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Apple MusicBildquelle: Apple
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Apple Music: Neuer Streaming-Dienst basiert auf Beats Music und liefert ein kuratiertes und auf den Nutzer zugeschnittenes Musikangebot.

Apple hat zum Auftakt der WWDC 2015 erwartungsgemäß einen eigenen Musik-Streamingdienst angekündigt. Der Service trägt schlicht und einfach die Bezeichnung Apple Music und soll unter anderem durch die Integration einer enormen Musik-Bibliothek, von Live-Radio sowie einer sozialen Plattform, die Künstler mit Fans zusammenführt, Anwendern ein bislang nicht da gewesenes Angebot bieten. Um möglichst schnell ein möglichst großes Publikum mit dem Streamingdienst zu erreichen, wird Apple sogar erstmals eine App für Googles Android-Betriebssystem bereitstellen. Anders als beim derzeitigen internationalen Marktführer Spotify gibt es aber keine komplett kostenlose (beziehungsweise werbefinanzierte) Möglichkeit, Apple Music zu nutzen.

Zweifellos der wichtigste Aspekt eines Musik-Streamingdienstes ist der Angebotsumfang. Hier scheint sich Apple keine Blöße zu geben. Anwender sollen - eventuell mit vereinzelten Ausnahmen - Zugriff auf die komplette iTunes-Datenbank bekommen. Diese kann beliebig durchforstet und wiedergegeben werden. Während der Musikwiedergabe können die nächsten Titel eingeblendet und die Reihenfolge der Playlist verändert werden. Personalisierung ist ohnehin Apples großes Schlagwort. Unter der Sektion „For You“ finden Nutzer speziell auf sie zugeschnittene Empfehlungen. Diese basieren nicht rein auf irgendwelchen Algorithmen, sondern sind zunächst einmal von Musikvorlieben inspiriert, die der Anwender bei erster Nutzung des Dienstes angibt, werden aber darüber hinaus auch kontinuierlich von echten Personen kuriert. Apple sieht in dieser menschlichen Komponente bei der Musikwahl ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal zu anderen voll automatisierten Diensten.

Der zweite signifikante Teil von Apple Music ist Live-Radio, das 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche auf Sendung sein wird. Apple betreibt dazu unter der Bezeichnung Beats 1 insgesamt drei Radiostationen (in New York, Los Angeles und London), die mit einem moderierten und professionell abgestimmtem Musikprogramm weltweit Nutzer anlocken sollen.

Die dritte Komponente von Apple Music schließlich ist eine soziale Plattform, die Apple mit dem Wort Connect umschreibt und welche sowohl Künstlern als auch Nutzern eine Möglichkeit an die Hand gibt, miteinander in Kontakt zu treten. Es können Fotos, Videos sowie Nachrichten miteinander ausgetauscht und auch über andere soziale Netzwerke weiter geteilt werden.

Das kalifornische Unternehmen hat zur Steuerung von Apple Music auf iOS-Geräten eine umfassende Siri-Unterstützung implementiert. Der Sprachassistent kann verwendet werden, um nach Musik oder Videos zu suchen. Das soll sogar auch mit recht komplexen Suchanfragen wie „Spiele den Top-Hit aus dem Mai 1982“ gelingen. Außerdem kann Siri beispielsweise ein Musikstück eines Film-Soundtracks ohne die Angabe des genauen Song-Titels aufspüren.

Apple Music wird am 30. Juni 2015 in über 100 Ländern an den Start gehen und dann 9,99 US-Dollar pro Monat kosten. Wer sich registriert, kann den Streamingservice auch erst einmal drei Monate lang kostenlos ausprobieren. Für Familien schnürt Apple zudem ein spezielles Angebot: Zum Preis von 14,99 US-Dollar können bis zu sechs Familienmitglieder den Dienst nutzen. Jede der Personen bekommt dabei Zugriff auf eine eigene Datenbank und Empfehlungen. Zunächst wird zur Verwendung von Apple Music entweder ein iOS-Gerät mit mindestens iOS 8.4 oder die aktuellste Version von iTunes für OS X vorausgesetzt. Ab Herbst soll der Dienst dann aber auch in iTunes für Windows und auf Android zur Verfügung stehen. Zu den Preisen und der Verfügbarkeit von Apple Music in Deutschland hat sich Apple noch nicht geäußert.

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