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Apple MacBook Pro: Nutzer berichten über längere Akkulaufzeit mit macOS 10.12.2 (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
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Potentiell kontrovers: Apple hat den Akku bei allen neuen MacBook Pro Modellen im Vergleich zum jeweiligen Vorgänger verkleinert.

Apple hat in dieser Woche mit macOS 10.12.2 das zweite große Update für sein aktuelles Desktop-Betriebssystem macOS Sierra veröffentlicht und wie es mittlerweile aussieht trägt diese neue OS-Version dazu bei, dass sich Besitzer eines der neuen MacBook Pro Modelle nun über längere Akkulaufzeiten freuen.

Der Marktstart der 2016er MacBook Pro Generation sorgt noch immer für reichlich Diskussionen in der Apple-Nutzergemeinde. Nach Kritik über fehlende Schnittstellen, zu geringer Leistung, zu hohen Preisen, Grafikdarstellungsfehler und mehr machten zuletzt auch Berichte über deutlich unter Apples Angaben liegenden Laufzeiten die Runde im Netz. Endgültig verifizieren ließen sich derlei Meldungen aufgrund teils stark voneinander abweichender Anwendungsszenarios zwar nicht, aber es schienen sich doch Unregelmäßigkeiten herauszukristallisieren - insbesondere bei den 15 Zoll MacBook Pro Konfigurationen mit Touch Bar. Diverse Anwender kamen unter macOS 10.12.1 niemals auf die von Apple versprochenen rund 10 Stunden bei moderater Beanspruchung der Hardware. Unter macOS 10.12.2 hingegen sieht die Sache jetzt offenbar ganz anders aus.

Wie MacRumors informiert, berichten mehrere Nutzer davon, dass das neueste macOS-Update signifikante Verbesserungen in Sachen Akkulaufzeit für die aktuelle MacBook Pro Reihe mit sich bringt. Auf den Premium-Laptops sollen nun bei „normaler“ Beanspruchung wieder 9 bis 10 Stunden Laufzeit erreicht werden können. Wichtig bei all dem anzumerken ist aber, dass sich Apple nicht zu der Problematik geäußert hat. Das Unternehmen hat weder zuvor Probleme mit dem Energiemanagement der MacBook Pro Modelle eingeräumt, noch in der Beschreibung von macOS 10.12.2 irgendwelche Verbesserungen für den Akku-Betrieb der Geräte erwähnt.

Wie dem auch sei, sofern macOS 10.12.2 tatsächlich dazu beiträgt, mehr Nutzer rundum zufrieden mit ihrem teuren, neuen MacBook Pro zu machen, dann ist dies ja sowohl für die Kunden als auch Apple an sich ein Gewinn. Gut vorstellbar ist hinsichtlich dieser Angelegenheit, dass Apple schlicht und einfach nicht groß über das Thema sprechen wollte, um nicht noch mehr Wasser auf die Mühlen der zahlreichen MacBook Pro Kritiker zu streuen. Als einzige offizielle Reaktion auf die Thematik kann gesehen werden, dass Apple mit Version 10.12.2 die Akkuanzeige in der Menüleiste von macOS modifizierte. Wer dort jetzt auf das Batteriesymbol klickt, erhält keine Informationen mehr über die geschätzte Restlaufzeit im Akkubetrieb, sondern nur noch über die verbleibende Akku-Kapazität in Prozent. Apple will eigenen Angaben nach dadurch verhindern, dass sich Anwender zu sehr auf diesen Wert verlassen, weil die Zeitangabe während eines Entladevorgangs stark variieren kann.

Apples Argumentation ist zwar einigermaßen plausibel, erklärt aber nicht wieso die Anzeige der Restlaufzeit ausgerechnet mit der Veröffentlichung von macOS 10.12.2 gestrichen wurde, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem mehr und mehr Berichte über zu kurze Akkulaufzeiten bei der 2016er MacBook Pro Reihe aus dem Boden sprießen. Ein Zufall? - Davon abgesehen wissen erfahrene Computeranwender bestens, dass die angezeigte Akku-Restlaufzeit noch niemals - weder unter macOS noch unter Windows - absolut verlässlich war. Sie ist ein Richtwert, der extrem von dem abhängt, wie sehr das System gerade beansprucht wird, die Bildschirmhelligkeit eingestellt ist und mehr. Zugleich ist sie aber ein nettes Komfort-Features, das zumindest eine Orientierungshilfe darstellt, und somit nicht einfach gestrichen werden sollte. Vielleicht überdenkt Apple diesen Entschluss noch einmal. Falls nicht, können sich Mac-Nutzer auch mit Drittanbieter-Tools behelfen.

Quelle: MacRumors

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