Geekbench, Macminicolo Blog

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